Bad Nauheim, 02.-03.06.2018

Chorgesang von modern bis traditionell

Die Wetterauer Chortage des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, in Zusammenarbeit mit der Musikschule Bad Nauheim, waren in diesem Jahr ein Besuchermagnet.

Die Trinkkuranlage mit der Konzertmuschel und der Konzertsaal waren erfüllt von Chorgesang. Unterschiedlichen Musikrichtungen und Besetzungen erfreuten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Zum zweiten Mal konnten sich heimische Chöre an den Wetterauer Chortagen präsentieren und dies taten diese auch - mit einem großen Erfolg. Der Männerchor der "Eintracht" Rödgen, der Frauen- und Männerchor des "Frohsinn" aus Steinfurth bildeten am Samstag den Auftakt zu einer rundum gelungenen Veranstaltung, auf die die Verantwortlichen zu Recht stolz sein dürfen. Die lockere und sommerliche Atmosphäre lud zum Verweilen ein.

Am Sonntag sorgten die Chöre "Klangfarben" GV 1838 aus Butzbach, "vocAldente" der "Eintracht" Griedel und der Gemischte Chor der "Concordia" Rockenberg, für gefüllte Besucherstühle und Stehplätze unter den schattenspendenden Linden. Großen Applaus erhielten alle Chöre für deren Liedbeiträge. Der gemeinsame Kinderchor, bestehend aus Kindern von "Voice Paradise" des "Frohsinn" Nieder Weisel sowie den "Melody Kids" der "Concordia" Rockenberg bildete, wie im vergangenen Jahr, erneut ein Highlight. Der gemeinschaftliche Männerchor des "Frohsinn" Nieder Weisel sowie "Immergrün" Rockenberg bildeten einen würdevollen Abschluss in der Konzertmuschel. Das Abschlusskonzert fand in dem großen Konzertsaal der Trinkkuranlage statt. Das Thema des Kammerchores "cantus firmus Wetterau" konnte mit "Faszination Wasser" nicht passender zur Kurstadt Bad Nauheim sein und so war der Konzertsaal bis auf den letzten Platz besetzt. Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund bedankt sich an dieser Stelle bei den zahlreichen Helfern, egal ob vor oder hinter den Kulissen, der Musikschule und der Stadtverwaltung Bad Nauheim, für deren Unterstützung. Im kommenden Jahr wird die Veranstaltung am 15. und 16. Juni eine Neuauflage erleben.

 

 

Rockenberg, 04.05.2018

Erfolgreiche außerordentliche Mitgliederversammlung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes

Neue Satzung verabschiedet und neuer Vorstand gewählt, nächste Veranstaltung Wetterauer Chortage

Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund (HWS) geht verkleinert, aber zuversichtlich in die Zukunft und veranstaltet am 2. und 3. Juni die Neuauflage der Wetterauer Chortage, in der Trinkkuranlage, in Bad Nauheim. Diese Wendung ist nicht selbstverständlich, wurde die Mitgliederversammlung des HWS im März vom Vorstand doch vor der dem Tagesordnungspunkt "Wahlen" abgebrochen und die Bundesvereine für Freitag, den 4. Mai um 19.00 Uhr, zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, in das Vereinsheim des Gesangverein "Concordia" eingeladen.

Die Versammlung beschloss die, mit der Einladung angekündigten Änderungen der Satzung, jeweils einstimmig. Diese Änderungen der Satzung bedeuten eine deutliche Reduzierung des Aufwandes für den Vorstand des HWS. Darüber hinaus wurde der Vorstand verkleinert und der Wahlzyklus von drei auf zwei Jahre geändert.

Vor dem Tagesordnungspunkt Wahlen gab die Vorsitzende Heike Leander bekannt, dass drei der bisherigen Beisitzer ihr Amt zur Verfügung gestellt haben. Sie dankte für deren Unterstützung über die vergangenen Jahre und insbesondere für die des zurückliegenden Wochenendes, bei dem der HWS Gastgeber der außerordentlichen Bundeshauptversammlung des Hessischen Sängerbundes war. Hier hat der gesamte Vorstand, in der bisherigen Zusammensetzung, eine großartige Leistung an den Tag gelegt. Die anschließenden Wahlen wurden nach der beschlossenen neuen Satzung durchgeführt und mit folgendem Ergebnis abgeschlossen: Nachwahl des Schatzmeisters Inge Burnett, Vorsitzende Heike Leander, Schriftführer Joachim Bader, Kreischorleiter Alexander Launspach, Beisitzerin Gabriele Waßmuth. Leider fand sich aus der Versammlung heraus kein Beisitzer, der die Pressearbeit betreuen wird. Erwähnenswert ist, dass alle Positionen einstimmig bei jeweils einer Enthaltung gewählt wurden.

Die Vorsitzende informierte die Delegierten über die außerordentliche Bundeshauptversammlung des Hessischen Sängerbundes, vom 28. April, in Butzbach. Schwerpunkt der Sitzung war die Beitragserhöhung des Deutschen Chorverbandes rückwirkend zum 01. Jan. 2018. Außerdem berichtete sie über anstehende Änderungen, wie z.B. bei der Abrechnung der Veranstaltungen mit der GEMA. Der zweite Vorsitzende Torsten Sprengel informierte über die Wetterauer Chortage 2018 und über die Fortführung am 15. und 16.Juni 2019, zusammen mit dem Sängerkreis Friedberg-Wetterau. Die Ehrungen verdienter Sängerinnen und Sänger waren Thema einer Aussprache, die von unterschiedlichen Standpunkten geprägt waren. Verkleinert, mit reduzierten Aufgaben betraut, geht der HWS diese an und freut sich auf zahlreiche Besucher bei den Wetterauer Chortagen 2018.

 

 

Butzbach, 09.03.2018

Der Tradition und Moderne verpflichtet

Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund veranstaltete am Samstag, den 3.3.2018, in der Alten Turnhalle in Butzbach das Kritiksingen unter der Teilnahme von 12 Chören. Kritiksingen waren traditionell Veranstaltungen, welche den Chören dazu dienten, ihren Leistungsstand vor Chorwettstreiten zu reflektieren und den SängerInnen und ChorleiterInnen eine Rückmeldung zu geben. Chorwettstreite sind jedoch nicht aller Chöre Ding, viele SängerInnen, aber auch ChorleiterInnen verweigern sich geradezu dem Messen von Kultur. Trotz oder gerade deshalb ist die Rückmeldung von einem externen, musikalisch ausgebildetem Juror für die Probenarbeit der Chöre hilfreich und unterstützt ChorleiterInnen bei der musikalischen Arbeit mit dem Chor. Dass dies Früchte trägt, konnte am Samstag gehört werden. So trafen sich am vergangenen Samstag 12 Chöre in drei Gruppen, um sich von dem studierten Kirchenmusiker und Bariton Stefan Claas aus Aschaffenburg, der als Juror fungierte, lehrreiche Tipps für einen musikalisch (noch) besseren Auftritt "abzuholen". Die teilnehmenden Chöre waren im Einzelnen:

Gruppe 1
Männerchor "Frohsinn" Nieder-Weisel, GV "Liederkranz" Pohl-Göns, "Klangfarben" GV 1838 Butzbach, GV "Eintracht" Rödgen;
Gruppe 2
Frauen- sowie der Männerchor "Frohsinn" Steinfurth, "Liederkranz" Nieder-Weisel;
Gruppe 3
"Crescendo" des "Frohsinn" Steinfurth, GV "Germania" Ober-Hörgern, "Liederkranz" Langenhain-Ziegenberg, "HinGehört" Bad Nauheim, "cantico verde" des GV Immergrün Rockenberg; kurzfristig musste der "Da Capo" des "Liederkranz" Nieder-Weisel auf Grund von zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle von Sängerinnen absagen.

Die genannten Chöre spannten einen großen Bogen von aktueller Pop Musik bis zu Werken aus der Romantik. So vielfältig wie die Besetzungen, waren auch die vorgetragenen Titel. Die zahlreichen Zuhörer bedachten die unterhaltsamen Liedvorträge mit Applaus und waren auf die Kritik zu dem Gehörten und den folgenden Vortrag gespannt. Hier konnte der erfahrene Wertungsrichter auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Er gab den vortragenden SängerInnen, aber auch den Dirigenten wertvolle Hinweise, wo an welchen Stellen es aus seiner Sicht Potential zur Verbesserung gibt. Dies spielte sich in einer angenehmen Atmosphäre ab. Er verkörperte einen Berater für die Teilnehmer, der die einfühlsame wie konstruktive Kritik äußerte, ohne diese aufdringlich wirken zu lassen. Stefan Claas überzeugte die SängerInnen, aber auch die ChorleiterInnen in einer passenden Mischung aus Respekt und Humor. Er ließ auch durchaus einzelne Passagen nach den Tipps und Hinweisen nochmals vortragen. Oft waren die Zuhörer und auch die SängerInnen verblüfft, welche Wirkung diese Tipps und Hinweise hatten.

Während sich die Chöre in der Alten Turnhalle der Kritik unterzogen, hatten die "Klangfarben" des Gesangvereins Butzbach in deren angrenzenden Probenraum ein Kuchenbuffet aufgebaut. Dieses Angebot nutzten die Chöre gern, um ihre Erfahrungen auszutauschen und sich zu stärken. Auf diese Weise wurden während der Veranstaltung so manche Freundschaften aufgefrischt. Im Anschluss an das Kritiksingen schloss sich nach kurzer Pause ein Stimmbildungs-Seminar mit dem Schwerpunkt Einsingen sowie das rasche Einstudieren von zwei Liedern an. Dass diese Übungseinheit fast eineinhalb Stunden dauerte, wurde den SängerInnen erst später bewusst. Der Dozent wusste mit seinem Charme die SängerInnen so zu fesseln, dass die Zeit nur so davoneilte. Hier konnte Stefan Claas erneut auf seine langjährige Erfahrung zurückgreifen und frei von Manuskripten auf die SängerInnen und ihre Fragen eingehen. Dank des Wertungsrichters, der engagierten Chöre und deren Leiter war die Veranstaltung eine große Werbung für den Chorgesang. Ein herzlicher Dank galt auch den zahlreichen Helfern. Fazit des Kritiksingen ist, dass der Hausberg-Wettertal-Sängerbund eine große Vielfalt aus fest in der nördlichen Wetterau verwurzelten Chören aufweist, dies sowohl was die Chorgattung als auch die musikalische Ausrichtung betrifft, nämlich traditionell wie modern. Dies ist sicherlich ein positiver Aspekt, den man in die Jahreshauptversammlung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, die nächste Woche am Samstag in Steinfurth stattfindet, mitnehmen kann.

 

 

Butzbach, 26.02.2018

Kritiksingen 2018 des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes in Butzbach

Im Turnus von zwei Jahren veranstaltet der Hausberg-Wettertal-Sängerbund am 3. März 2018 erneut ein Kritiksingen. Mit der Zahl von 10 Vereinen, "Klangfarben" Butzbach, "Liederkranz" Pohlgöns, "Frohsinn" Nieder-Weisel, "Eintracht" Rödgen, "Frohsinn" Steinfurt, "Liederkranz" Nieder-Weisel, "Germania" Oberhörgern, "Liederkranz" Langenhain-Ziegenberg, Chorgemeinschaft "HinGehört" Bad Nauheim und "Immergrün" Rockenberg mit 13 Chören ist die Teilnahme leicht rückläufig, aber trotzdem sehr erfreulich.

Kritiksingen? Ein Wettkampf ähnlich denen des Sport? Nein, ein Kritiksingen dient nicht einem Vergleich von Chören, sondern kann im besten aller Fälle der Vorbereitung eines solchen Vergleiches dienen. Jedoch ist der Spaß an der Musik und das Bemühen um eine musikalisch gute Aufführung eines Stückes die Antriebsfeder. Warum sich nicht von außen einmal die geleistete Chorarbeit bestätigen oder aber Potenzial zur Veränderung oder Verbesserung aufzeigen lassen? Neben der Anmeldung zu dem Kritiksingen sind sowohl die Chöre als auch die Sängerinnen und Sänger in der Vorbereitung gefordert. Musikalisch dreht sich in den Wochen zuvor die Probenarbeit um den Auftritt vor dem Juror. Generell beweist die Teilnahme an einem Kritiksingen ihr Interesse an der Zukunft Ihrer Gemeinschaft. Die Begegnung mit vielen Sängerinnen und Sängern anderer Chöre gehören zu solchen Treffen dazu. Jedes Chormitglied weiß, wie inspirierend und verbindend solche Erlebnisse für eine Chorgemeinschaft sind und wie schnell das gemeinsame Singen Freu(n)de bringt.

Der erfahrene Experte gibt Tipps und möchte dem Chor, den Sängerinnen und Sängern sowie den Dirigenten helfen. Dabei handelt es sich bei dem gewonnenen Kritiker Stefan Claas um einen Sänger und Dirigenten, der die Chorarbeit liebt, selbst tagtäglich praktiziert und seine Aufgabedarin sieht, sie zu optimieren.

Stefan Claas wurde in Bayreuth geboren und studierte kath. Kirchenmusik, Klavier, künstlerische Chorleitung und Gesang an den Musikhochschulen München und Frankfurt, darüber hinaus Gesang bei Hilde Zadek in Wien und Josef Metternich. Stefan Claas ist Dirigent des Kammerchores Ars Antiqua Aschaffenburg. Der Bariton ist Mitglied im Konzertchor des Bayerischen Rundfunks und singt mit diesem Ensemble regelmäßig unter namhaften Dirigenten. Seit Jahren ist Stefan Claas als Dozent für Chorleitung und Stimmbildung und als Juror bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben gefragt.

Die Veranstaltung findet in der Alten Turnhalle in Butzbach, August-Storch-Straße 7, ab 14 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr statt. Im Anschluss an das Kritiksingen ist ein Stimmbildungsseminar mit Stefan Claas und bei Interesse das Einstudieren eines gemeinsamen Liedes geplant. Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund lädt interessierte Sängerinnen und Sänger, aber auch Musikliebhaber, ein bei freiem Eintritt Chormusik zu genießen. Der Chor "Klangfarben" Butzbach sorgt mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl.

 

 

Bad Nauheim, 24. und 25.06.2017

So muss Chorgesang klingen

Es war eine Premiere: Erstmals bot der Hausberg-Wettertal-Sängerbund die Wetterauer Chortage in der Trinkkuranlage an. Viele der heimischen Chöre nutzten diese Gelegenheit und machten mit.

Vielfältig und abwechslungsreich ist die geografische Herkunft der musikalischen Vereine der Wetterau. Ebenso vielfältig präsentierten diese das Programm der Wetterauer Chortage am Wochenende 24. Und 25.6. in der Trinkkuranlage. Erstmals bot der Hausberg-Wettertal-Sängerbund zusammen mit der Musikschule Bad Nauheim im Rahmen der Neuen Kurkonzerte die Großveranstaltung in diesem Format in der Kurstadt an. 16 Chöre machten zwei Tage lang mit.

So unverwechselbar wie die Wetterauer Landschaft, so groß ist auch die Vielfalt der Männer-, Frauen- und gemischten Chöre die sich zwei Tage lang zu den Chortagen präsentierten. Unterschiedliche Besetzungen und vielseitiger Gesang standen im Mittelpunkt, vom Volkslied bis hin zu geistlichen Werken und modernen Liedern. Hier nutzten die Vereine die Bühne und stellten sich dem Publikum vor – dies geschah zwanglos und war von Chor zu Chor individuell. Genau diese Abwechslung machte den Charme der Veranstaltung aus.

In der Konzertmuschel präsentierten sich am Samstag in der Zeit von 12.30 bis 16.00 Uhr »Frohsinn« Nieder-Mörlen, »Eintracht« Griedel mit »vocALdente«, »Germania« Ostheim, »Eintracht« Wölfersheim, »Frohsinn« Steinfurth mit dem Frauen- und Männerchor, der Männerchor "Eintracht" Rödgen sowie die "Klangfarben" des Gesangvereins 1838 Butzbach. Am Sonntag gaben dann in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr Chöre wie "Liederperle" Maibach, "Immergrün" Rockenberg mit "Cantico Verde", "Frohsinn" Nieder-Weisel mit verschiedenen Gruppen, dem Kinderchor "Voice Paradise" (Frohsinn Nieder-Weisel) zusammen mit den "Melody Kids" der "Concordia" Rockenberg unter der Leitung von Martin Bauersfeld, kleine 30-minütige Konzerte auf der Bühne. Das Abschlusskonzert mit dem Titel "Tonmalereien" gestaltete am Sonntag der Kammerchor "cantus firmus" Wetterau unter der Leitung von Werner Ciba im großen Konzertsaal.

Der seit 1984 bestehende, über die Wetterau hinaus bekannte, Kammerchor hatte es sich zur Aufgabe gemacht, mit seinen »akustischen Malereien« Laute aus der Natur oder der Umgebung durch Töne hörbar, und damit quasi sichtbar, machen. Mit Stücken wie Senfis »Geläut zu Speyer«, mit dem Senfl das Geläut des Doms zu Speyer im Chorklang nachbildet, oder Janequins »Le Chant des oiseaux« (Der Gesang der Vögel) eröffnete der Kammerchor sein Konzert. Hier war der Chor bereits zu Beginn stark gefordert, die unterschiedlichen Vogelstimmen klar erklingen zu lassen. Diese Herausforderung absolvierten die Chormitglieder aber, so wie auch den weiteren Konzertverlauf mit bravour.

Sichtlich zufrieden zeigten sich abschließend die Vorstandmitglieder des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes. »Wir sind sehr zufrieden, haben ein tolles Feedback seitens der Chöre und des Publikums erhalten,« so Torsten Sprengel (2. Vorsitzende). Bei der Suche nach einer passenden Location habe der Sängerbund schnell die Trinkkuranlage ins Auge gefasst und Kontakt mit der Stadt Bad Nauheim sowie der Musikschule aufgenommen um die Veranstaltung in das Programm Neuen Kurkonzerte Bad Nauheims einreihen zu können. Diese Idee, die Musikschule Bad Nauheim als Partner und Schnittstelle einzubeziehen erwies sich als Glücksgriff »Wir bekamen schnell tolle Unterstützung«, sagte Sprengel.

 

 

Rockenberg, 11.03.2017

Jahreshauptversammlung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes

Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, im Vereinsheim des Gesangvereins Concordia in Rockenberg, statt. Zu Beginn begrüßte die 1. Vorsitzende Heike Leander die Delegierten der Bundesvereine, die Ehrenvorstandsmitglieder sowie den Ehrenkreischorleiter Helmut Haub und den Kreischorleiter Alexander Launspach. Ein herzliches Dankeschön richtete sie an den Gesangverein Concordia für die Ausrichtung und Bewirtung der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder berichtete Leander über die Aktivitäten und Termine im abgelaufenen Jahr. Leander erinnerte an das zurückliegende Kritiksingen in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel. Kritiker Professor Schumacher gab den vortragenden Sängern, aber auch den Dirigenten wertvolle Hinweise, an welchen Stellen es aus seiner Sicht Potential zur Verbesserung gibt. Dies spielte sich in einer angenehmen Atmosphäre ab. Schumacher war ein Berater für die Teilnehmer, der die einfühlsame wie konstruktive Kritik äußerte, ohne diese aufdringlich wirken zu lassen. Er überzeugte die Sängerinnen und Sänger, aber auch die Chorleiterinnen und Chorleiter in einer passenden Mischung aus Respekt und Humor.

Erfreut zeigt sich die Vorsitzende über den Beitritt eines neu gegründeten Chores "Sine Nomine" welcher in Friedbergt probt und sich dem Sängerbund angeschlossen hatte. Neben den zahlreichen Ehrungen und Jubiläen waren durch den Bund 45 Veranstaltungen zu absolvieren sowie 3 Vorstandssitzungen. Besonders hervorzuheben war in diesem Zusammenhang das 50jährige Dirigentenjubiläum des Ehrenkreischorleiters Helmut Haub, an dem neben seinen aktuellen Chören auch alle ehemaligen Chöre diesen Anlass zu einem unvergesslichen Abend werden ließen. Weiter sind Seminare angeboten worden, welche von den Vereinen mit unterschiedlicher Beteiligung besucht wurden. Auf große Resonanz der Sängerinnen und Sänger hingegen stieß das Stimmbildungsseminar mit der Diplom- Gesangspädagogin, Stimmbildnerin, und Vocal Coachin Cordula Maria Ledwoch aus Bergisch-Gladbach. Zum Abschluss ihrer Ausführungen dankte Heike Leander dem Vorstand für die Unterstützung und den Bundesvereinen und Chorleitern und Chorleiterinnen für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr.

Aus dem Kassenbericht von Christoph Könitzer war zu erkennen, dass die Finanzen des Bundes mit einem leichten Plus abschlossen. Der Kreischorleiter Alexander Launspach gab einen Rückblick und Ausblick auf die verschiedenen Veranstaltungen sowie das turnusgemäße Kritiksingen in 2018. Er warb auch für Veranstaltungen über den Bund hinaus sowie auf die in der Zeit vom 14. bis 17.09. in Dortmund stattfindende chor.com des Deutschen Chorverbandes (Messe, Workshops, Konzerte). Aufgrund organisatorischer Hindernisse kann FESTIVOKAL in diesem Jahr nicht stattfinden- sämtliche veröffentliche Veranstaltungen entfallen.
Roland Schwab (Gambach) berichtete von der gemeinsam mit Bianca Marx (Nieder-Weisel) vorgenommenen Kassenprüfung und bescheinigte dem Schatzmeister Christoph Könitzer eine ordnungsgemäße Kassenführung. Dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig stattgegeben.

Bei den sich anschließenden Wahlen ergaben sich einige Änderungen. Schriftführerin Corina Dern stand aus privaten Gründen nicht mehr zur Wiederwahl.Leander dankte Dern herzlich für ihr zuverlässiges und langjähriges Engagement und überreichte ihr ein Blumenkörbchen.Als Nachfolger wurde der bisherige Beisitzer Joachim Bader (Griedel) vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Schatzmeister Christoph Könitzer (Ostheim) schied aus dem Vorstand aus. Hier konnte aus dem Kreis der Delegierten kein Nachfolger gefunden werden. Die Beisitzerin Gabriele Waßmuth (Rödgen) wurde wiedergewählt. Als Nachfolger für Bader wurde Theresia Albrecht (Nieder-Weisel) als Beisitzerin einstimmig gewählt. Zu Revisoren für das Geschäftsjahr 2017 wurden von der Versammlung Inge Burnett (Oppershofen) und Regina Müller (Nieder-Mörlen) ernannt.

In der nun folgenden Pause konnten die Delegierten leckeren Kuchen, Kaffee und Getränke der Concordia Rockenberg genießen. Anschließend gab der 2. Vorsitzende Torsten Sprengel einen Überblick über die vom Samstag, 24 und Sonntag 25. Juni 2017 erstmalig vom HWS geplanten Wetterauer Chortage in der Konzertmuschel der Trinkuranlage Bad Nauheim. Die Meldefrist hierzu laufe noch, aber es zeichne sich eine gute Mischung der teilnehmenden Chöre ab. Nähere Informationen zum Ablauf etc. erhalten die teilnehmenden Chöre in Kürze.
Unter Punkt Verschiedenes wies die 1. Vorsitzende nochmals auf die Aktualisierung der Mitgliederverwaltung in OVERSO hin. Seit diesem Jahr sind die Vereine eigenverantwortlich für ihre Mitgliederdaten zuständig. Stichtag der Meldefrist ist künftig der 01. März.
Ein weiteres für die Vereine wichtiges Thema ist die GEMA. Hierzu sind alle Infos und Formulare bereits seit längerem auf der HWS-Homepage (www.hws1861.de) eingestellt. Das Verfahren wurde nochmals von der Vorsitzenden erläutert. Heike Leander bat wiederum um Einhaltung der Ehrungsfrist von 8 Wochen. Später eingehende Anträge werden vom Hessischen Sängerbund nicht mehr bearbeitet. Auch Vorstandsänderungen, neue Anschriften, Chorleiterwechsel etc. müssen unverzüglich mitgeteilt und auch in OVERSO geändert werden.Chorische Veranstaltungen können auf der HWS-Homepage veröffentlicht werden. Für den 03. März 2018 steht ein Kritiksingen in der Alten Turnhalle Butzbach in Planung.

Die nächste Hauptversammlung findet am 10. März 2018 in Steinfurth bei dem Gesangverein Frohsinn statt.

 

 

Rockenberg, 28.01.2017

OVERSO-Schulung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes

Am vergangenen Samstag fand im Vereinsheim der Concordia Rockenberg eine OVERSO-Schulung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes statt.

Um allen Bundesvereinen die neuen Möglichkeiten und Änderungen vorzustellen, bot der HWS seinen Mitgliedsvereinen diese Informations-veranstaltung an.
Von den 23 Bundesvereinen nahmen 21 Vereine mit 29 Vereinsvertretern daran teil.

Josy Ehret, Mitarbeiterin des Hessischen Sängerbundes, erklärte den anwesenden Vereinsvertretern die Bedienung des Systems und stand für anstehende Fragen zur Verfügung.
Der Deutsche Chorverband und auch der Hessische Sängerbund nutzen die OVERSO-Software zur Verwaltung der Daten der Mitgliedsvereine.
OVERSO steht für Online-Vereins-Organisation und die Vereine können mit diesem System über das Internet ihre Kontaktdaten und Mitgliederzahlen selbst pflegen und aktualisieren. Zum 01. Januar 2016 hat der Deutsche Chorverband eine neue OVERSO-Version für die Nutzer freigeschaltet.
OVERSO stellt für Kreisvereine, Sängerkreise, Landesverbände sowie den Deutschen Chorverband als Dachverband eine Rundumverwaltung zur Verfügung.Die Aktualisierung der Online-Bestandserhebung wird nur noch über das neue System OVERSO des Deutschen Chorverbandes von den Kreisvereinen durchgeführt.

Die Vereinsdaten-Änderungen müssen künftig bis 01.03. jeden Jahres in OVERSO gepflegt werden.

 

 

Butzbach, 05.11.2016

Stimmbildungsseminar des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes

Große Resonanz der Sängerinnen und Sänger auf das Stimmbildungsseminar mit der Diplom- Gesangspädagogin, Stimmbildnerin, und Vocalcoachin Cordula Maria Ledwoch

Viele TeilnehmerInnen hatten das erste vom HWS ausgerichtete Seminar, im Jahr 2013 schon besucht und so waren 70 Choristen gespannt auf das Aufbauseminar. Austragungsort war dieses Mal das Dorfgemeinschaftshaus in Butzbach-Ostheim, in dem der Chor der Germania der Gastgeber war.

Die Teilnehmer spitzen die Ohren und es waren durchaus nicht Anfänger, sondern auch gestandene Sängerinnen und Sänger, die staunten wie sich der Klang durch Mimik, Haltung sowie den Gebrauch der Lippen veränderte. Es gelte alle Resonanzräume des Körpes zu aktivieren und die säßen nicht im Körper, sondern bestünden aus Rachen, Nase, Mund und den verschiedenen Lufträume innerhalb des knöchernen Schädels. Der richtige Umgang mit dem Stimmapparat beim Singen beuge der Beschädigung und dem Verschleiß der Stimme vor. Singen wird durch die angewandte Technik nicht schwerer, wenn sich das Erlernte gefestigt habe, sondern einfacher.
Die richtige Atmung und die körperlichen Funktionen wurden eindrucksvoll dargestellt und erläutert. Das Gehörte wurde hierbei immer sofort mit gemeinsamen Übungen untermauert und veranschaulicht. Singen sei eine Arbeit des gesamten Körpers und nicht nur des Stimmapparates. Es beginne mit dem richtigen Stand und ende mit der Schädeldecke.

Ein weiterer Schwerpunkt im Vortrags war das Überwinden von kulturell anerzogenem Skrupel, dem sich trauen "Stimme zu bekennen". Im Mittelpunkt zu stehen sei in unserer Gesellschaft oft aberzogen. Beim Singen reiche es nicht aus, nur den richtigen Ton zu treffen, sondern den Zuhörern mit der Stimme zu berühren. Hierzu müssen der Chor, jeder einzelne Sänger auch das ausdrücken, was Text und Komposition vorgäben. Dies funktioniere nur wenn die Intonation und die Stimmfarbe der Sänger einheitlich seien.

Nach der Mittagspause mit schmackhafter Kartoffelsuppe, belegten Broten und Kaffee wurde das in der ersten Hälfte Erlernte noch einmal in Einzelübungen wiederholt. Die nachfolgenden Übungen verlangten den Teilnehmern ein hohes Maß an Disziplin und Konzentration ab. Es wurden mit Hilfe von Kreischorleiter Alexander Launspach am Klavier verschiedene Kanons eingeübt. Die Pädagogin fand hierbei immer das rechte Maß die Teilnehmer zu fordern und sie mit Humor und Wissen "mitzunehmen". Gegen Ende der Veranstaltung wurde an jeden Teilnehmer eine Anleitung verteilt, mit der jeder zu Hause das Erlernte trainieren könne. Am Schluss der Veranstaltung bedankte sich die Gesangspädagogin bei den Teilnehmern - nicht oft würde die aufgezeigte Verbesserung der Technik so schnell zu den vorangegangenen erlebten akustisch wahrnehmbaren Verbesserungen führen.
Ein großes Dankesschön an den Ausrichter der Veranstaltung, die Germania Ostheim und an die Dozentin mit beeindruckender Persönlichkeit und Stimmvolumen. So folgte auf ihr Angebot, abschließend noch Fragen zu beantworten, (fast) nur die Frage: "Wann kommen Sie wieder?"

 

 

Butzbach-Griedel, 12.03.2016

Hausberg-Wettertal-Sängerbund geht zuversichtlich aus Jahreshauptversammlung

Dem selbstgesetzten Motto "Traditionell wie Modern" im zurückliegenden Jahr gerecht geworden.

Am 12. März 2016 hatte der Hausberg-Wettertal-Sängerbund (HWS) in das Schützenhaus nach Griedel zur Mitgliederversammlung geladen. Nach Begrüßung durch die 1. Vorsitzende des gastgebenden Gesangvereins Eintracht Griedel, Hildegard Sauer, begrüßte auch Heike Leander die anwesenden Vereinsvertreter der im HWS organisierten Vereine sowie die Ehrenmitglieder. Es folgte die Totenehrung, hier wurde auch des unlängst verstorbenen Ehrenvorsitzenden Helmut Volk gedacht, der über drei Jahrzehnte dem HWS angehörte, davon 10 Jahre als 1. Vorsitzender.

Es folgte der Bericht der 1. Vorsitzenden. Heike Leander beleuchtete die verschiedenen Aktivitäten des HWS im abgelaufenen Geschäftsjahr. Herausragend im zurückliegenden Jahr war das Konzert zugunsten der Butzbacher Flüchtlinge in der Markuskirche, welches einen Erlös von 4500€ erbrachte und Leander dankte nochmals ausdrücklich den beteiligten Sängerinnen und Sängern sowie der Unterstützung der Chorleiter und der Markuskirchengemeinde. Auch wurde in Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum Bad Nauheim ein Seminar zu den Tücken der Digitalen Welt, mit 24 Teilnehmern des HWS, abgehalten. Nicht nur Positives wusste die Vorsitzende zu berichten, so musste sich der Sängerbund leider von 2 Vereinen, dem Männerchor Ober-Mörlen und der Chorgemeinschaft Hoch-Weisel, welche den Chorbetrieb einstellen mussten, verabschieden. Ein Patentrezept für den Fortbestand der Bundes-Chöre könne der HWS auch nicht verteilen, aber den Vereinen jederzeit mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stehen. Die Themen Sängerwerbung und die Weiterentwicklung der Chöre müssten die Vereine selbst in die Hand nehmen, so die Vorsitzende weiter. Es gelte, die Chöre und Vereine so attraktiv und interessant gestalten, dass neue Sänger gerne zum Singen kommen. Dies bedeute aber nicht Tradition über Bord zu werfen, sondern diese mit modernen Elementen, aktueller Chorliteratur und anderen Dingen abzurunden. Die Pflege von Traditionen sei nicht ein stures Festhalten an Altem - es sei nicht das Aufbewahren von Asche, sondern das Aufrechterhalten einer Flamme. Hier müssen die Vorstände und die Chorleiter Hand in Hand arbeiten, erklärte die Vorsitzende abschließend.

Für den krankheitsbedingt fehlenden Gerd Bink, berichtete der 2. Vorsitzende Torsten Sprengel über die finanzielle Aufstellung des Sängerbundes. Aufgrund einer großzügigen Spende für die Jugendarbeit und durch allgemein gutes Wirtschaften des Vorstandes, konnte ein Plus verzeichnet werden.

Der Kreischorleiter Alexander Launspach ging im Anschluss in seinem Bericht auf das vergangene Kritiksingen mit anschließendem Workshop mit dem Schwerpunkt Stimmbildung unter der Leitung von Juror Prof. Jan Schumacher ein. Hier hatte der HWS und der Kreischorleiter eine gelungene Veranstaltung mit einem Juror der Spitzenklasse zu verzeichnen. Des Weiteren gab er einen Ausblick auf das am 5. November 2016 geplante Stimmbildungsseminar mit Cordula Ledwoch im DGH Ostheim. Der Revisor Martin Wettner (Rockenberg) berichtete vom einwandfreien Zustand der Kasse, welche er mit dem 2. Revisor Ingo Lapp (Steinfurth) geprüft hatte und stellte den Antrag, den Vorstand zu entlasten. Diesem folgte die Versammlung einstimmig.

Nach der Entlastung des Vorstandes folgten die Wahlen. Der 2. Vorsitzende Torsten Sprengel (Butzbach) wurde wiedergewählt. Die bisherige Pressewartin Petra Gatz schied aus persönlichen Gründen aus. Die Vorsitzende dankte der Ausscheidenden herzlich für ihr zuverlässiges und langjähriges Engagement. Als Nachfolger wurde Reinhold Nauheimer (Rockenberg) gewählt. Ebenfalls aus persönlichen Gründen schied die Beisitzerin Theresia Albrecht aus. Diese Position konnte von der Versammlung nicht besetzt werden. Die ebenfalls zur Wahl stehende Beisitzerin Bärbel Liebert stellte sich zur Wiederwahl und wurde einstimmig gewählt. Der bisherige Schatzmeister Gerd Bink (Hoch-Weisel) war aus gesundheitlichen Gründen vom Amt zurückgetreten. Hier wurde Christoph Könitzer (Ostheim) zunächst bis zum Ende der regulären Amtszeit für ein Jahr gewählt. Auch der Beisitzer für den Bereich Jugend konnte mit der Nachwahl von Tom Richter (Butzbach) für zwei Jahre besetzt werden. So gestärkt kann der Vorstand die Aufgaben gut wahrnehmen. Abschließend wurden als Revisoren Bianca Marx (Nieder-Weisel) und Roland Schwab, (Gambach) einstimmig gewählt.

Die Vorsitzende berichtete im Anschluss an die Wahlen über geplante Seminare für das Jahr 2016. So soll das Thema "Vereinsrecht" mit einem Dozenten des Hessischen Sängerbundes sowie "Neue Wege in der Sängerwerbung" mit dem Vorsitzenden der Hessischen Chorjugend Dr. Kai Habermehl durchgeführt werden. Denn nur mit der Werbung neuer Sängerinnen und Sänger sei der Fortbestand der Bundesvereine sicherzustellen. Hier könnten die Bundesvereine, vom know-how anderer Vereine und der Hessischen Chorjugend profitieren. Der Vorstand des HWS werde alles unternehmen um die Vereine zu stärken, dies über die beschriebenen Angebote und darüber hinaus.

 

 

Butzbach, 05.03.2016

HWS-Kritiksingen bot interessante Mischung von Tradition und Modere

Das Motto des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes "Tradition wie modern" wurde durch das Kritiksingen des Wertungsrichter Professor Jan Schumacher bestätigt.

Dass ein Kritiksingen einen Kritiker braucht, ist klar, aber mit der getroffenen Wahl hatte der Hausberg- Wettertal-Sängerbund erneut ins Schwarze getroffen. Es handelte es sich um Professor Jan Schumacher, welcher Universitätsmusikdirektor der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ist und Dirigent der Camerata Musica (Limburg), Chor der TU Darmstadt sowie des Kreisjugendchores Hochtaunus. Bis 2016 war Schumacher Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg.
Die Mehrzweckhalle in Nieder-Weisel bot hierzu den Rahmen. Von den 39 Chören des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes hatten sich 17 zum Kritiksingen angemeldet. Krankheitsbedingt mussten jedoch vier Chöre die Teilnahme kurzfristig absagen. Die teilnehmenden Chöre waren im Einzelnen: GV "Germania" Ostheim, GV "Eintracht" Rödgen, Frauen- sowie der Männerchor "Frohsinn" Steinfurth, "Liederkranz" Nieder-Weisel, GV "Germania" Ober-Hörgern, GV "Harmonie" Fauerbach, "Liederkranz" Langenhain-Ziegenberg, Männerchor, Singcredibles und gemischter Chor des "Frohsinn" Nieder-Weisel, "Frohsinn" Oppershofen und der GV "Liederkranz" Pohl-Göns.
Diese Chöre spannten einen großen Bogen von aktueller Pop Musik bis zu Werken aus der Renaissance interpretiert von Männer-, Frauen und gemischten Chören. So vielfältig die Besetzungen so unterhaltsam die Titel. Die zahlreichen Zuhörer bedachten die Liedvorträge mit Applaus und waren auf die Kritik zu dem Gehörten und den folgenden Vortrag gespannt. Hier konnte der erfahrene Chorleiter und Wertungsrichter auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Er gab den vortragenden Sängern, aber auch den Dirigenten wertvolle Hinweise, wo es aus seiner Sicht Potential zur Verbesserung gibt. Dies spielte sich in einer angenehmen Atmosphäre ab. Ein Berater für die Teilnehmer, der die einfühlsame wie konstruktive Kritik äußerte, ohne diese aufdringlich wirken zu lassen. Professor Schumacher überzeugte die Sängerinnen und Sänger, aber auch die Chorleiterinnen und Chorleiter in einer passenden Mischung aus Respekt und Humor.

Während sich die Chöre in der Halle der Kritik unterzogen, hatte der "Frohsinn" Nieder Weisel in dem angrenzenden Clubraum ein Kuchenbuffet aufgebaut. Dieses Angebot nutzten die Chöre gern, um an den frühlingshaft geschmückten Tischen ihre Erfahrungen auszutauschen und sich zu stärken. Auf diese Weise wurden innerhalb des Tages so manche Freundschaften aufgefrischt. Im Anschluss an das Kritiksingen schloss sich nach kurzer Pause ein Stimmbildungs-Seminar mit dem Schwerpunkt Einsingen an. In einer heiter gestalteten Stunde vermittelte der Dozent nicht nur die wesentlichen Punkte von Einsingübungen, sondern erläuterte sie auch fundiert. Hier konnte Professor Schumacher erneut auf seine langjährige Erfahrung zurückgreifen und frei von Manuskripten auf die Sängerinnen und Sänger und ihre Fragen eingehen.

Dank des Wertungsrichters, der engagierten Chöre und deren Leiter war die Veranstaltung eine große Werbung für den Chorgesang. Ein herzlicher Dank galt auch den zahlreichen Helfern.
Fazit des Kritiksingen ist, dass der Hausberg-Wettertal-Sängerbund eine große Vielfalt aus fest in der nördlichen Wetterau verwurzelten Chören aufweist, dies sowohl, was die Chorgattung als auch die musikalische Ausrichtung betrifft, nämlich traditionell wie modern. Sicherlich ein positiver Aspekt, den man in die Jahreshauptversammlung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, die nächste Woche Samstag in Griedel stattfindet, mitnehmen kann.

 

 

Butzbach, 01.03.2016

Kritiksingen und anschließender Stimmbildungsworkshop mit Prof. Jan Schumacher

(pg) Am kommenden Samstag, 05. März, findet in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel das Kritiksingen des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes mit anschließendem Workshop unter der Leitung von Prof. Jan Schumacher statt. Ab 13.45 Uhr werden rund 400 Sängerinnen und Sänger, darunter auch Kinder erwartet - die teils in großen, teils in kleinen Chören regelmäßig ihrem Hobby Singen nachgehen und sich nun zu dieser Veranstaltung treffen. So bunt gemischt wie die Teilnehmerschar wird auch das Repertoire sein, das von klassisch über volkstümlich bis zu poppig / rockig reicht. Mit dabei etwa der "Frohsinn" Oppershofen, der gerade mit seinem Messias-Projekt brillierte, die "Singcredibles" und weitere Chöre des "Frohsinn" Nieder-Weisel oder als Gäste aus Ettingshausen die Chöre "Notenhopser" und "Melody Kids". Weiter Mitwirkende sind "Germania" Ostheim, "Eintracht" Rödgen, "Frohsinn" Steinfurth, "Liederkranz" Nieder-Weisel, "Harmonie" Fauerbach, "Liederkranz" Langenhain-Ziegenberg und "Liederkranz" Pohl-Göns.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird gegen 18.00 Uhr als Dankeschön und besonderes "Schmankerl" für alle Teilnehmer und Interessierten ein kurzweiliger Workshop mit dem Schwerpunkt "Stimmbildung" mit Jan Schumacher angeboten. Doch wer ist dieser junge Juror und Dozent, der so viel Fachwissen und Menschenkenntnis mitbringt? Jan Schumacher (*1980) ist Universitätsmusikdirektor der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Dirigent der Camerata Musica Limburg sowie des Chores der TU Darmstadt. Bis 2016 war er Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg. Nach dem Studium der Schulmusik und der Germanistik in Mainz studierte Jan Schumacher Chordirigieren bei Wolfgang Schäfer in Frankfurt. Schon als Kind und Jugendlicher (Musikalische Ausbildung bei den Limburger Domsingknaben und im Landesjugendchor Rheinland-Pfalz) prägte ihn die Faszination des gemeinsamen Singens, die bis heute Movens für seine vielfältigen Tätigkeiten ist. Mit seinen Chören erarbeitet er ein breites Repertoire von Gregorianik bis zur Uraufführung und Jazz, von sinfonischem Orchester bis Big Band und vokaler oder elektronischer Improvisation.

Schumacher leitet Seminare für Sänger und Dirigenten in vielen Ländern Europas, Island, der Türkei, in Argentinien, Venezuela und in den USA. Er ist Mitherausgeber verschiedener Chorbücher. Seine Funktion als Vizepräsident und Vorsitzender der Musikkommission der European Choral Association - Europa Cantat versetzt ihn in die glückliche Lage, den internationalen Austausch von Sängern, Dirigenten und Komponisten zum Wohl der Chormusik weiter intensivieren zu können. Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund lädt zu dieser Veranstaltung - bei freiem Eintritt - ganz herzlich alle an Musik und Gesang interessierten Menschen ein, die sich über das Tun der hiesigen Chöre ein Bild verschaffen möchten. Für Speis und Trank wird gesorgt sein. Die Vorträge werden unterteilt in 4 Gruppen, startend um 13.45, 15.00, 16.00 und 17.00 Uhr. Jan Schumacher wird je im Anschluss konkrete Tipps an die Chöre und Zuhörer geben. Ab ca. 18.00 Uhr beginnt dann der Mitmach-Workshop.

 

 

Butzbach, 01.07.2015

Scheckübergabe des Benefizkonzertes

(pg). Das klanggewaltige Benefizkonzert "Gesang baut Brücken" des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, dass am 19. April in der Butzbacher Markuskirche zugunsten von Flüchtlingshilfearbeit stattfand, fand eine außerordentliche Resonanz bei den Gästen und auch darüber hinaus. Diese Woche nun wurde offiziell der Spendenscheck von Heike Leander und Torsten Sprengel (1. / 2. Vors. des HWS - 4. / 5. v. li.) an die Vertreter des Butzbacher Bündnisses für Demokratie und Toleranz, Pfarrer William Thum, Milena Fritz und Pfarrer Otto Seesemann (1. - 3. v. li.) überreicht.

Entstanden war die Idee für das Konzert aus dem Bedürfnis heraus, ein Zeichen für die Menschlichkeit zu setzten (gerne auch über die Wetterau hinaus) und mit den Mitteln des Gesanges gleich im doppelten Sinne etwas Gemeinschaftsstiftendes zu tun. Angespornt durch die gute ehrenamtliche Arbeit einzelner in der Flüchtlingshilfe kam der Gedanke: "wir sind doch auch wer und wollen dazu beitragen, Stellung beziehen". Klein denken wollte der Hausberg - Wettertal - Sängerbund bei diesem Anlass lieber nicht: Vorankündigungen in Presse und Internet, rund 300 Briefe an regionale und überregionale Geschäftsleute und Vertreter der Politik wurden auf den Weg gebracht, meist persönlich ausgetragen von Vorstandmitgliedern. Zwar waren die unmittelbaren Reaktionen auf diese Anschreiben eher verhalten, bewegend dagegen war die spontane Bereitschaft der Mitgliedschöre, sich zu engagieren - auch Ausdruck gewachsenen Zusammenhaltes untereinander. Wer sagt, dass Gesangvereine keine Zukunft mehr habe, konnte sich am 19. April in Butzbach überzeugen, dass hier alle Generationen zahlreich vertreten waren. Die Chöre waren so vielfältig wie die Musikstücke, die sie vortrugen. Überwältigend auch die Resonanz des Publikums, dass schließlich die Kirchschiffe füllte und sich von verschiedenen Auftrittsorten musikalisch erfreuen ließ.

Natürlich war der Vorstand des Sängerbundes anschließend gespannt, wie viel Geld sich in den Sammelboxen befinden würde, die an den Kirchentoren zum Einsatz gekommen waren. Die Zählung erbrachte das interessante Ergebnis von 510,20 EUR, 524,10 EUR, 853,86 EUR und 854,20 EUR. Diese Beträge wurden noch ergänzt durch verschiedene Überweisungen auf das ebenfalls eingerichtete Spendenkonto. Aufgerundet durch den HWS ergab dies dann einen Gesamtspendenerlös von erfreulichen 4.500,-- EUR.

Was aber wird nun mit diesem Geld geschehen? Übergeben wurde der Scheck symbolisch an das Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz. Dieses geht auf den Arbeitskreis Demokratische Hoch Weisel zurück. Dieser entstand 2007, als ein Mitglied der rechtsradikalen Freien Kameraden und damals NPD-Funktionsträger plante, sich mit Gesinnungsgenossen in Hoch-Weisel anzusiedeln. Die Bürgerinitiative Butzbacher Bündnis tritt mit verschiedenen Aktionen ein für Respekt, Demokratie und Miteinander. Vor zwei Jahren wurde aufgrund gemeinsamer Initiative des Bündnisses und der Stadtmission Butzbach ein Runder Tisch gegründet, an dem die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Butzbach koordiniert wird und für diese Arbeit wichtige Themen besprochen werden können. Zu bedenken ist, dass die Flüchtlingshilfe in Butzbach, wie teilweise auch andernorts, von ehrenamtlich tätigen Menschen getragen wird, die viel Zeit, Kraft, meist auch eigenes Geld einsetzen, um ihren "Paten" ein wenig Normalität und Hilfe zukommen zu lassen. Finanzielle Unterstützung wird benötigt z. B. in Form von Materialien für die ehrenamtlich durchgeführten Sprachkurse, für Schul- und Kindergartenbastelmaterial für die Kinder, für die Kleiderkammer, für Medikamente. Denn Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz liegen deutlich unter dem Satz von Harz IV. Krankenbehandlung wird nach dem Sachleistungsprinzip nur als Notfallbehandlung gewährt, es werden also z. B. keine Brillen odgl. finanziert, wie Herr Seesemann erklärt. Erfreulich: In Butzbach gibt es auch eine Flüchtlingsklasse, in der unter 25-Jährige einen Hauptschulabschluss absolvieren können. Hier soll eine Klassenfahrt unterstützt werden. Die Erfahrung der Bündnismitglieder zeigt, dass die Flüchtlinge ein großes Interesse haben, die deutsche Sprache zu lernen und Arbeit zu finden. Allerdings sind Sprachkurse und Arbeitserlaubnis nur unter strengen Voraussetzungen möglich, abhängig vom Status (14 verschiedene Untervarianten werden aktuell unterschieden). Andererseits sollen Unterlagen und Vorsprachen in der Amtssprache deutsch gemeistert werden. Nicht zu vergessen die Erinnerungen an oft schlimme Erlebnisse, Folter und Erpressung, Familien in der Heimat (einige geben von ihrem Geld noch etwas dorthin ab). Die von der kritischen Bevölkerung manchmal als Luxus angeführten Mobiltelefone dienen oft als einzige Brücke nach Hause, aber auch der Kommunikation z. B. mit den Helfern und Bindungen in der neuen Heimat. Freundlich neugieriges aufeinander Zugehen würde schon erleichtern, manches Missverständnis aus dem Weg zu räumen.

Unabhängig von der beschriebenen Flüchtlingsarbeit, die durch den Erlös des Benefizkonzertes unterstützt wird, soll hiermit auch auf eine Veranstaltung des Butzbacher Bündnisses im Rahmen der interkulturellen Woche hingewiesen werden. Am 17. September um 19.30 Uhr findet im "Haus Degerfeld" eine Veranstaltung unter dem Titel "Heißt Islam wirklich Friede?" statt. Mitveranstalter sind das Erzählkaffee Abraham in Bad Nauheim und die Markusgemeinde Butzbach. Nach dem Vortrag einer muslimischen Referentin aus Bonn wird sich eine Diskussionsrunde mit jüdischen, muslimischen und christlichen Vertretern anschließen.

 

 

Butzbach, 19.04.2015

Hilfe für Menschen, die unsere Mitmenschlichkeit brauchen,
Benefizkonzert "Gesang baut Brücken" zugunsten von Flüchtlingen

(win) - Klangerfüllt und bis auf den letzten Platz besetzt war die Markuskirche am vergangenen Sonntag. Beim Benefizkonzert zugunsten von Flüchtlingen erhoben 15 Chöre des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes ihre Stimmen und bekannten Farbe: für eine weltoffene Region, für mehr Frieden, Integration und Toleranz.

Die Vorsitzende des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, Heike Leander, freute sich, dass so viele Menschen unabhängig von jeglicher religiösen oder politischen Glaubensrichtung den Weg in die Markuskirche gefunden hatten und begrüßte zahlreiche Persönlichkeiten der Region. Kirchenvorstandsmitglied Hans-Wilhelm Lenk erinnerte in seiner Ansprache an die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, als die Welt voller Flüchtlinge war, denen geholfen wurde. Gesang baut Brücken sei eine Möglichkeit, den Flüchtlingen unserer heutigen Zeit zu helfen. Die Zuhörer erlebten ein unvergessliches Benefizkonzert, in dem rd. 400 Sängerinnen und Sänger mit einem abwechslungsreichen, internationalen Repertoire ihr Können unter Beweis stellten. Begleitet und aufgenommen wurde das Konzert von Radio Welle West Wetterau, das im September wieder unter der KKW-Frequenz 87,8 auf Sendung geht und dann Auszüge der Veranstaltung ausstrahlt.

 

Der musikalische Bogen wurde gespannt von klassisch bis modern, von kirchlich geprägter Musik wie "Die sieben Worte Christi am Kreuz" von Charles Gounod bis hin zu einer bunten Mischung deutscher und internationaler Volkslieder, zum Beispiel aus Irland, Lettland oder Südamerika sowie ein afrikanisches Zulu-Lied. Beim schwungvollen Gesang gerade dieser Stücke klatschte das Publikum begeistert mit. In jedem Winkel der Kirche sang ein Chor. Ob auf der Empore oder im Seitenschiff, von überall strömte der Klang auf die Zuschauer ein. Mitwirkende Gesangvereine waren "Liederkranz" Pohl-Göns, "Immergrün Rockenberg, der Kammerchor cantus firmus Wetterau, "Harmonie" Fauerbach, "Concordia" Rockenberg - ConTakt, "Frohsinn" Nieder-Weisel - Singcredibles, "Frohsinn" Nieder-Weisel, "Eintracht" Griedel, "Liederkranz" Nieder-Weisel, "Eintracht" Rödgen, "Eintracht" Griedel - VocAldente, "Harmonie Gambach, "1838 Butzbach" - Klangfarben und "Immergrün Rockenberg - Cantico Verde. Der wunderbare Gesang in der ebenso wunderbaren Akustik der Markuskirche verfehlte seine Wirkung nicht. Die Zuhörer waren beeindruckt. Gerade die Unterschiedlichkeit der Chöre machte den Reiz dieses besonderen Konzerts aus.

 

Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtages und Schirmherr der Veranstaltung, forderte ein größeres Maß an Toleranz im Umgang mit Menschen. Er appellierte an die Hilfsbereitschaft der Mitbürger, eine Brücke zu bauen, damit Menschen, die nicht aus unserem Land kämen, sich hier wohlfühlten und war sich sicher "Wir werden es schaffen!" William Thum, Pfarrer der Gemeinden Kirch-Göns/Pohl-Göns und Mitglied im Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz (Runder Tisch Flüchtlingshilfe Butzbach), begrüßte die Solidarität, mit der sich der Sängerbund für das Wohl der Flüchtlinge engagierte. Er dankte im Namen der Flüchtlinge allen, insbesondere den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich für mehr Integration und Toleranz einsetzten. Die vorwiegend ehrenamtlichen Helfer unterstützen die Flüchtlinge unbürokratisch. Sie sorgen dafür, dass Flüchtlinge über "Patenschaften", also durch persönliche Kontakte am "normalen" Leben teilhaben können. Die Spenden werden für Unterrichtsmaterialien, Schulranzen, Fahrtkosten, Fortbildung (Deutschkurse in Friedberg) und Arztbesuche eingesetzt. "Wir brauchen keine Menschen, die Häuser anzünden. Wir brauchen Menschen, die Häuser bauen", sagte Thum. Zurzeit leben in Butzbach 150 Flüchtlinge, in Kürze kommen noch 40 dazu, wusste er zu berichten. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien, Somalia, Afghanistan und Eritrea. Thum berichtete von der jüngsten humanitären Katastrophe, die sich in der Nacht zum Sonntag ereignete. Rund 110 Kilometer vor der libyschen Küste kenterte ein Schiff und mehr als 700 Flüchtlinge ertranken im Mittelmeer. Er forderte Gemeinde auf, sich von den Plätzen zu erheben und in einer Schweigeminute der Toten zu gedenken.

 

Sie habe sich zunächst nicht vorstellen können, was möglich ist, sagte Heike Leander. Aber die Intention "man müsste auch etwas tun" verbunden mit der Kernkompetenz der Vereine gemeinsamkeitsstiftend Musik zu machen, habe letztlich zu der Idee des Benefizkonzertes geführt. Die professionelle Umsetzung ist ihr und allen Beteiligten hervorragend gelungen. Die Zuschauer erlebten ein von Herzlichkeit geprägtes, unvergessliches Konzert mit einer klaren Botschaft; Aufruf zu Hilfe und Solidarität, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Für die 1. Vorsitzende des Sängerbundes war es ein ganz besonderer Tag. "Wir Sänger haben ein Zeichen gesetzt!" freute sie sich und fügte hinzu: "Es ist außerdem das schönste Geschenk zu meinem 50. Geburtstag". Nachdem dieses Geheimnis gelüftet war, sangen Publikum und Chöre ihr spontan ein Geburtstagsständchen. Leander fand bewegende Worte: "Wir können den Flüchtlingen nicht die Heimat ersetzen, aber wir können ihnen helfen, dass Butzbach ein neues Zuhause für sie wird". Der 2. Vorsitzende des Sängerbundes, Torsten Sprengel, brachte es auf den Punkt: "Wir möchten mit unserer Passion ein Zeichen setzen und zeigen, Deutschland kann auch anders" und fügte hinzu: "Weitere Konzerte nicht ausgeschlossen".

Wer sich aktiv in der Flüchtlingshilfe engagieren möchte, kann mit dem Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz Kontakt aufnehmen. Nähere Informationen stehen auf der Internetseite www.butzbacherbuendnis.de. Spenden können auch nach dem Konzert weiterhin auf das Konto 100040339 bei der Volksbank Butzbach BLZ 51861403 (Spendenquittung möglich) eingezahlt werden.

 

 

Bad Nauheim, 07.03.2015

Hausberg-Wettertal-Sängerbund sprudelt voller Pläne - "Gesang baut Brücken" am 19. April in der Butzbacher Markuskirche
Heinz Gatz geht nach 20-jähriger Sängerbund-Vorstandsarbeit endgültig in den "Ruhestand"

(pg) - Im Erika - Pitzer Begegnungszentrum in Bad Nauheim fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes(HWS) statt. Die gastgebende Chorgemeinschaft "Hingehört" überzeugte durch seine musikalische Begrüßung sowohl mit dem gemischten Chor (mit zwei schönen Stücken) als auch mit dem (kleinen) Frauenchor (und "Es muss Liebe sein"). Die offizielle Begrüßung und Totenehrung nahm die 1. Vorsitzende des HWS, Heike Leander, vor und erinnerte stellvertretend für alle Verstorbenen an den langjährigen Vorsitzenden des Hessischen Sängerbundes, Gerd Jürgen Raach "Er gehört zu den Menschen, an die man immer mit einem Lächeln denken muss, ich werde ihn nicht vergessen".

Zum Wahlleiter wurde dann Reinhard Bill bestellt, zu Mandatsprüfern: Erwin Hobler und Heinz Klein (allesamt Ehrenvorstandsmitglieder des HWS). Es folgte der Bericht / Jahresrückblick der 1. Vorsitzenden. Sowohl an der Veranstaltung "40 Jahre, 40 Chöre" im Hessenpark, als auch an der Landesgartenschau in Gießen beteiligten sich Mitgliedsvereine des HWS. Hierfür fand Heike Leander lobende Worte aber auch kritische "nach oben" an den Hessischen Sängerbund als Ausrichter von Veranstaltungen - u. a. wegen sehr kurzfristiger Termineinteilung für Helfer bei beiden Veranstaltungen. Ihr unumschränktes Lob galt allen Beteiligten und ungenannten Helfern, insbesondere aber den Chorleitern Hermia Schlichtmann und Günter Werner sowie der Singbergschule, für die gemeinsame Durchführung eines unvergesslichen Kinderchorworkshops, welcher durch die Aufführung des Musicals "Villa Spooky" gekrönt wurde. Durchweg positiv war auch die Rückmeldung zum durchgeführten Kritiksingen mit Ernie Rhein im März des vergangenen Jahres. Dementsprechend soll auch im kommenden Jahr (2016) wieder ein solches durchgeführt werden. Doch dazu später mehr vom Kreischorleiter. Zunächst aber kam der Bericht der Kassenwartes, Gerd Bink - mit vielen nüchternen Zahlen - und sehr positivem Ergebnis. Dies konnte erzielt werden u. a. Dank finanzieller Unterstützung der oben genannten Kinderchorveranstaltung durch externe Spenden für Verpflegung der Kinder und sonstige Kosten. Nicht gezählt wurden hierfür natürlich die vielen ehrenamtlichen Stunden, die auch das Ehepaar Leander, im Vorfeld und anlässlich der Veranstaltung geleistet hatte. Eine Entlastung des Vorstandes war nachher die verdiente Folge von Kassenführung und Vorstandsarbeit. Um Terminkollisionen möglichst aus dem Weg zu gehen, wurde im Bericht des Kreischorleiters, Alexander Launspach, bereits der Termin des Kritiksingens 2016 bekannt gebeben. Dieses findet am Samstag, dem 05. März 2016 statt. Als Juror konnte man diesmal wieder eine sympathische Koryphäe gewinnen, nämlich Prof. Jan Schumacher (Infos zu Lebenslauf und Chören: siehe http://www.schu-macher.de).

Der nächste Tagesordnungspunkt hieß Neuwahlen. Gemäß dreijährigem Zyklus stand diesmal auch die erste Vorstandsposition zur Wahl. Doch bevor sie sich zur Wiederwahl stellte, richtete Heike Leander ein paar nachdenkliche Worte an die Versammlung. Ein besonderer Dank ging auch an den krankheitsbedingt abwesenden Torsten Sprengel, der sich im letzten Jahr für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden zur Verfügung gestellt hatte und dieses mit großem Engagement und Teamgeist ausübt. Trotz geheimer Wahl eigentlich nur noch Formsache war dann die einstimmige Wiederwahl von Heike Leander. Als Beisitzer wurde Siegfried Langsdorf ebenso bestätigt, wie später der alte und neue Kreischorleiter Alexander Launspach, vorgeschlagen durch die Runde der anwesenden Chorleiter.

Seinen offiziellen Abschluss fand hingegen in diesem Jahr ein jahrzehntelanger Einsatz für den Chorgesang im Allgemeinen und den Hausberg-Wettertal-Sängerbund im Speziellen. Vor 20 Jahren war Heinz Gatz über die Vereinsarbeit zum HWS gekommen, zunächst als Beisitzer gewählt. Als gleich im nächsten Jahr Wilfried Haffer nicht mehr als Geschäftsführer zur Verfügung stehen konnte, war eine vereinserfahrene Kraft dringend benötigt. Da kam Heinz Gatz mit seinen Buchführungskenntnissen auch aus Sportvereins und -verbandsebene als zunächst kommissarischer Vertreter genau richtig. 1997 übernahm er dann auch offiziell eben dieses Amt. In einer Zeit, die noch nicht von "elektronischer Post" beherrscht gewesen sei, habe Heinz Gatz sein Amt gewissenhaft, ruhig und immer in gutem Verhältnis zu den Vereinen ausgeübt, so berichtete Heike Leander. Dass diese Arbeit auch im Nachhinein nicht rückständig war, beweist übrigens, dass das von ihm angelegte EDV-Programm noch heute von seinen Nachfolgern in Benutzung ist. Auch als Gatz 2003 das Amt des Geschäftsführers dann an seinen Nachfolger Heinz Klein abgab, verblieb er als Beisitzer dennoch eine stützende Kraft des Vorsandes. Heike Leander beschrieb ihn als einen "väterlichen Freund", der im Notfall unbürokratisch Kochtöpfe herbeigeschleift, Zelte und Helfer organisiert habe - und das Amt aus dem Herz heraus erfüllt habe. "Im Hause Gatz bin ich immer mit viel Liebe willkommen geheißen worden. - Danke für alles, es war schön mit Dir." Neben einem Präsent (einem Gutschein für eine Tagesfahrt) erhielt der so Gelobte auf Vorschlag des Vorstandes und durch Bestätigung der Versammlung die Ernennung zum Ehrenvorstandsmitglied des HWS. In seiner Dankesrede erläuterte Heinz Gatz noch einmal, warum er nun seinen 6. und letzten Vorstandposten aufgegeben habe - gesundheitlich eingeschränkt u. a. durch Hör- und Sehprobleme, so dass er seine aktive Teilnahme am Chorleben ebenfalls bereits beendet habe. Aufgenommen in die ja noch rüstige Riege des HWS - Ehrenvorstandes wird er sich aber gewiss noch öfter auf Veranstaltungen und auch bei Vorbereitungen einbinden lassen. Bereits im letzten Jahr hatte Heinz Klein diesen Sprung in den "Ruhestand" getan. Damals aber war man von den Ereignissen (und der Vervollständigung des Vorstandes) dann doch überrollt worden, so dass man diesmal nachträglich auch Heinz Klein oben genanntes Präsent überreichte.

In der nun folgenden Pause konnte man sich an leckerem Kuchen, Kaffee und Getränken der Chorgemeinschaft "HinGehört" laben. Frisch gestärkt fand sich zwar kein Ersatz für den freigewordenen Beisitzer-Posten, die Angesprochenen mussten alle wegen fehlender Zeit verneinen (nachvollziehbar, handelt es sich bei den Delegierten ja in der Regel um die Verantwortlichen von Mitgliedsvereinen). Fündig wurde man aber bei der Suche nach neuen Revisoren für 2015. Ingo Lapp und Martin Wettner werden diesmal die Kasse auf ihre Richtigkeit prüfen. Es folgte ein Appell von Chorleiter und Vereinsvertreter Christopher Könitzer an die Vereine, sich gegenseitig zu unterstützen, Ansprechdaten aktuell zu halten, Mails zu lesen und zeitnah auf Einladungen zu antworten.

"Gesang baut Brücken" heißt das bevorstehende Projekt, dass dem HWS und seiner Vorsitzenden sehr am Herzen liegt. Hierbei handelt es sich um ein Benefizkonzert zugunsten von Flüchtlingen. Unterstützt wird das "Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz", zu dessen Gunsten anlässlich des Konzertes Spenden gesammelt werden. Dort sorgen Ehrenamtliche dafür, dass Flüchtlinge nicht "Fremdkörper" im System bleiben, sondern über "Patenschaften", also durch persönliche Kontakte, am "normalen" Leben teilhaben können. Begleitung erfahren sie z. B. bei Behördengängen, aber auch auf dem ersten Weg zum Arzt, in den Kindergarten, die Schule, den Sprachkurs, in Sportvereine ... Heike Leander berichtete, wie es zu der Idee von "Gesang baut Brücken" kam. Die Intention "Man müsste etwas tun" verband sich nach einem ganz pragmatischen Vorschlag des Ehemannes Joachim mit der Kernkompetenz der Vereine, Musik zu machen, die ja auch verbindend wirkt. Also war die Idee für ein Benefizkonzert geboren. Auf kurzem Wege erfolgte die Verständigung im geschäftsführenden Vorstand, ein Kontakt mit der Markuskirche ergab einen passenden Aufführungsort (zumal in dieser Gemeinde die Ursprünge des Bündnisses gelegt wurden). Schnell tüftelte Schriftführerin Corina Dern - an die an dieser Stelle ein besonders dickes Lob und Dank für Ihren gesamten Einsatz für den HWS ging - einen Plakatentwurf und erste Einladungen. Einladungen wurden inzwischen breit auch in Wirtschaft und Politik gestreut - bis nach Wiesbaden. Schirmherr der Veranstaltung ist übrigens Landtagspräsident Norbert Kartmann, der sich auch früher schon für Jugendveranstaltungen des Verbandes einsetzte. Mit der Veranstaltung möchte man ein Zeichen setzen, dass auch kulturtreibende Vereine sich für soziale Zwecke und das Wohl anderer einsetzten. Die Frage, warum die Veranstaltung in Butzbach stattfinde, erkläre sich übrigens auch aus dem Sitz des Sängerbundes. Das Chorkonzert findet also am 19. April ab 16.00 Uhr in der schönen Markuskirche statt. Die hat den zusätzlichen Vorteil einer großen Aufnahmekapazität, was nach der bisherigen positiven Teilnahmerückmeldung der Vereine noch eine Rolle spielen könnte. Bei der zu erwartenden Bandbreite an Chören und Musikrichtungen hoffen die Veranstalter auch auf eine große Resonanz in der Bevölkerung. Wer am 19. April nicht kommen kann, aber sich durch eine Spende beteiligen möchte: dies ist unter der Konto-Nummer 100040339 bei der Volksbank Butzbach BLZ 51861403 möglich (Eine Spendenquittung kann auf Wunsch ausgestellt werden.)

Etwas trockener war dann das nächste Thema, Bestandserhebung. Ab nächstem Jahr müssen alle Vereine ihren Mitgliedsbestand über das Programm OVERSO direkt beim Hessischen Sängerbund melden. Bis dahin sind noch Änderungen der Maske durch den Deutschen Chorverband geplant. Stichtag der Meldungen ist der 1. Januar 2016. Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund wird im Herbst noch eine Infoveranstaltung zu diesem Themenkreis anbieten, an welchem auch eine Vertreterin des Hessischen Sängerbundes anwesend sein wird. Ein weiteres für Gesangvereine wichtiges Thema ist die GEMA. Hierzu sind alle wichtigen Infos und Formulare bereits seit längerem auf der HWS-Homepage (www.hws1861.de) eingestellt. Das Verfahren wurde nochmals erläutert. Je eine Chorveranstaltung im Jahr ist für Verbandsmitglieder frei, jede weitere kostet pauschal 50,- EUR. Teurer wird es, wenn ein geselliger Teil (Alleinunterhalter, kommerzielle Musik) folgt. Ehrungsunterlagen sollten - der Übersicht und kürzeren Bearbeitungsdauer halber - ab sofort möglichst nur noch direkt an Heike Leander gesendet werden. Diese kümmert sich dann um den Kontakt zum Hessischen Sängerbund. Auch Vorstandsänderungen, Chorleiterwechsel etc. sind bitte unverzüglich an diese Adresse mitzuteilen.

"Die Tücken des Internet" hieß eine power-point-Präsentation, die Torsten Sprengel vorbereitet hatte und nun vertretungsweise von Joachim Leander (Webmaster des HWS) gezeigt wurde. Nicht jedem ist wahrscheinlich klar, dass auf Vereinsseiten eingestellte Musik und Live-Mitschnitte als "online-Angebot" (je nach Anzahl der Klicks pro Gesamtauftritt) GEMA-pflichtig sind, eine Anmeldung ist über den HSB möglich. Relevant sind auch Regelungen über das Recht am eigenen Bild - hier kann man vieles über die Satzung klären. Zu den genannten Fragen und noch vielen mehr wird es eine Informationsveranstaltung geben, an der Vereinsvertreter nach Anmeldung über den HWS kostenfrei teilnehmen können. Diese findet am 5. Mai, 19.00 Uhr im Erika-Pitzer Begegnungszentrum in Bad Nauheim statt. Referent wird Rechtsanwalt Dr. Weller sein. Veranstalter sind der HWS in Verbindung mit dem Freiwilligenzentrum.

Für die Umsetzung des Vorschlages, nach langer Zeit wieder einen Seniorennachmittag ("Ü 60") anzubieten, sprach sich die Versammlung einmütig aus - zumal das Ganze organisiert werden soll von den Ehrenmitgliedern des HWS - Vorstandes, in passender Stimmung "bei Handkäs und Äbbelwoi" im Hause Heinz Klein. Fest stehen schon Termin und Ort: Sonntag, 8. November 2015, 14.00 - 17.00 Uhr im Rosensaal Steinfurth. Als Ausrichter hat man bereits den "Frohsinn" Steinfurth ins Boot geholt und auch erste Programmvorschläge gibt es. Schließlich gab es noch einen Terminhinweis auf den Tag der Frauenstimmen am 20. Juni in Gelnhausen. Anmeldung zur Teilnahme an einem vielfältigen Programm (allerdings in diesem Jahr ohne alternativen Männerworkshop) ist möglich über den Hessischen Sängerbund.

 

 

Wölfersheim, 15.11.2014

Das Spukschloss am Singberg
Musical "Villa Spooky" begeistert beim Kinderchortag des Hausberg-Wetteratal-Sängerbundes

Wetterau/Wölfersheim (hau). Zweibeinige Fledermäuse jagen den Hang hinunter, und kleine Vampire spielen Fangen mit süßen Gespensterchen. Als Graf Dracula die Szenerie zwischen Tag und Traum betritt, umschwirren ihn alle wie die Motten das Licht. "Du bist so lustig", rufen sie, und tatsächlich kann Hermia Schlichtmann in ihrem Vampirkostüm noch so böse Grimassen schneiden: Die Kinder wissen, was sie an ihrer Chorleiterin haben.
Schon sausen alle ins schaurig schöne Spukschloss auf dem Singberg. Die Zuschauerreihen sind prall gefüllt, bunte Lichter flackern und die Vorstellung kann beginnen. Der vegane Vampir Bisso und seine Freunde sind verzweifelt: Onkel Bluterich will die Villa Nebelstein an eine Menschenfamilie verhökern. Die Rechnung hat er aber ohne den pfiffigen Bisso, Eule Olga, Ratte Vladimir und ihre gruseligen Freunde gemacht. Mit ein bisschen Hokuspokus schlagen sie die anrückenden Käufer in die Flucht.

Hellauf begeistert waren am Samstag die 70 Kinder und Jugendlichen vom Kinderchortag des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes. "Unglaublich, wie toll die Kinder mitgemacht haben", erzählt Schlichtmann. Die Kooperation mit der Singbergschule Wölfersheim klappte vorzüglich. Im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Probentages stand das gruselige Kurzmusical "Villa Spooky" aus der Feder von Renate und Walter Kern. Für den Gesang im halbstündigen Musical legten sich die 4- bis 14-jährigen Sänger aus Ockstadt, Nieder-Weisel, Wölfersheim, Steinfurth und Rockenberg mit Hermia Schlichtmann ins Zeug, mit der Orff-Gruppe probte Chorleiter Günter Werner und Kerstin Curdt studierte mit den kleinen Fledermäusen einen Tanz ein. Zahlreiche Helfer vor und hinter den Kulissen hatten sich um Kostüme und Kulissen gekümmert, um Schminke, Licht und Ton. Kuchenbäcker waren am Werk, Mittagessen wurde geliefert, und am Ende fügten sich alle Puzzleteile so gut zusammen, dass das Publikum begeistert Beifall klatschte. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", lobte Sängerbund-Vorsitzende Heike Leander und dankte mit Vorsitzendem Torsten Sprengel auch Singberg-Förderstufenleiter Bardo Langsdorf für die Unterstützung. "Das sollten wir wieder machen", war die einhellige Meinung.
Bericht und Bilder: Anette Hausmann und Joachim Leander

 

 

Neu-Aspach, 14.06.2014

Sänger aus Rödgen brachten Sonnenschein mit

Unter dem Motto "40 Jahre - 40 Chöre" feierte das Freilichtmuseum Hessenpark Geburtstag - und mit ihm, wie der Name schon sagt, 40 Chöre aus ganz Hessen sowie rund 3 500 Besucher an zwei Tagen. Aktiv dabei waren auch 18 Sänger der Eintracht Rödgen (sowie aus Steinfurth) mit Chorleiter Alexander Launspach. Diese 19 Männer, das spürte man, brachten Sonne im Herzen mit - und übertrugen dies auch auf ihre Gegenüber.
Geschichte mit eigenen Augen wahrnehmen, aber auch Geschichte zum Anfassen, das gibt es im Hessenpark - und oft wird diese auch durch verschiedenen Aktivitäten mit Leben gefüllt. Im gemeinsam mit dem Hessischen Sängerbund durchgeführten Sängerfest konnte man Geschichte nun auch hörend erleben. Von überall erklang Musik. Eine Idee, die dem Hessenpark durchaus zusätzliche Besucher angelockt hatte. So, wie in den unterschiedlichen Baugruppen des Freilichtmuseums jeweils verschiedene Regionen Hessens durch Fachwerk- und andere historische Gebäude veranschaulicht werden, so repräsentierten diesmal auch unterschiedliche Chöre aus den Sängerkreisen die vielfältige Gesangstradition Hessens. Jeder Chor trat je an drei unterschiedlichen Orten auf.

Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund (und somit die nordwestliche Wetterau) hatte den sympathischen und trotz seiner überschaubaren Größe immer wieder stimmgewaltigen Männerchor der "Eintracht" Rödgen geschickt. In einem Park, der mit dem Motto wirbt: "Wie arm wäre das Leben, wenn man nichts über die Vergangenheit wüsste", vertritt ein solcher Chor schon aufgrund des Liedrepertoires und nach wie vor gelebtem Zusammenhalts seine Region würdig. Der Verein feierte 2011 sein 150-jähriges Bestehen u. a. mit einem (mit dem HWS gemeinsam gestalteten) unvergesslichen Festgottesdienst. Der Chor tritt nicht nur regelmäßig bei öffentlichen Veranstaltungen auf, sondern ohne viel Aufsehen auch einfach ´mal aus humanitären / sozialen Zwecken.
Bei schönem Wetter trugen diese Sänger nun vor den wiederaufgebauten Scheunen aus Bracht und Mornshausen (beide angesiedelt im Parkbereich "Mittelhessen" und damit noch relativ nah zum Eingangsbereich) sowie der Kirche aus Ederbringhausen (Baugruppe Osthessen) bekannte Lieder vor: Unter der Linde, Morgenrot, Heimat, Trinklied, Auf´s Wohl der Frauen, Entschuldigung, Warum bist Du gekommen, Untreue, Die Rose, Abendfrieden, O wie herbe ist das Scheiden … - Welcher traditionelle Männerchorsänger erinnert sich nicht an das eine oder andere dieser Stücke von Silcher (1789 - 1860) und anderen Komponisten. Darüber hinaus blieb den Sängern auch noch etwas Zeit, sich den Hessenpark in Gänze anzusehen. Den Abschluss des Chorfest-Tage bildete ein ca. einstündiges Offenen Singen mit allen Chören auf dem Marktplatz.

Nicht unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang ein weiterer arbeitsreicher Einsatz durch eine Vertreterin des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, nämlich durch deren 1. Vorsitzende, Heike Leander, die nicht nur als "Fan" angereist war, sondern sich bereit erklärt hatte, die zweitägige Veranstaltung aktiv u. a. als eine der Moderator(inn)en zu unterstützen. Schon am nächsten Wochenende (28. / 29. Juni) wartet im Rahmen des Hessichen Chorfestivals an der Landesgartenschau in Gießen wieder der nächste Einsatz für zahlreiche Mitgliedschöre ("Hingehört" Bad Nauheim, "Eintracht" Rödgen / "Frohsinn" Steinfurth, "Frohsinn" Nieder-Weisel, "Da Capo" des "Liederkranz"es Nieder Weisel und "Klangfarben" Butzbach) sowie auch für helfende Vorstandsmitglieder des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes. Zuhörer und Zuschauer, sei es auch Interesse, oder als moralische Unterstützung bei den Chorwettbewerben, sind herzlich willkommen!

 

 

Langenhain-Ziegenberg, 05.04.2014

Hausberg-Wettertal-Sängerbund kann zuversichtlich in die Zukunft schauen

In seiner Arbeit bestätigt, gestärkt und sozusagen wieder mit voller, tatkräftiger Mannschaftsbesetzung geht das "Schiff" Hausberg-Wettertal-Sängerbund aus der Mitgliederversammlung am letzten Samstag hervor. Verstecken brauchte der Hausberg-Wettertal-Sängerbund sich und seine Aktivitäten in den letzten Jahren nicht. Und doch dürfte so manchem ein Stein vom Herzen gefallen sein, dass die Befürchtungen nicht wahr wurden, nach denen es mindestens große Lücken im künftigen Vorstand geben würde. Statt dessen wurden alle Posten besetzt, es gab viele Anregungen aus der Versammlung für die künftige Weiterarbeit im Verband und der scheidende Schatzmeister Heinz Klein wurde zum Ehrenvorsandsmitglied ernannt.

Um 14.15 Uhr begrüßte Heidrun Schäfer, die Vorsitzende des Gesangvereines "Liederkranz", die anwesenden Delegierten im Dorfgemeinschaftshaus Langenhain-Ziegenberg und der gastgebende Chor eröffnete unter der Leitung von Martin Bauersfeld die Veranstaltung mit zwei Liedern. Anschließend ergriff die 1. Vorsitzende des HWS, Heike Leander das Wort, um sich für die Ausrichtung der Veranstaltung und den Vortrag zu bedanken. Auch sie hieß alle Anwesenden willkommen, unter ihnen die Ehrenvorstandsmitglieder Reinhard Bill, Erwin Hobler und den Ehrenkreischorleiter Helmut Haub. In der folgenden Totenehrung gedachte man der verstorbenen Mitglieder, namentlich und besonders des langjährigen Geschäftsführers und Ehrenvorstandsmitgliedes Wilfried Haffer. Nachdem ein Wahlleiter (Reinhold Nauheimer aus Rockenberg) und zwei Mandatsprüfer (Bardo Weinert/ Hurbert Harbach) gewählt wurden, erhielten neue Vorstände der Mitgliedsvereine die Möglichkeit, sich jeweils der Runde vorzustellen.
Im Geschäftsbericht der 1. Vorsitzenden gab es einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2013. Eines der Themen in der letzten Jahreshauptversammlung war die Erhöhung des Beitrages im Hessischen Sängerbund und die Positionierung dazu. Auch über die Durchführung eigener Veranstaltungen konnte Heike Leander berichten, nämlich vom erfolgreichen Vizechorleiterlehrgang und dem mehr als gut besuchten Stimmbildungsseminar 2013 sowie vom letzte Woche durchgeführten Kritiksingen. Aus den Vereinen gab es tolle Jubiläumsveranstaltungen der Vereine in Butzbach und Nieder-Weisel zu vermelden, leider auch die Einstellung des Singbetriebs bei der Eintracht Ober-Mörlen sowie in Butzbach teilweise - durch die entgültig vollzogene Fusion von Frauen- und Männerchor. Insgesamt verzeichnete der Vorstand des HWS 60 absolvierte Termine (Vorstandssitzungen, Ehrungen, sonstige Veranstaltungen ...). Heike Leander bedankte sich in diesem Zusammenhang bei allen Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Kassenbericht des Schatzmeisters Heinz Klein war den Mitgliedsvereinen bereits schriftlich zugestellt worden, wurde aber natürlich auch mündlich präsentiert. Heinz Klein, der aus Altersgründen für eine erneute Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen würde, bedankte sich bei allen Vereinen für die gute Zusammenarbeit.
Im Anschluss zog Kreischorleiter Alexander Launspach noch konkretes Résumé aus den bereits genannten HWS- Veranstaltungen sowie einen Ausblick auf Geplantes. 2014 gibt es im Umkreis u. a. folgende Veranstaltungen mit Beteiligung von Chören aus dem Sängerkreis: "Festivokal" 28. - 31. Mai Bad Nauheim - St. Lioba Schule; 40 Jahre 40 Chöre Hessenpark - 14./15. Juni; Landesgartenschau in Gießen - 28./29. Juni. In diesem Jahr selber ausrichten möchte der Hausberg-Wettertal-Sängerbund noch eine Kinderchorveranstaltung /ein Kinderworkshop am 15. November in Langenhain (nähere Informationen durch Schreiben an Vereine aber auch Veröffentlichung folgen). Birgit Borrmann (Nieder-Weisel) berichtet von der gemeinsam mit Heidrun Schäfer vorgenommenen Kassenprüfung bei Heinz Klein. Sie hatten nichts zu beanstanden, sprachen ein großes Lob an die gute Kassenführung aus. Daraufhin wurde der Vorstand von der Versammlung antragsgemäß und einstimmig entlastet.

Es folgten die mit Spannung erwarteten Wahlen, die Wahlleiter Reinhold Nauheimer professionell moderierte. Entsprechend dem vorgeschriebenen Turnus waren verschiedene Ämter, u. a. die Stelle des Schatzmeister neu zu vergeben. Quasi in umgekehrter Reihenfolge wurden Kandidaten für folgende Positionen gewählt - als Beisitzer: Gabriele Waßmuth (Wiederwahl), Joachim Bader (Griedel, für die aus beruflichen Gründen ausscheidende Melanie Gerber), Siegfried Langsdorf (Rödgen, Position war unbesetzt), als Schriftführerin (und damit Teil des geschäftsführenden Vorstandes): Corina Dein (Wiederwahl). Sogar ein neuer Schatzmeister konnte auf Anhieb gefunden werden: Gerd Bink aus Hoch - Weisel. Da aus den Reihen der Anwesenden keine Vorschläge für den noch vakanten Posten des 2. Vorsitzenden kamen, schlug Reinhold Nauheimer vor, nun eine Kaffeepause zu machen. Nach der 30-minütigen Unterbrechung steht der bisherige Beisitzer Torsten Sprengel bereit zur Wahl und wird bestätigt. Auch das durch diese Wahl freiwerdende das Amt eines weiteren Beisitzers kann schließlich noch durch Theresia Albrecht (Nieder-Weisel) besetzt werden. Nach dieser Beteiligung sollte es kein Problem sein, noch Revisoren/ Kassenprüfer zu finden. Hierzu erklärten sich Günther Herber (Butzbach) und Bardo Weinert (Rockenberg) bereit.

Ein weiterer für die Vereine interessanter Tagesordnungspunkt waren die von Torsten Sprengel und Bärbel Liebert erläuterten Informationen zur Beantragung von Zuschüssen und Fördermitteln für Vereine, inklusive Handout an die Anwesenden. Material / Informationen sind auf Anfrage nach wie vor beim HWS erhältlich. Eine erste Tendenz der vom HWS ausgegebenen Umfragebögen ergab, dass man hinsichtlich der Vereine vor allem Interesse an den Themen Stimmbildung aber auch Fördergelder/ OVERSO / Vereinsrecht hat. Kritiksingen und Ehrungen sollten, so der Wunsch, wie bisher gehandhabt werden. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass Ehrungsanträge aus organisatorischen Gründen mindestens 8 Wochen im voraus gestellt werden müssen. Ebenfalls im Interesse der Vereine liegt es, Vorstandsänderungen, Dirigentenwechsel, Anschriften und E-Mailadressen schnellstmöglich weiterzuleiten. Auch könne chorische Veranstaltungen der Vereine auf der Homepage www.hws1861.de veröffentlicht werden. Ebenfalls auf dieser kann man sich das neue GEMA Formular downladen. Es folgten noch verschiedene Fragen und Anregungen aus Reihen der Delegierten. Schließlich wurde Heinz Klein nach langjähriger Amtstätigkeit als Geschäftsführer und Schatzmeister des HWS auf Antrag des 2. Vorsitzenden aus der Versammlung heraus zum "Ehrenvorstandsmitglied" gewählt. Gastgeber der nächsten Mitgliederversammlung 2015 wird die Chorgemeinschaft "Hingehört" Bad Nauheim sein, weiteres hierzu wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

 

Butzbach, 29.03.2014

Ein Nachmittag voller Musik
Kritiksingen des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes war ein voller Erfolg

Nicht nur die Sonne strahlte am letzen Samstag in Butzbach vor der "Alten Turnhalle", wo sich immer mehr Sängerinnen und Sänger einfanden, um am sogenannten Kritiksingen des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes teilzunehmen. Von 13.30 Uhr bis in die Abendstunden hin gab es in Butzbachs guter Stube tolle Chöre, ebensolche Chorleiter, interessante Lieder und einen überaus sympathischen und kompetenten Kritiker zu sehen und zu hören.

Unermüdlich reihte sich Stück an Stück, und doch fieberte man als Zuhörer nicht nur dem nächsten Vortrag der insgesamt 17 abwechslungsreichen Chorgruppen entgegen, sondern auch dem, was es anschließend an weiterführende Ideen zu entdecken geben würde. Zweifellos sind Geschmäcker verschieden, sei es in der Musik oder in der Einschätzung von Personen. Die Rückmeldung vieler Teilnehmer aber - egal welcher Chorgattung sie angehörten - war, dass man in Hinsicht auf die Auswahl des Kritikers seitens des HWS in diesem Jahr ein gutes Händchen bewiesen hätte. Hierbei handelte es sich um Ernie Rhein (33), der bereits als 4-jähriger seinen ersten Klavierunterricht erhielt, inzwischen selbst Leiter von erfolgreichen Chören sämtlicher Chorgattungen und Bundeschorleiter der Hessischen Chorjugend ist sowie Studienrat für die Fächer Musik / Politik und Wirtschaft am Gymnasium in Taunusstein. Nach den jeweils zwei Vorträgen der Chöre kam Ernie Rhein nach vorne, nahm direkten Kontakt auf, gab Tipps zu bestimmten Passagen oder mit Allgemeingültigkeit und probierte das Gesagte meist auch gleich mit dem Chor aus. So nahm er auch mal Umstellungen vor oder ließ Bewegungsübungen testen. Da dies alles stets mit Respekt und Humor geschah, er sich auch hinsichtlich der Literatur nicht als festgefahren zeigte, gelang es ihm, die Sänger und Sängerinnen ins Boot zu holen, Geleistetes positiv zu bestärken und doch den einen oder anderen "Aha"- Effekt zu erzielen.

Wer sich nach dem Auftritt dann irgendwann dennoch erholen wollte, wurde im angrenzenden Raum - dem aktuellen Domizil des Gesangvereins Butzbach und seines gemischten Chores "Klangfarben" - mit leckeren selbstgemachten Kuchen und Torten, Kaffe, Wein und anderen Kaltgetränken versorgt. Hierfür hatten die Butzbacher Sängerinnen und Sänger bei Blümchen und ansprechender Atmosphäre gesorgt. Einsingmöglichkeiten bestanden im Haus sowie auf dem Hof - auch wenn der Rückweg von dort nicht immer ganz unproblematisch war. Ansonsten verlief die Veranstaltung reibungslos, wofür ein Dank allen engagierten Chorleitern, vor allem aber auch den beteiligten Helfern bei Organisation, Anschreiben, Stühle aufbauen, Bereitstellen und Bringen von Musikanlagen, Ansagen, anschließendem sauber machen und dergleichen gesagt sei. Die Veranstaltung zeigte, dass sich die Chorszene des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes (sowie auch die beiden Gastchöre von Bettenhausen, über deren Beteiligung man sich sehr freute) keineswegs zu verstecken braucht. Sicherlich ein positiver Aspekt, den man in die Jahreshauptversammlung des HWS, die nächste Woche Samstag in Langenhain-Ziegenberg stattfindet, mitnehmen sollte.

 

 

Oppershofen / Gambach November 2013

Mit dem Abschluss des im Februar begonnenen Vizechorleiterlehrganges sowie der Durchführung eines rege besuchten Stimmbildungsseminars setzte der Hausberg-Wettertal-Sängerbund im November die nach außen sichtbaren Akzente seiner diesjährigen Tätigkeit.

Vizechorleiter-Nachwuchs gestärkt

Auf hohem Niveau aus-/weitergebildet wurden 2013 ein Schwung teils neuer, teils bereits seit längerem aktiver Vizedirigenten von HWS - Mitgliedschören. Mit dem international anerkannten Chorleiter, Gesangspädagogen, Juroren und Coach Martin Winkler gab es allerlei aus der Welt der Musik und der Kunst der Führung eines Chores zu lernen. Der Spaß kam hierbei keineswegs zu kurz.
Im Unterschied zu früheren Vizechorleiterlehrgängen, die in kleineren Übungseinheiten im regelmäßigen Wochenrhythmus absolviert worden waren, gab es die gehaltvolle Kost diesmal komprimiert in 3 intensiven, mehrstündigen Wochenend-Einheiten zu Terminen im Februar, September (je in Pohl-Göns) und schließlich November (in Oppershofen). Kein Wunder, dass man auch die gemeinsamen Pausen nutzte - die Teilnehmer untereinander verstanden sich durchweg gut. Im Unterricht hieß es u. a. Noten zu bestimmen, die Höhe von Ausgangstönen frei zu finden und Akkorde umzubauen. Auch widmete man sich der Schlagtechnik, der Körpersprache eines Chorleiters sowie Auftritt und Präsentation insgesamt. Als Trainingsbeispiele zog man sich unterschiedlichste Literatur bis hin zu anspruchsvollen 8-stimmigen Werken herbei. Nachdem die mit Humor gewürzte Wissensvermittlung auf fruchtbaren Boden gefallen war, zeigten sich die Schüler nun in der Abschlusspräsentation ihres Könnens in Oppershofen bestens gerüstet. Ein Dank gilt den Chören des Frohsinn Oppershofen und Liederkranz Pohl-Göns für die freundliche Aufnahme und Mitarbeit. Am Vizechorleiterlehrgang nahmen teil: Larissa Wolf und Doreen Cziganek (Frohsinn Steinfurth), Karola Bohm und Hans Bohm (Frohsinn Ockstadt), Melanie Gerber (Eintracht Griedel), Marianne Grahn (Germania Ostheim), Walter Dieter (Harmonie Fauerbach), Kathja Weckler, Nicole Hahn, Bardo Weinert, Petra Hobler und Eveline Weinert (Frohsinn Oppershofen) sowie Sonja Gombert, Lukas Branderburger und Gabrielle Klös (Liederkranz Pohl-Göns).

Was haben das Singen und die Evolution miteinander zu tun?

160 Sängerinnen und Sänger (hierunter auch Chorleiter) hatten sich angemeldet zu einem Stimmbildungsseminar des HWS mit Diplomgesangslehrerin Cordula Ledwoch. Von diesem Ansturm dann doch positiv überrascht, hatten sich die Verantwortlichen darauf geeinigt, die Veranstaltung am 16. November im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Hörgern gleich zweimal anzubieten: einmal vormittags und einmal nachmittags.
Trotz des für sie sicher recht anstrengenden "Marathons" der beiden Einheiten an einem Tag, sprühte die Dozentin voller Elan. Neben vielen Anregungen und praktischen Übungen gab sie den Anwesenden ein Skript mit nach Hause und kündigte an, dass Teilnehmer sich einen Tonmitschnitt der Veranstaltung über die Vorsitzende des HWS, Heike Leander, werden besorgen können. Interessant waren jedoch nicht nur die für jeden Sänger umsetzbaren Tipps, spannend war es vor allem auch, mehr über die physikalischen und biologischen Hintergründe zu erfahren. Dass der Mensch innerhalb der Evolution den aufrechter Gang einschlug, hat bis heute ganz erheblichen Einfluss auf Körper, Organe - und auf das Singen.
In den bildlich-anschaulichen aber auch wissenschaftlich fundierten Beschreibungen der Dozentin wimmelte es von Affen, Kühen und Vierbeinern aller Art sowie von "richtigen" Zweibeinern (z.B. Hühner), denen aufgrund des Körperbaus das Stehen nicht den gleichen Balanceakt abverlangt wie uns Menschen. Auch wurde plausibel, warum ein Hund vor dem Bellen nicht erst Luft holen muss (im Gegensatz zum Chorsänger vor dem Vortrag) und warum eine "militärische" Haltung eben nicht geeignet ist, Luft fließen und Stimme klingen zu lassen. Das Seminar lieferte entwicklungsgeschichtliche Gründe für verschiedene Muskelverbindungen, Informationen über den Aufbau von Stimmbändern, den Fluss von Luftströmen, die sportliche Leistung von professionellen Sängern ... - und führte zu manchem "Aha"- Effekt. Ein weiterer Schwerpunkt im Vortrags war das Überwinden von kulturell anerzogene Skrupel, dem sich Trauen, "Stimme zu bekennen" (nicht gleichbedeutend mit Schreien). Und natürlich wurde dies auch praktisch erprobt und gemeinsam gesungen.
Dass von den Anwesenden wohl keiner sein Kommen bereut hat, lag nicht nur an den leckeren Kuchen und Getränken, welche die Sängerinnen und Sänger der Germania Ober-Hörgern an diesem Tag angeboten hatten, sondern auch an einer Dozentin mit beeindruckender Persönlichkeit und Stimmvolumen. So folgte auf ihr Angebot, abschließend noch Fragen zu beantworten (fast) nur die Frage: "Wann kommen Sie wieder?".

 

 

Butzbach, 08.03.2013

Vizechorleiterlehrgang des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes mit Chorleiter Martin Winkler sowie Stimmbildungssemiar mit Cordula Maria Ledwoch

Sowohl an musikversierte Neueinsteiger als auch an Fortgeschrittene wendet sich der Hausberg-Wettertal-Sängerbund mit seinem Angebot, in diesem Jahr wieder einen Vizechorleiterlehrgang durchzuführen. Als Dozenten konnte man den Chorleiter, Juroren, Workshopleiter und Gesangspädagogen Martin Winkler gewinnen. Ein erstes Treffen wird am Sonntag, 14. April, im Bürgertreff Pohl-Göns - im Zeitrahmen 11.00 bis 18.00 Uhr - stattfinden. An diesem Tag soll auch die weitere inhaltliche Abstimmung und Terminplanung - voraussichtlich für Herbst 2013 - stattfinden.
Der Lehrgang, der sich insbesondere an die bereits in früheren Kursen ausgebildeten Vizechorleiter, aber auch an interessierte Neueinsteiger oder im Chorwesen bereits tätige "Profis" richtet, wird sicherlich neue Erkenntnisse für jedermann sowie eine Menge Spaß bringen. Inhaltlich wird es um folgende Themen gehen: Notenlehre - Harmonielehre - Taktarten - Rhythmik - Intervalle - Töne angeben - Intervalle vorsingen - Stimmbildung - Übungen zum Einsingen - Grundlagen zum Instrument "Stimme" - Einüben leichter Chorliteratur - wie fang ich an - wie wähle ich richtig aus? - verschiedene Schlagtechniken - alles inklusive Praxisanteilen. Der Eigentanteil der Kursgebühr liegt pro Teilnehmer bei 25,- EUR, die restlichen Kosten wird der HWS tragen. Anmeldung (bitte bis 22. März) ist möglich über die jeweiligen Mitgliedsvereine an Heike Leander, Tel. 06033 / 74368 Mail: heike.leander@hws1861.de.

Des weiteren ist der Hausberg-Wettertal-Sängerbund erfreut darüber, in diesem Jahr ein sehr interessantes Stimmbildungsseminar für alle Sänger und Sängerinnen anbieten zu können. Der Termin dazu ist Samstag, der 16. November 2013 im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Hörgern. Mit der Diplom-Gesangslehrerin Cordula Maria Ledwoch konnte eine erstklassige Dozentin verpflichtet werden, die viele Tipps (beispielsweise zur richtigen Haltung beim Singen, zur Atmung und zum Singen generell) bereit halten kann. Rückmeldungen zu bisherigen Kursen der Dozentin sind ausnahmslos positiv. Wer sich gerne ein Bild über die Arbeit von Cordula Ledwoch machen möchte, kann ihre Website: www.gesang-unterricht.de besuchen.
Die Kosten für diese Veranstaltung liegen pro Teilnehmer bei 5,- EUR. Die darüber hinaus gehenden Kosten werden auch hier vom HWS übernommen. Teilnehmer des o. g. Vizechorleiterkurses können kostenfrei am Stimmbildungssemiar teilnehmen. Anmeldeschluss für das Stimmbildungsseminar am 16. November ist der 1. September, ebenfalls bei Heike Leander (Ansprechdaten wie bereits genannt). Aktuelle Informationen gibt es fortlaufend unter der homepage www.hws1861.de. Der Vorstand des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes freut sich auf ein gemeinsames musikalisches Jahr.

 

 

Nieder-Weisel, 23.02.2013

Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund kämpft ums Überleben
Vereine engagieren sich nicht mehr genügend/Heike Leander ist jetzt 1. Vorsitzende

(ff). Wie fast jeder Verein kämpft auch der Hausberg-Wettertal-Sängerbund um sein Überleben. Das Problem: Immer weniger Vereine, die dem Bündnis angehören, können sich engagieren. So war bis zuletzt die Position des ersten Vorsitzenden vakant. "Wir haben eine hauchdünne Personaldecke", merkte die neue erste Vorsitzende Heike Leander an. Sie sei sehr besorgt wegen des Fortbestehens des Bündnisses. Als die jetzige erste Vorsitzende in ihr Amt gewählt wurde, versuchte sie zusammen mit dem Vorstand als zweite Vorsitzende das "Ruder herumzureißen", doch noch ohne Erfolg. Besonders die Wahl des zweiten Vorsitzenden gestaltete sich äußerst schwierig. Sahen sich doch alle vorgeschlagenen Kandidaten außerstande, die erste Vorsitzende zu unterstützen.

Das Dilemma der Situation: Leander machte bei ihrer Nominierung und später auch bei ihrer Wahl zur Bedingung, einen Partner zur Seite gestellt zu bekommen. Nach ihrer Wahl erklärte sie: "Es ist ein bewegender Moment, so viel Vertrauen entgegengebracht zu bekommen. Ich werde alles versuchen, meinen Vorgängern gerecht zu werden doch ich brauche Unterstützung." Lange könne sie es nicht mehr allein schaffen; der Aufwand sei einfach zu groß. "Es wäre schön, wenn ich die eine oder andere Aufgabe einfach einem zweiten Vorsitzenden übertragen könnte." Sie wolle alles dafür tun, dass der Sängerbund weiterhin bestehe, doch zeichnete Leander in ihrer Antrittsrede ein dunkles Bild, wenn sich die Vereine nicht wieder zusammenfinden würden. Größte Motivation sei für sie, den älteren Sängern die Würde zukommen zu lassen, die sie verdient hätten. "Die Meisten, die von uns geehrt werden, haben ihr ganzes Leben für ihren Verein gelebt. Ich will ihnen die Würde zu Teil werden lassen, die sie auch verdienen." Dabei machte Leander unmissverständlich klar, dass man sich auch als Verein im Vorstand beteiligen müsse, um weiterhin HWS-Vorstandsmitglieder bei Vereinsfeierlichkeiten begrüßen zu können. Auch Kassenwart Heinz Klein beschwerte sich bei den anwesenden Delegierten. "Früher war es eine Ehrenaufgabe im Vorstand tätig zu sein. Besonders die großen Gesangvereine hatten sich immer darum gerissen." Wenn der Sängerbund weiterhin bestehen solle, dann müssten vor allem die Vereine mit mehr als 60 Mitgliedern dafür kämpfen und sich deutlich stärker engagieren. "Wir haben auch ein Recht auf ein wenig Freizeit. Wenn die Beteiligung weiter schrumpft, dann können wir einfach nicht mehr überall dabei sein" Klein machte damit deutlich, dass vor allem die Arbeitslast aufgrund weniger Vorstandsmitglieder enorm gewachsen sei. Dennoch: Der Vorstand, allen voran Heike Leander, war fest entschlossen gegen den derzeitigen Trend anzukämpfen: "Wir Sänger müssen alles dafür tun, diesen Zusammenschluss am Leben zu erhalten", schwor die neue erste Vorsitzende die Gemeinschaft ein. "Mir sind auch ab einem gewissen Punkt die Hände gebunden, lasst uns gemeinsam daran arbeiten." Neben der Schicksalswahl gab es indes auch gute Neuigkeiten von der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstagmittag. So wurde das Amt des Pressewartes wieder mit Petra Gatz personell besetzt. Auch Torsten Sprengel wurde als Beisitzer bestätigt. Sprengel übernahm vor gut einem Jahr das Amt als Beisitzer für einen 12 monatigen Zeitraum. Andree Wagner gab indes sein Amt aus beruflichen Gründen ab. Ihm folgte als Beisitzerin in den Vorstand Bärbel Liebert (Langenhain-Ziegenberg). Auch als Beisitzerin neu zum Vorstand hinzugestoßen war Melanie Gerber aus Griedel. Als Kassenprüfer wurden Brigit Bohrmann (Nieder-Weisel) und Heidrun Schäfer (Langenhain-Ziegenberg) gewählt. Heinz Klein wurde zudem für sein großes Engagement als Geschäftsführer beziehungsweise Kassenwart geehrt.

Auch Kreischorleiter Alexander Launspach bedankte sich für die gute Zusammenarbeit des letzten Jahres. Dabei merkte er an, dass derzeit das Kritiksingen immer mehr an Zustimmung der Vereine verliere. "Ich glaube, das liegt teilweise auch an der verwirrenden Bezeichnung. Kritiksingen sei weniger ein "Kritisieren" der Gesangkunst als ein Begutachten der gesanglichen Fähigkeiten. Besser wäre es, wenn wir es als "Gutachtensingen" bezeichnen würden", erklärte der Dirigent. Nach alter Tradition stehe in diesem Jahr sowieso ein Stimmbildungsseminar an. Dieses sei für 16. November angesetzt. Erst nächstes Jahr komme es wieder zu jenem Kritiksingen. Dabei wünschte der Musiker sich mehr Beteiligung, da nur so konstruktiv zusammengearbeitet werden könne. Neben Launspach meldete sich auch die "inoffizielle" Frauenbeauftragte, Gabriele Waßmuth zu Wort. Dabei nahm sie kurz Bezug auf den "Tag der Frauenstimme" am 15. September 2012 in Fulda. Des Weiteren wurde der Vorstand am Samstag entlastet und die Revisoren bedankten sich bei Klein für die sorgfältige Führung der Finanzen. Kontrovers diskutiert wurde indes auch die geplante Beitragserhöhung des Hessischen Sängerbundes. Grund für die Erhöhung seien die gestiegenen Kosten durch weniger Mitglieder. Man habe, so die erste Vorsitzende, stets gegen eine Erhöhung plädiert. So werde man sich weiterhin stark für die Abschaffung der Hessischen Sängerbund-Zeitung machen, um Kosten zu senken und die Beiträge niedriger zu halten. "Wir werden auch weiter versuchen unbequem zu bleiben"", ließ die im Amt bestätigte Pressewartin verlauten. Dass die Erhöhung nicht mehr umkehrbar sei, zeigte sich an zwei möglichen Varianten, die zur Kostenverteilung vorgestellt wurden: So sah die Variante eins eine stärkere Erhöhung des Beitrages und gleichbleibende Kosten für die Gema-Gebühren vor, während die zweite Variante deutlich höhere Gebühren der Gema und eine moderatere Erhöhung des Beitrages inkludierte. Der Grundbeitrag solle zusätzlich auf 8,50 Euro pro Mitglied und Jahr angehoben werden. Alles in Allem sieht der Sängerbund sich vor alte und neue Herausforderungen gestellt. Dabei machte Leander noch einmal deutlich, dass derzeit fast jeder Verein mit seinen Mitgliederzahlen zu kämpfen habe und dass mehr denn je um engagierte Mitglieder geworben werden müsse. Ferner werde man auch in diesem Jahr mehrere Fortbildungsmöglichkeiten bieten. Unter anderem stehe ein Vizechorleiterkurs auf der Agenda. Geplant sei diese Fortbildungsmaßnahme am 14. April. Ziel des Lehrgangs sei es, qualifizierte Vertreter für den Vereinsdirigenten auszubilden. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den "Singcredibles" aus Nieder-Weisel.

 

 

Bad Salzhausen, 22.-24.06.2012

3. Oberhessisches Kinder- und Jugendchor-Festival

(mü)Kinder und Jugendliche, die nicht nur fröhlich dahinträllern, sondern lyrisch singen, kämpferisch, berührend - und elbisch. Dozenten, die von ihren Schülern begeistert sind und umgekehrt, hochkarätige Sänger, die sich damit begnügen, das Vorprogramm für die Jugendpräsentation zu bestreiten. Großeltern, die ihr Herz für sämtliche Weltsprachen und avantgardistische Töne öffnen, weil es einfach so mitreißend ist, was da von der Bühne her kommt. Und ein Wettergott, der seinen Regeneinsatz ein ganzes Wochenende lang verschiebt und erst dann richtig loslegt, als der letzte Klang verstummt ist...

Das 3. Oberhessische Kinder- und Jugendchor-Festival in Bad Salzhausen hatte alles, was ein Großereignis braucht, um die Freude am Gesang hörbar, sichtbar und spürbar werden zu lassen. Vier Workshops für unterschiedliche Altersklassen, geleitet von hochkarätigen Dozenten, bot der Förderverein Kinder- und Jugendfestival Oberhessen e.V. unter seiner ersten Vorsitzenden Heike Leander diesmal auf. 176 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von drei bis 22 Jahren aus dem Einzugsbereich des Niddatal-Sängerbundes und den umliegenden Sängerkreisen bezogen für drei Tage im Kurpark Quartier, begleitet von 30 Betreuern sowie zahlreichen Helfern aus ihren Heimatchören, die speziell an den Essensständen sowie beim Auf- und Abbau der Zelte und Spielstationen im Kurpark Dienst taten. Die Logistik und die Organisation, vor Ort federführend in der Hand von Andreas Prasse, Wolfram Peppler, Matthias Walther und Frederick Eberhard, hat mittlerweile Tradition: Der Erste-Hilfe-Sevice funktionierte genauso ruhig und reibungslos wie die Begleitung bei den Spielen, das Wegwischen von ein paar Heimwehtränchen bei den Jüngsten, die Essensausgabe und das Anliefern von Waffelteig und fertigen Kuchen, die Beschallung, das EM-Public-Viewing am ersten und die Karaoke-Party am zweiten Abend, mitgetragen vom großzügig für das Festival geöffneten Kurhaushotel Bad Salzhausen.

Von Details wie der wechselseitigen Begeisterung zwischen Kindern, Jugendlichen und Dozenten, erfuhren Familien und interessierte Kurgäste am Sonntag bei der großen Abschlusspräsentation. Manches für das Flair dieses Festivals Bezeichnende war auch am Rande aufzuschnappen: "Komm mit, Mama, ich muss dir unser Zelt zeigen - und meine neue Freundin!" "Und dann haben wir unsere Dozentin Sabine Spahn gefragt, ob sie nicht am Abend noch ein bisschen extra mit uns üben will, einfach so. Und das hat sie getan." "Hey, das letzte Lied müssen wir unbedingt den anderen zu Hause beibringen!"

Im "Vorprogramm" der Jüngeren gastierten am Sonntag auf der Bühne im Kurpark zunächst die Älteren. Der junge Chor ConTakt unter der Leitung von Niddas Dekanatskirchenmusikerin Daniela Brinkmann beeindruckte durch anspruchsvolle, mit Leichtigkeit, Frische und Ausstrahlungsstärke vorgetragene Sätze: "Whisky in the Jar" von Thin Lizzy wurde in spürbar angezogenem Tempo absolviert, die älteren Zuhörer kamen mit komplexen Variationen von "Wochenend' und Sonnenschein" sowie "Wir machen Musik" ebenso auf ihre Kosten wie die Jüngeren mit dem Dschungel-Song "Probier's mal mit Gemütlichkeit" und die Gospelfans mit "Pharao's Blues", das den israelitischen Auszug aus Ägypten zur Abwechslung einmal aus der (betrübten) Perspektive des dortigen Großkönigs persiflierte.
Das personell dicht besetzte Vokalensemble "Junge Vocalisten" unter Sabine Spahn hatte sich zunächst ganz eindeutig mehr den sanften Balladen verschrieben und erhielt reichlich Applaus für "Only Time" von Enya, "Gabriella's Song" aus dem Chorfilm "Wie im Himmel" und die mutige Einlage "Engel" von Rammstein. Dass die Gruppe über jede Menge Swing und Selbstironie verfügt, bewies sie gekonnt mit Einsprengseln wie "Nur für dich", "Komm, komm" und zum Abschluss mit der fulminanten Pop-Nummer "Mama Lou" von Les Humphries. Als für den Anlass fast überdimensioniertes musikalisches Ereignis erwies sich der Auftritt des Kammerchores "Klangfarben" aus Gießen. Das mehrfach beim Hessischen Chorwettbewerb mit dem ersten Preis der Kammerchorklasse ausgezeichnete Ensemble unter dem Landeskirchenmusikdirektor von Kurhessen-Waldeck, Uwe Maibaum, gewährte eindrucksvolle Einblicke in sein Programm "Die Geister, die ich rief". Wer glaubte, das junge Publikum in den ersten Reihen sei mit den Dissonanzen, dem Sprechgesang und den akustischen Klangbildern moderner Musik überfordert, sah sich getäuscht: Gebannt hingen die Kinder- und Jugendlichen den Sängern an den Lippen, verfolgten atemlos den rasenden Sturzflug der Elfen in Vaughan Williams' "Over Hill, over Dale", die zerbrechlich-melancholische Klage des Maiglöckchenkönigs, die traditionell, aber ebenso sensibel intonierten Loreley-Sage (Friedrich Silcher) und die Geschichte vom "Feuerreiter" und der brennenden Mühle (Eduard Mörike, in dämonisch-faszinierende Klangbilder gesetzt von Hugo Distler). Die Spannung der jungen Zuhörer löste sich lediglich für einen Moment, als die Sängerinnen in groteskem Spiel von Mimik, Gestik und Stimme den Hexentrank nach dem Rezept des zeitgenössischen finnischen Komponisten Jaakko Mäntyjärvi anrichteten: "Double, double toil and trouble". "Habt ihr alles notiert?", fragte Ensembleleiter Maibaum scherzend in die vorderen Reihen hinein.

So viel anregender und innovativer gesanglicher Input wirkte ansteckend und forderte die eigene Präsentation geradezu heraus. Die Bambinis unter Günter Werner machten den Anfang und zeigten - vom Einzugstanz über das Spiel mit Klanghölzern und das Katzenlied - was sich mit Hilfe musikalischer Früherziehung schon in einem Workshop von eineinhalb Stunden erreichen lässt. Tosender Beifall belohnte die Kleinsten, während die 6- bis 9-Jährigen unter der Leitung von Annica Pfeiffer-Prasse die Bühne bezogen. Dass sie viel Spaß miteinander gehabt hatten, sah und hörte man: Das vom Konzept her stimmig ausgearbeitete und für die Kürze der Probenzeit sehr umfangreiche "tierische Repertoire" der Gruppe umfasste unter anderem das fröhliche Lied von den "Drei Schweinen", die es sich am Leine-Fluss gut gehen lassen, und dem italienischen Eselchen "Tinolaio", das mit Klanghölzern bei seinem gemütlichen Zuckeltrab begleitet wurde. Überraschend stellten sich die Ansätze von Langsamkeit ("Das Huhn muss ruh'n"), anrührender Lyrik ("Weiße Majestät", ein Schwanenlied mit ersten Ansätzen von Mehrstimmigkeit) und kämpferischer Solidarität mit den Tieren dar ("Ich bin hier, sprach das Tier, Mensch verschwinde von hier"). Die Kinder zeigten sich auch hier, in Genres, die man ihnen (zu) selten zumutet, keineswegs überfordert, sondern begeistert.
Ganze Arbeit hatten die 9- bis 12-Jährigen um Helmut Vorschütz geleistet, ebenfalls ein reiches Repertoire erarbeitet und die musikalische Latte höher als üblich gelegt. Unter anderem riefen die Kinder mit einem bewegenden "Dona nobis pacem - Peace to the world" und sprechenden Gesten zum Frieden in der Welt auf, bedauerten dann die gejagten Hasen "Zwischen Berg und tiefem Tal", um sie alsbald auferstehen zu lassen. Als Publikumsrenner entpuppte sich "Yakanaka vangheri - Praise the Lord all together", ein Spiritual aus Südafrika, bei dem der Dozent den Solistenpart übernahm, die tanzende Kindergruppe den Chor.

Abwechselnd für andächtige Stille im Publikum, dann wieder für Heiterkeit sorgte die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen um Sabine Spahn und die spontan zum Dozententeam gestoßene Daniela Brinkmann. Deren Einsatz war nicht zuletzt deshalb notwendig geworden, weil man - erstmalig auf diesem Festival - auch einige interessierte Sänger im Jugendalter begrüßen konnte, die Sabine Spahn betreute, und nicht nur, wie sonst, erfahrene Tenöre und Bässe aus Erwachsenenchören hinzuziehen musste. Die bitter-süße Romantik von "May it be" (Enya, aus "Herr der Ringe", teilweise in der von Tolkien künstlich erschaffenen "Elbensprache") und "Only Time" (ebenfalls Enya) kontrastierte wirkungsvoll mit dem rhythmisch akzentuierten A-Capella-Song "Red, red Rose", dem schonungslosen "Heut' ist der Tag" (über ein erstes Date ohne Happy-End, dafür mit brennenden Tischen), dem unsterblichen "Da doo run run run" und schließlich dem witzigen "Mädchen, lach doch mal" der Wise Guys - eine Sternstunde für die singenden Jungs.
Während der Wettergott den Taktstock für ein Regenquartett hob, rief Heike Leander die Dozenten auf die Bühne, übergab Präsente, fand herzliche Dankesworte für alle Beteiligten und die Sponsoren sowie ganz ausdrücklich an die Adresse von Niddas Erstem Stadtrat Reimund Becker: "Was das Oberhessische Kinder- und Jugendchor-Festival hier an Engagement und Unterstützung erfährt - das müssen andere Städte erst einmal nachmachen."

 

 

Butzbach, 23.04.2012

Beim Kritiksingen in der Alten Turnhalle gab es viele Anregungen

(pg) - Abwechslungsreich und informativ, vor allen aber auch gut organisiert verlief das "Kritiksingen", dass der Hausberg-Wettertal-Sängerbund am letzen Wochenende in der Butzbacher "Alten Turnhalle" durchführte. Ingesamt 16 - ganz unterschiedliche - Chöre nahmen an der Veranstaltung teil, die in sehr angenehmer Atmosphäre verlief. Mal waren die Vorträge locker und beschwingt, mal besinnlich - von traditionell bis modern wurde alles geboten.
Juror Gerd Zellmann gab jeweils im Anschluss an die beiden Vorträge eines jeden Chores einzelne Hinweise für jede Partitur, sowie auch allgemeine Tipps. Manche Empfehlung gab es auch mehrmals im Laufe des Nachmittags zu hören (z.B. Phrasen lang durchzusingen, Töne nach vorne zu nehmen, breit zu stützen, aber auch den Hinweis auf das bevorstehende Deutsche Chorfest in Frankfurt - und hier insbesondere das Männerchortreffen am 9. Juni ´12 - oder auf eine Liste neuer Chorliteratur, die man über den Sängerbund erhalten kann). So gab es auch für jeweils zu einer Gruppe neu hinzugekommenen Zuhörer die Möglichkeit, dies alles mitzunehmen.

In der ersten Gruppe sangen die Männerchöre von GV "Eintracht" 1861 Rödgen mit Alexander Launspach ("Beati mortui", "Liebesklage") sowie GV 1838 Butzbach / GV "Harmonie" Fauerbach mit Helmut Haub ("Unser täglich Brot", "Schöne Mairca"),der gemischte Chor "Eintracht" Griedel mit Sveltlana Laubach ("La donna e´mobile","Tea vor two"), der Frauenchor des GV 1838 Butzbach unter der selben Chorleiterin ("Feldeinsamkeit" "Sister Act") und der gemischte Chor der "Germania" Ostheim mit Christoph Könitzer ("Die Güte Gottes preisen", "Weit, weit weg"). In der zweiten Gruppe gingen an den Start: der gemischte Chore des GV "Germania" Ober Hörgern mit Heidrun Schwarz-Sauerbier ("Bel ami", "Hab mein Wage vollgelade"), der Frauenchor der GV "Frohsinn" Steinfurth mit Volker Kolle ("Heimliche Liebe", "One Way Wind"), der Jugendchor des GV "Immergrün" Rockenberg ("Kompliment", "Hallelujah"), der Frauenchor "Crescendo" Steinfurth ("I´m going to sing", "From the Distance"), beide letztgenannten Chöre unter der Leitung von Monika Böckling, sowie der gemischte Chor aus Steinfurth ("Die Rose", "Can´t help falling in love ...), wieder mit Volker Kolle. Die dritte Gruppe wurde sodann gestaltet vom gemischten Chor GV "Frohsinn" Oppershofen mit Axel Pfeiffer ("Du bist aller Dinge schön", "Heißa, Kathreinerle"), vom gemischten Chor "Liederkranz" Langenhain mit Martin Bauersfeld ("Odi et amo", "Lollipop"), dem Männerchor Ober-Mörlen mit Günter Werner ("Ich weiß ein Fass im tiefen Keller", "Kleine Barke im Wind") sowie den Chören des "Frohsinn" Nieder-Weisel: "Singcredibles" mit Jörg Welker ("I´ll be there for you", "Hungriges Herz"), dem Männerchor mit Günter Werner ("Acrobaleno", "Wo die roten Rosen blühen") und dem gemischten Chor mit Jörg Welker ("In der Bar zum Krokodil", "Das Rendevous").

 

 

Butzbach, 14.03.2012

Die Vielfalt der Chorlandschaft erleben

16 Chöre des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes treffen sich am 24. März in Butzbach zum "Kritksingen" mit Gerd Zellmann
Die Vielfalt der Chorlandschaft erleben, kann man am Samstag, 24. März in der "Alten Turnhalle" in Butzbach. 16 recht unterschiedliche Chöre mit abwechslungsreichem Repertoire haben Ihr Kommen angemeldet für eine Veranstaltung des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, die nicht nur für aktive Chorsänger interessant sein dürfte.
Das sogenannte "Kritiksingen" dient dem Austausch und Miteinander der regionalen Vereine und der Vorstellung von neuen Stücken in der Öffentlichkeit. Darüber hinaus ermöglicht es den Sängern und Zuhörern zugleich, die Gedanken eines unabhängigen Sachverständigen zu den Vorträgen zu erfahren. Die Grundidee ist, dass ein Chor mit relativ frisch eingeübten Stücken konstruktive Anregungen eines unabhängigen Juroren erhält - sei es zum konkreten Vortrag, zum Chor oder aber durch ganz allgemeingültige Tipps für jedermann im Saal. Für die Zuhörer eröffnen die Veranstaltung eine seltene Gelegenheit, so viele Gesangsgruppen aus der Region in einer Veranstaltung zu hören - oder sich die Gruppen vielleicht auch unter dem Aspekt anzuschauen, herauszufinden ob und wo man gerne mitsingen würde. Von Kinder- und Jugendchören über "middleager" bis zu den chorerfahrenen Senioren werden alle Klassen buntgemischt vertreten sein. Alle Musikinteressierten sind ab 14.00 Uhr eingeladen, sich in der schönen Atmosphäre der "Alten Turnhalle" einen Einblick in die Farbigkeit der hiesigen Chorlandschaft zu verschaffen. Die Chöre wurden jeweils in Gruppen zusammengefasst (geplanter Beginn der Gruppen ca. um 14, 15.15, 16.30, Ende gegen 18.00), in welchen um gegenseitiges Zuhören und Ruhe im Saal gebeten wird. In den Pausen zwischen den Gruppen ist Einlass und Verlassen selbstverständlich möglich. Kaffee und Kuchen sowie diverse Getränke werden im Vorbereich gereicht.
Als Juroren konnte man für die Veranstaltung mit Gerd Zellmann wieder eine menschlich wie fachlich geeignete Kapazität gewinnen. Gerd Zellmann studierte Schulmusik und evangelische Religion an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität sowie das Fach Chorleitung am Dr. Hoch´s Konservatorium Frankfurt am Main. Intensive Chorstudien bei namhaften Dirigenten im In- und Ausland folgten. Seit seinem siebzehnten Lebensjahr ist Gerd Zellmann Dirigent und leitet mittlerweile mehrere namhafte, leistungsstarke Chöre. Sein wohl bekanntester Chor ist der von ihm gegründete, international renommierte Chor belcanto Linsengericht. Von 1988 - 1992 war Zellmann als Musikbeauftragter des Main-Kinzig-Kreises für die Förderung der Musik- und Gesangvereine verantwortlich. Bis heute ist er freier Mitarbeiter der Kulturabteilung des Kreises und organisiert verschiedene Konzerte (z.B. für Schul- und Kinderchöre) sowie Fortbildungsveranstaltungen für jugendliche Chorsänger und Dirigenten. Seit 1994 ist Zellmann hauptberuflich tätig an der Kopernikusschule Freigericht, der größten allgemeinbildenden Schule Deutschlands. Neben seiner Unterrichtstätigkeit ist er hier verantwortlich für die chorische Arbeit mit den über 350 Kindern und Jugendlichen in den Chorklassen und der Oberstufe. Gerd Zellmann ist Mitglied im Bundesmusikausschuss des Hessischen Sängerbundes, Kreischorleiter des Sängerkreises Gelnhausen und 2. Vorsitzender des "Fachverbandes Deutscher Berufschorleiter". Durch die großen Erfolge bei Chorveranstaltungen im In- und Ausland sowie durch die Gestaltungen zahlreicher niveauvoller Konzerte hat er sich längst auch über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Gerd Zellmann ist ein gefragter Juror bei nationalen und internationalen Chorwettbewerben und Dozent bei zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen. Für seine besondere Leistungen auf kulturellem Gebiet wurde er im Jahre 1986 mit dem Kulturförderpreis und 2008 mit dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet. Gerd Zellmann ist Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs und wurde hierbei mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation eines Volksliedes ausgezeichnet.

 

 

Butzbach, 03.03.2012

Über drei Jahrzehnte dem Sängerbund gedient - stehende Ovationen für den ausscheidenden Vorsitzenden

Rückblick auf tolles Festjahr, Ausblick auf neue Aufgaben - "Kritiksingen" mit Gerd Zellmann am 24.03.2012 in Butzbach - "Kinder- und Jugendchorfestival Oberhessen" vom 22. bis 24. Juni in Bad Salzhausen
Ohne Vorsitzende(n), jedoch alles andere als plan- oder gar führungslos geht der Hausberg-Wettertal-Sängerbund aus der Jahreshauptversammlung hervor, die in diesem Jahr in Butzbach in der Gaststätte "Wilhelmshöhe" stattfand. Mit Heike Leander (Rockenberg), Heinz Klein (Ockstadt) und nunmehr Corina Dein (Nieder-Weisel) im geschäftsführenden Vorstand steht eine tatkräftige Truppe an der Spitze des HWS, die nichts desto trotz nach heranwachsender Verstärkung sucht.
Ausgerichtet wurde die Jahreshauptversammlung des Sängerbundes diesmal vom Gesangverein Butzbach, der 2013 auf sein 175-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Dementsprechend begrüßte zunächst der Männerchor unter der Leitung von Helmut Haub mit zwei Stücken die Delegierten der Mitgliedsvereine musikalisch und stimmgewaltig. Unter den Anwesenden willkommen heißen konnte Reinhard Bill, Vorsitzender des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, neben dem Ehrenkreischorleiter Helmut Haub u. a. auch den Ehrenvorsitzenden Helmut Volk und das Ehrenvorstandsmitglied Erwin Hobler. Auch dankte er dem Butzbacher Gesangverein für die Ausrichtung und wünschte allen Mitgliedsvereinen die in diesem (GV Eintracht 1912 Wölfersheim) sowie im nächsten Jahr (Gemischter Chor Frohsinn Nieder Weisel / Gründungsjahr:1888 und eben Gesangverein1838 Butzbach) Jubiläum begehen werden, alles Gute. Dann hielt R. Bill in seinem Vorstandsbericht Rückschau auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr des HWS. Neben den gelungenen Festveranstaltungen (Festgottesdienst, akademische Feier, Jugendchor-Workshop, Teilnahme der beiden Projektchöre an diversen Veranstaltungen, Jubiläumskonzert) gab es auch im vergangenen Jahr natürlich wieder viele andere Termine zu beachten (Ehrungen bei den Mitgliedsvereinen, überregionale Veranstaltungen, Beteiligung am Stand des Hessischen Sängerbundes am Hessentag…). Positiv auch der Kassenbericht des Schatzmeisters Heinz Klein: Trotz des Festes und der damit verbundenen Ausgaben konnte man sogar ein (so gar nicht mal geplantes) leichtes Plus verzeichnen. Hierfür sorgten diverse Spenden sowie insbesondere die zahlreichen Inserate im von Heike und Joachim Leander in mühevoller Arbeit initiierten und umgesetzten Festbuch.
Nachdem es zu den beiden Vorträgen des Vorsitzenden sowie des Schatzmeisters keine Wortbeiträge oder Fragen aus der Versammlung gab, folgte der Bericht des Kreischorleiters Alexander Launspach. Der bedankte sich zunächst bei seinen Chorleiterkollegen - Sabine Spahn (gemischtes Chorprojekt "Romantik meets Jazz"), Jörg Welker (Jugendchorworkshop), Günter Werner und Helmut Haub (beide zusammen mit Launspach beteiligt am Männerchorprojekt) - sowie den Vorstandskollegen und Organisatoren, die zum Festjahr die Projektchöre in´s Leben gerufen hatten, welche wiederum bei Veranstaltungen aller Art das Ihre zum Gelingen beigetragen haben. Dann kam er zum diesjährigen Kritiksingen, dass am 24. März in der Butzbacher "Alten Turnhalle" stattfinden wird. Entgegen der Vorankündigung in der letzten Versammlung wird der Juror nicht Prof. M. Schmoll sein (eine Verpflichtung war aus Termingründen letztlich nicht möglich), mit Gerd Zellmann hat man jedoch einen fachlich wie menschlich kompetenten Musikpädagogen finden können, der diese Stelle gut besetzt und den Chören sicherlich viel Positives mit auf den Weg geben wird. Schließlich ging Alexander Launspach noch kurz auf das aktuell bevorstehende Deutsche Chorfest in Frankfurt am Main ein (näheres zu den beiden letztgenannten Punkten folgte dann im zweiten Teil der Versammlung).
Als Jugendreferentin ließ Corina Dein ebenfalls noch einmal einen Aspekt des vergangenen Festjahres gedanklich aufleben und berichtete von Idee, Konzeption und Verlauf des Jugendworkshops "As long as I have music". Von Morgens bis nachmittags 17 Uhr hatte eine Truppe aus teils neuen Sänger/innen mehrere unbekannte Stücke aufführungsreif erarbeitete und zur Abendveranstaltung auf die Bühne gebracht. Ein Dank gilt auch allen Helfern, die z.B. bei der Verpflegung und allem Rundherum beteiligt waren. Weiter rief Corina Dein zur Beteiligung und Unterstützung bei vorhandenen Projekte (wie etwa dem 2012 wieder stattfindendem Kinder- und Jugendchorfestival Oberhessen) auf. Revisor Albert Fink, der mit Ewald Reitz gemeinsam die Verbandskasse geprüft hatte, bescheinigte Schatzmeister Heinz Klein ordnungsgemäße, gute Arbeit und dankte ihm sowie dem gesamten Vorstand für das Geleistete. Seinem Antrag auf Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig entsprochen. Somit stand den Neuwahlen nichts mehr im Wege. Zur Wahlleiterin wurde Elke Binzer (Pohl-Göns) ernannt, Mandatsprüfer sollten im Falle eines Falles Martin Wettner (Rockenberg) und Marion Zimmer (Nieder-Weisel) sein. Aus dem amtierenden Vorstand schieden in diesem Jahr Reinhard Bill (1. Vorsitzender) sowie Günter Werner (Schriftführer) aus, beide Ämter galt es neu zu besetzen. Erwartungsgemäß wurde Heike Leander, die bisherige zweite Vorsitzende, als (einzige) Kandidatin für den Vorsitz vorgeschlagen. In einer kurzen Ansprache begründete sie aber, warum sie ohne den Rückhalt eines Stellvertreters dieses Amt nicht annehmen werde. Sie berichtete von Ihrer Suche nach einem geeigneten Kandidaten, der das Stellvertreteramt übernehmen oder doch zumindest in es hineinwachsen könne. Sie appellierte nochmals an die Vereine, dass eine gute Interessensvertretung nur möglich ist, wenn es Menschen gibt, die dafür einstehen. Da eine mögliche Vakanz des Vorsitzes im Vorfeld mit dem Amtsgericht geklärt wurde, konnte diese Position auch tatsächlich offen bleiben, wenn man zu der amtierenden 2. Vorsitzenden und dem Schatzmeister noch einen dritten im Bunde des geschäftsführenden Vorstandes finde.
Für das Amt der Schriftführerein konnte die bisherige Beisitzerin / Jugendwartin Corina Dein gewonnen werden. Corina Dein, die seit drei Jahren dem Vorstand des HWS angehört, wurde von der Versammlung ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen gewählt. Ebenfalls einstimmig in seinem Amt als Beisitzer bestätigt wurde Heinz Gatz. Ein weiterer Beisitzerposten ging an Torsten Sprengel (Hingehört Bad Nauheim), dem der Dank der Versammlung für seinen Sprung ins Engagement auf dieser Ebene galt. Zu Revisoren wurden Reinhold Nauheimer und Michael Kostner ernannt. Die (leider wieder in geringer Zahl) anwesenden Chorleiter hatten sich derweil im Nebenraum beratschlagt und die Wiederwahl von Alexander Launspach zum Kreischorleiter vorgeschlagen. Diese Empfehlung wurde auch durch die Versammlung aufgenommen und abgesegnet. Nach Abschluss des Wahlvorgangs war es dem Vorstand und an dessen Spitze Heike Leander ein Anliegen, sich beim scheidenden Vorsitzenden zu bedanken. Reinhard Bill, so berichtete sie, wurde erstmals 1980 im Gasthaus Seipp in Ebersgöns als (aus damaliger Sicht) "junger Springer" in den Vorstand des Sängerbundes, damals mit dem 1. Vorsitzenden Helmut Hoffmann, aufgenommen. Seit damals brachte sich Bill ununterbrochen (davon 10 Jahre als 2. Vorsitzender und 5 Jahre als 1. Vorsitzender) in die Verbandsarbeit ein. So gab es von allerlei Stationen, unzähligen geopferter Stunden, vorgenommenen Ehrungen, Sitzungen, vor allem aber auch erfolgreicher Veranstaltungen, Feste und Projekte zu berichten, schließlich aber auch von unangenehmen Aufgaben, wie etwa Nachrufen auf Beerdigungen... Drei Jahrzehnte Dienst am Gesang auf Verbandsebene (neben seiner Tätigkeit im Verein) bedeuten ein großes Stück Lebensinhalt und in diesem Fall sicher auch Berufung. Hierfür hat Reinhard Bill auch schon einige Auszeichnungen erhalten. Und dennoch gelang es, ihn an der Jahreshauptversammlung noch zu überraschen. Auf Antrag des Vorstandes wurde er von der Versammlung einstimmig zum Ehrenvorstandmitglied ernannt und mit stehenden Ovationen bedacht. Neben einem Blumenstrauß und besten Grüßen für die immer hinter ihm stehende und auch jederzeit freundlich zupackende Ehefrau Waltraud Bill gab es noch ein ganz persönliches Geschenk von seinen Vorstandskollegen: eine gemeinsame Wochenendreise für das Ehepaar Bill in Begleitung der Vorstandsmitglieder an ein Weingebiet seiner Wahl.
Sichtlich gerührt nahm Reinhard Bill Auszeichnung und Geschenk mit einer kleinen Dankesrede entgegen. Er habe seine Tätigkeit gerne gemacht und gelebt, tolle Leute kennen gelernt, habe aber auch auf Zeit mit der Familie, auf Urlaub und vieles mehr verzichtet ... und letztlich nicht warten wollen, bis man sich frage, wann der "Tattergreis" denn aufhöre. Selbstverständlich sei er bereit, sich weiterhin einzubringen, rief aber vor allem auch die Versammlung dazu auf, Heike Leander und ihr Team, sowie auch die Vereine sich untereinander tatkräftig zu unterstützen. "Seid solidarisch, besucht gegenseitig Eure Feste" "Singen heißt verstehen - und wir müssen uns gegenseitig verstehen und nicht belächeln, sondern zusammenstehen", so gab er allen Anwesenden mit auf den Weg. Schließlich dankte er seinen Vorstandskollegen und entschuldigte sich vorsorglich: falls ich jemanden verletzt habe, weil ich frei geredet habe, so tut es mir leid, meine Arbeit jedoch kam von Herzen. Im Anschluss an diese "Herzensangelegenheit" wurden alle Versammlungsteilnehmer zu einer reichhaltigen, leckeren Kuchentafel eingeladen, gespendet und gebacken von den Butzbacher Sängerinnen und Sängern bzw. Partner/innen. Mit ansteckend fröhlichem Gesang, vorgetragen vom Butzbacher Frauenchor, unter dem Dirigat der Vizechorleiterin Andrea Kroll sowie in temperamentvoller musikalischer Begleitung von Mitzi Mc Manus (Chorleiterin Svetlana Laubach war aus familiären Gründen verhindert), ging es dann aus der Pause heraus wieder ins Tagesgeschäft.
Zunächst wurde die Gruppeneinteilung für das am 24. März bevorstehende Kritiksingen bekannt gegeben und noch einmal dargestellt, dass trotz des etwas sperrigen Namens Ziel der Veranstaltung nicht etwa eine vernichtende Kritik, sondern eben konstruktive Anregungen und Tipps für die Chorarbeit sowie natürlich auch das Miteinander und der Austausch der Vereine sind. Eine Einsingmöglichkeit für die Chöre, so teilte Heinz Gatz mit, besteht in zwei Räumlichkeiten der Gabriel-Biel-Schule. Zuhörer aller Art sind ab 14.00 Uhr in der schönen Atmosphäre der "Alten Turnhalle" eingeladen, sich einen Einblick in die Vielfalt der hiesigen Chorlandschaft zu verschaffen. Von Kinder- und Jugendchören über "middleager" bis zu den chorerfahrenen Senioren werden (inklusive unterschiedlichem Repertoire) alle Klassen buntgemischt vertreten sein. Kaffe und Kuchen sowie diverse Getränke werden im Vorbereich gereicht. Die Chöre wurden jeweils in Gruppen von ca. einer Dreiviertelstunde zusammengefasst, in welchen um gegenseitiges Zuhören und Ruhe im Saal gebeten wird. In den Pausen zwischen den Gruppen ist Einlass und Verlassen selbstverständlich möglich. Reinhard Bill berichtete dann von der Umsetzung der Idee, interessierten Sängern z.B. des HWS-Männerchorprojektes nun eine Beteiligung am Deutschen Chorfest in Frankfurt zu ermöglichen. Dort findet unter dem Motto "Reine Männersache" am 9. Juni ab 15 Uhr am Römerberg ein offenes Singen für Männerchöre mit erwartet ca. 1.000 Sängern statt. Eine Anmeldung auch einer HWS-Abordnung erfolgte auf dem Grundstock von Sängern des GV Butzbach, der Harmonie Fauerbach und des Männerchores aus Rödgen. Eine Nachmeldung von einzelnen Sängern, die sich beteiligen wollen ist noch in den nächsten Tagen möglich. Hierfür benötigte Noten werden vom HWS gestellt, der Eintritt zu dieser und anderen Veranstaltungen inklusive RMV-Tagesticket ab Friedberg beträgt 12,50 EUR. Anmeldung und weiter Infos über Probemöglichkeiten gibt es per Kontakt über die Homepage des HWS bzw. persönlich durch Reinhard Bill oder Heike Leander. Auf Nachfrage erläutert wurde auch, warum die Veranstaltung "Reine Männersache" initiiert wurde und dass es natürlich auch viele andere Veranstaltungen gibt, auf die auch die Vereine aufmerksam gemacht wurden. Thematisiert wurde die unglückliche Terminüberschneidung mit dem Landesturnfest in Friedberg und dem Hessentag in Wetzlar, die wohl letztlich aus der Flucht vor "König Fußball" zu erklären ist.
Auf das in diesem Jahr wieder stattfindende Kinder- und Jugendchorfestival Oberhessen in Bad Salzhausen (diesmal direkt vor den Ferien - vom 22. bis 24. Juni 2012) wies Heike Leander hin - eine nach wie vor tolle Gelegenheit für Kinder und Jugendliche, ganz viel Musik, aber auch Lagerfeuerromantik, Austausch mit anderen Kindern und kleine Abenteuer zu erleben... Alle Interessierten Eltern, Betreuer, Chorleiter können sich entweder bei ihrem Verein oder direkt beim HWS melden und anmelden. Dann bekamen die Vertreter der dies- und nächstjährigen Jubliäumsvereine (wie oben bereits genannt sind dies in diesem Jahr die Eintracht Wölfersheim sowie im nächsten Jahr Frohsinn Nieder-Weisel und Gesangverein Butzbach) die Gelegenheit, eine kurze Vorschau auf die jeweiligen Jubiläen zu halten. Gastgeber der nächsten Jahreshauptversammlung des HWS, terminiert auf den 23.2.2012, wird der Frohsinn Nieder-Weisel sein. Schließlich wurde noch darauf hingewiesen, dass sowohl Änderungen bei Vorstands- oder Chorleiterwechsel dem HWS mitgeteilt werde sollten, als auch chorische Termine zur Veröffentlichung auf der Homepage angegeben werden können. Die Adresse der Homepage lautet: ww.hws1861.de

 

 

Bad Nauheim, 02.10.2011

Die Mischung macht's

Finale 150 Jahre Sängerbund: Projektchor um Sabine Spahn begeistert mit Romantik und Jazz
Bad Nauheim-Steinfurth. "Das war mal was anderes", fasst Chorleiterin Sabine Spahn ein Chorkonzert zusammen, das am Sonntag mit seiner munteren Mischung aus Romantik und Jazz hervorragende Stimmung in den festlich geschmückten Steinfurther Rosensaal zauberte. Mit stehenden Ovationen feierten die zahlreichen Zuhörer den Projektchor des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes und trauerten auch ein wenig mit. Denn mit dem Höhe- war auch ein Schlusspunkt hinter die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag des Sängerkreises gesetzt.
Eine eindrucksvolle Bandbreite chormusikalischer Leckerbissen hatten die 32 Sänger aus ganz Hessen und Stuttgart innerhalb eines halben Jahres mit Sabine Spahn aus Alsfeld erarbeitet. Wie zu hören und auch zu sehen war, hatte die spannende musikalische Reise durch die Genres den laut Spahn "hart gesottenen" Sangesfreunden viel Freude gemacht. Das Ergebnis zahlloser Probestunden ging mitunter ganz schön unter die Haut - nicht nur den Zuhörern, sondern auch den Sängern zwischen 17 und 75 Jahren.

Romantische Klänge nach Noten von Dvorak, Brahms und Rheinberger stimmten auf ein festliches Erleben ein, und mit dem bezaubernden "Vem kan segla förutan vind/ Wer kann schon ohne Wind segeln" des schwedischen Meisters Gunnar Eriksson (geb. 1936) kam eine frische Brise auf. Bevor sich der Chor vor der Pause mit Moore's "Irish Blessing" von der Romantik verabschiedete und beim Jazz anklopfte, hatte sich ein 13-köpfiges Ensemble mit Silchers vertrauten Melodien geschmeidig in einen "Kühlen Grund" und in die Herzen gesungen. Mit Herzensbrechern wie Leonard Cohen's "Hallelujah" oder Eric Clapton's "Tears in Heaven" knüpfte das Ensemble später an seine Hochform an. Den Boden hatte der Projektchor zur Klavierbegleitung von Martin Bauersfeld mit groovenden Klassikern wie "Sing, sing, sing" oder den "Champs-Elysées" zum Mitsingen für alle bereitet. Die ersten Bravorufe wurden laut, und auch für wippende Füße und schnippende Finger gab es in den Zuhörerreihen kaum noch ein Halten. Der Klang gewann an Transparenz und Strahlkraft, dynamische Variationen gelangen mit traumwandlerischer Sicherheit, und im Publikum konnten die zahlreichen aktiven Sänger fast neidisch werden auf den satten Männersound und die geschmeidigen Frauenstimmen.

Nicht zuletzt dank der erstaunlich guten Akustik im Rosensaal sprang ein ganzes Feuerwerk von Freudenfunken über. Das bewegte "Shoo Fly Pie" geriet zum mitreißenden Ohrwurm und riss später als Zugabe gleich noch einmal Sänger wie Zuhörer mit. Eher andächtig klang das Jubiläumsfinale mit "Gabriellas Song" aus dem Kinostreifen "Wie im Himmel" aus. Wie auf Wolke 7 mögen sich die Sänger bei Robert Sunds "Goodnight" gefühlt haben, und so verfehlte auch Karl Jenkins' abschließendes "Adiemus" nicht seine mystische Wirkung.
Sie habe mit dem Projekt "Romantik meets Jazz" Impulse geben wollen, freute sich Heike Leander mit einem lachenden und einem weinenden Auge über das großartige Gelingen und den harmonischen Zusammenklang im ursprünglich bunt zusammen gewürfelten Chor. "Ihr liegt mir am Herzen", rief sie in den Saal. Der zweiten Vorsitzenden des Sängerbundes und ihrem Mann Joachim Leander gebührten tosender Applaus und der Dank für die leidenschaftliche Organisation, dem Pianisten Martin Bauersfeld für die einfühlsame Begleitung, dem Schlagzeuger Hans-Georg Otterbein fürs Fingerspitzengefühl und den vielen fleißigen Helfern für ihre Unterstützung. Mit Ovationen wurde Chorleiterin Sabine Spahn gefeiert.
Text und Fotos: Annette Hausmanns

 

 

Bad Nauheim, 30.01.2011

Ein Gotteshaus voller Geburtstagskinder

Beeindruckender Festgottesdienst zum runden Jubiläum - Männergesangverein Eintracht Rödgen und Hausberg-Wettertal-Sängerbund feiern 150-Jähriges
Bad Nauheim. Einen festlicheren Auftakt zum Jubiläumsjahr hätten sich die mehreren Hundert musikalischen "Geburtstagskinder" nicht wünschen können, die am Sonntagmittag die katholische St.-Bonifatius-Kirche bis auf den letzten Platz füllten. Mit einem bewegenden Festgottesdienst läuteten Chöre und Vertreter aus 26 Mitgliedsvereinen im Hausberg-Wettertal-Sängerbund (HWS) die Feierlichkeiten zum Doppelgeburtstag ein: sowohl der Männergesangverein (MGV) Eintracht Rödgen als auch der Sängerbund selbst feiern ihr 150-jähriges Bestehen. Als die Abordnungen mit ihren prachtvollen Standarten ins durchsonnte Kirchenschiff einzogen, schlugen die Herzen schon höher. Dem feierlichen Moment setzte Regionalkantor Nicolo Sokoli an der Orgel mit einem majestätischen Allegro von Mendelssohn-Bartholdy die Krone auf. Und als über 60 Männer im Jubiläums-Projektchor ihre Stimmen erhoben, war das Gänsehautgefühl perfekt. Der mittelalterliche Hymnus "Alta trinita beata" schien das Kirchendach förmlich gen Himmel zu öffnen.

Im Namen des HWS hieß Vorsitzender Reinhard Bill die Gottesdienstbesucher willkommen, unter ihnen auch die Bürgermeister verschiedener Wetterauer Kommunen. Eintracht-Vorsitzender Erhard Langsdorf freute sich, der Geburtsstunde seines Traditionsvereins in diesem festlichen Rahmen zu gedenken. Unter den Vorfahren und musikalischen Weggefährten schloss man auch zwei weitere Jubelvereine aus der Wetterau in die Gebete mit ein: auch der Liederkranz Nieder-Weisel wird in diesem Jahr anderthalb Jahrhunderte alt, auf eine hundertjährige Geschichte kann der Edelweiß Gambach zurückblicken. Dekan Pfarrer Hans-Joachim Wahl begrüßte die Entscheidung, das Jubeljahr mit einem ökumenischen Gottesdienst zu beginnen. Heutzutage sei es schon etwas Besonderes, dass man sich im Namen dessen versammelt, der "uns seinen Geist schenkt, damit wir das Lob Gottes singen". Aus seinem Rückblick auf die Geschichte des Chorgesanges in der Wetterau schloss Pfarrer Wahl in seiner Predigt, dass es ein "Segen sein kann, wenn ein unbequemer Lehrer strafversetzt wird". Gemeint war Jakob Jost, der nach seiner Versetzung nach Griedel vor 150 Jahren dem Sängerbund die entscheidenden Impulse gab.
"Wer singt, legt ein Bekenntnis ab", unterstrich Wahl die Beutung des Gesanges als Ausdruck von Freiheit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Glaube. "Wer weiß, wo er hingehört, kann sich auch aus der Hand geben, kann begeistern und mitreißen." Der Geistliche, selbst leidenschaftlicher Musiker, unterstrich, dass Lieder Herz und Gemüt stärken, Geborgenheit, Trost und tiefe Freude schenken statt einen "kurzfristigen Spaß". Der Chorgesang stärke die Gemeinschaft, in ihm spiegle sich der Himmel. "Gut, dass es die Musik gibt", rief Pfarrer Wahl ins andächtig lauschende Kirchenschiff.

Es war dann auch himmlische Musik, die durch die Liturgie mit Lesungen führte, die Pfarrerin Heidrun Höck dem Anlass entsprechend ausgewählt hatte. Ein schwebendes Kyrie sang der gemischte Projektchor des Sängerbundes von der Empore herab, die Männer antworteten mit Beethovens "Die Himmel rühmen" und der gemischte Chor mit dem transparenten "Ave verum corpus" aus der zeitgenössischen Feder von Trond Kverno. Seit Monaten hatten beide Projektchöre geübt, die gemischte Formation unter Chorleiterin Heike Spahn und die Männer mit Kreischorleiter Alexander Launspach, Chorleiter Günter Werner und Ehrenchorleiter Helmut Haub. Auch beim Gottesdienst dirigierten sie im Wechsel. Bis Oktober werden die Chöre auf Zeit fortbestehen und auftreten. Die Fürbitten leitete die Rödgener Eintracht unter ihrem Dirigenten Alexander Launspach mit Kreutzers romantisch angehauchtem "Forschen nach Gott" ein. Welch bezaubernde Klangwelten zwölf versierte Sänger öffnen können, ging auch bei Mendelssohns "Beati mortui" unter die Haut. Mitgerissen stimmte die ganze Gemeinde ins gemeinsame Loblied ein, bevor der Männer-Projektchor zum fulminanten "Lobt den Herrn" nach der Melodie des "Trumpet Voluntary" ansetzte. Unter brausendem Applaus und zu Fletcher's buchstäblich berührender "Festival Toccata" zogen die Fahnenträger mit Michael Diehl von der Eintracht vorneweg aus dem Gotteshaus aus, und auch vor Sokolis glänzendem Orgelspiel verneigte sich die Gemeinde. Durchs Fahnenspalier ging es bei Sonnenschein und Eiskälte zum Sektempfang im Gemeindehaus.

 

 

Bad Salzhausen 27. - 29.08.2010

2. Oberhessisches Kinder- und Jugendchorfestival

„Zusammen sind wir stark, zusammen schaffen wir`s !“ mit diesem Powersong eröffneten die Jüngsten im Kurhaus Bad Salzhausen ihren Chorworkshop unter der Leitung von Helmut Vorschütz – und gaben damit ein Motto aus, das beim Zweiten Oberhessischen Kinder- und Jugendchorfestival in Bad Salzhausen für Groß und Klein gelten konnte. Gemeinsam bewältigte man das wechselhafte Wetter, erfreute sich an zwei urigen Lagerfeuerabenden und großen Schnitzeljagden unter der Leitung von Wolfram Peppler, Jugendreferent des Niddatal-Sängerbundes, einem fetzigen Karaokeabend mit Polonaisen, einer Matinee mit dem Gospelchor „Injoy“ Usingen und dem Kinderchor Wernborn (Leitung beider Formationen: Dozent Günter Werner), sowie einer großartigen Abschlusspräsentation.
Die Songs, die Helmut Vorschütz, Leiter der Musikschule Heppenheim einstudierte, führten die jungen Teilnehmer um die ganze Welt: Man lernte fremde Sprachen nachzusingen, witzige Bewegungen dazu zu machen, „Guten Tag“ - Sagen, mal mit einem Regen- und dann einem Sonnengesicht, fest stehen, kräftig und mit weit offenem Mund singen, klatschen und sogar, wie man über das alles noch eine Oberstimme hinbekommt.

Sabine Spahn, Chorleiterin und Gesangspädagogin aus Alsfeld, hatte schon vor zwei Jahren den Workshop für die Jugendlichen geleitet. Mit dem „Hallelujah“ von Leonard Cohen, mit „Adiemus“ von Karl Jenkins und dem als Regenwaldsong inszenierten „The Lions Sleep Tonight“ traf sie bei den Jugendlichen genau ins Schwarze. Toll war auch, dass einige Tenöre und Bässe aus Chören der Umgebung mitprobten und den Gesang der Jugendlichen verstärkten. Alles in allem klang es nach knapp zwei Tagen schon richtig professionell – das fanden auch die Freunde und Familien, als sie den Jugendchor bei der Präsentation hörten. Sie konnten es kaum glauben, was in so kurzer Zeit gesanglich erreicht wurde.Ziemlich laut und rhythmisch ging es beim Trommelkurs von Günter Werner aus Pfaffenwiesbach zu. Hier lernten die Workshopteilnehmer jede Menge über den richtigen Umgang mit Klöppeln, Schlaghölzern, Zimbeln und afrikanischen Original-Djemben (Becher-trommeln aus einem ausgehöhlten Baumstamm). Am Ende kannten die Teilnehmer den Unterschied zwischen verschiedenen Schlägen und zarten Dips auf das Fell und bekamen zwei unvergessliche Auftritte bei der Präsentation hin!
Zusammen genoss man auch die aufwendige, perfekte Gesamtorganisation, die in den Händen des Fördervereins „Kinder- und Jugendchorfestival Oberhessen“ lag. Dort wiederum hatten besonders Heike und Joachim Leander die Fäden in der Hand. Gelobt wurde auch das leckere Essen, die urige Unterkunft in professionellen Zelten vom Katastrophenschutz Hessen und die reibungslose Zusammenarbeit der unterstützenden Gesangvereine aus dem Niddatal- Sängerbund, sowie Vorstandsmitgliedern und helfenden Händen aus unserem Sängerkreis. Bei der Präsentation am Sonntag konnten sich der Präsident des Hessischen Landtags und Schirmherr der Veranstaltung, Norbert Kartmann, Landrat Joachim Arnold, der Präsident des Hessischen Sängerbundes, Claus Peter Blaschke, der Vorsitzende der Chorjugend Werner Schupp, der Vorsitzende des Fördervereins, Günther Herzberger, der Vorsitzende des HWS, Reinhard Bill sowie Nidda´s Stadtrat Hans Gotthard Lorsch über ein volles Haus und ein wundervolles musikalisches Programm freuen. Mit einem großen Dankeschön der Honoratioren an alle Eltern und Helfer, Sponsoren und die federführenden Dozenten ging ein rundum gelungenes dreitägiges Festival zu Ende, das das Engagement der Organisatoren und Helfer streckenweise bis an die Grenzen des ehrenamtlich Machbaren forderte. Doch der Aufwand lohnte sich: Strahlende Kindergesichter und spürbare Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren waren aller Mühen wert – und ist die beste Werbung für den Chorgesang der Zukunft.

 

 

Nieder Weisel, 06.03.2010

Die diesjährige Mitgliederversammlung fand auf Einladung des "Liederkranz" Nieder-Weisel im dortigen "Feuerwehrgerätehaus" statt. Als Gäste konnte der 1. Vorsitzende des HWS, Reinhard Bill, u. a. den Landtagspräsidenten Norbert Kartmann begrüßen, der auch die Schirmherrschaft für das 150-jährige Jubiläum des Sängerbundes übernehmen wird. Der Ehrenvorsitzende des HWS Helmut Volk und der Ehrenkreischorleiter Helmut Haub wurden ebenfalls willkommen geheißen.
Zum Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Sängerinnen und Sänger erhob sich die Versammlung, stellvertretend wurde an Helmut Hofmann erinnert, der Initiator der Wieder-Neu-Gründung des HWS nach dem Krieg und dann 35 Jahre erster Vorsitzender desselben war.

Es folgten die einzelnen Berichte des Vorsitzenden, des Geschäftsführers (Heinz Klein), des Kreischorleiters (Alexander Launspach), der Jugendreferentin (Corina Dein), der Frauenreferentin (Gaby Wassmuth) sowie der Revisoren (Hermann Heinstadt und Arnold Marx). Die Berichte gaben Einblick in den laufenden Geschäftsbetrieb des Vorstandes mit diesmal 48 Veranstaltungsbesuchen, der Ehrung von 50 Aktiven, 18 Mitgliedern in Kinder- und Jugendchören sowie 147 Förderern des Chorgesanges. Anlässlich des Jubiläumsliederabends zu seinem 25-jährigen Chorleiterjubiläum in Butzbach erhielt Helmut Haub die Würdigung für sein Gesamtwirken u. a. auch durch den neuen Präsidenten des Hessischen Sängerbundes, Klaus-Peter Blaschke. Ebenfalls für 25-jährige Chorleitertätigkeit beim Kammerchor cantus firmus Wetterau wurde Werner Ciba mit der silbernen Ehrennadel des HSB ausgezeichnet.
Weiter erfuhren die Anwesenden von verschiedenen Tagungen und übergeordneten Versammlungen, an denen auch Vertreter des HWS teilgenommen hatten. Positive Resonanz erfuhr der HWS auf die eigenen Veranstaltungen, die man im Jahr 2009 durchgeführt hatte, nämlich das Jugend-Workshop "Gospel alive" mit Jörg Welker in Steinfurth (mit Aufführung in der evangelischen Kirche) sowie den Seniorennachmittag in der Alten Turnhalle in Butzbach.Auch Ausblicke auf Unternehmungen noch in diesem Jahr wurden unternommen. So ging es um die Durchführung des Kritiksingens sowie um die Frage, ob man langfristig z.B. eine solche Veranstaltung zusammen mit einem anderen Sängerbund durchführen sollte.

Unter der Beteiligung mehrerer oberhessischer Sängerbünde, insbesondere aber mit großem Engagement von Heike und Joachim Leander wird auch 2010 wieder ein Kinder- und Jugendchorfestival in Bad Salzhausen durchgeführt werden, diesmal mit Sabine Spahn und Helmut Vorschütz. Vom 27.-29. August findet diese einzigartige Veranstaltung mit Zeltlager, Lagerfeuer, Kinderwiese, Workshop für die Altersklassen von 6 bis 27 Jahren und zertifiziertem Fortbildungsseminar für Lehrer, Erzieher, Betreuer und Chorleiter statt.

Ein weiteres Thema war natürlich auch das bevorstehende Jubiläumsfest des HWS, insbesondere die geplanten Chorprojekte und das Festbuch.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Wahlen" waren folgende Positionen turnusgemäß zu besetzen: 2. Vorsitzende(r), Jugend-Beisitzer und ein weiterer Beisitzer. Einstimmig im Amt bestätigt wurde Heike Leander (Rockenberg) als zweite Vorsitzende. Nach einem kurzen Rückblick auf 25 Jahre Tätigkeit in diesem Vorstand, dankte Heike Leander schließlich ihrem Ehemann für dessen Geduld und Unterstützung, ohne die ein solches Wirken nicht möglich wäre. Nach 26 Dienstjahren stellte Erwin Hobler (Oppershofen) sein Amt zur Verfügung. Außerdem hatte Regina Wolf, bisherige Jugend-Beisitzerin eine Woche zuvor nach reiflicher Überlegung bekannt gegeben, dass sie aus beruflichen Gründen in dieser Periode nicht würde kandidieren können. Ohnehin schon ein wenig in dieses Amt mithineingewachsen war die 2009 in den Vorstand gewählte Corina Dein, die sich nun durch Umsetzung auch künftig um die Jugendarbeit kümmern wird. Als Nachfolger für Erwin Hobler wurde Andree Wagner (Griedel) einstimmig gewählt. Für den nun vakanten Posten eines weiteren Beisitzers konnte noch kein Nachfolger gefunden werden. Die Versammlung stimmte dem Vorschlag zu, in eigenen Reihen nach einer geeigneten Person zu suchen. Somit besteht der Vorstand bis auf weiteres aus 10 Mitgliedern. Schnell gefunden waren die künftigen Kassenprüferinnen für 2010, nämlich Regina Müller (Nieder-Mörlen) und Susanne Amos (Nieder-Weisel).

Anschließend an die Wahl wurde Erwin Hobler mit entsprechender Urkunde und Präsent für seine langjährigen Verdienste zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt.

Zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedete der gemischte Chor des "Liederkranz" Nieder-Weisel mit seinem Chorleiter Jochen Stankewitz die Delegierten mit den beiden Stücken "Mit Lieb bin ich umfangen" und "Wach auf mein´s Herzens Schöne". Nicht unerwähnt bleiben soll auch die leckere Verköstigung der Delegierten mit selbstgebackenem Kuchen, Kaffee und Kaltgetränken durch die Sängerinnen und Sänger des gastgebenden Vereines.

 

 

Butzbach, 25.10.2009

Schöne Stunden beim Hausberg-Wettertal-Sängerbund..
Schöne und unterhaltsame Stunden hatten die Gäste, die den Seniorennachmittag des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes am vergangenen Sonntag besuchten. Nicht nur leckere selbstgebackene Kuchen, sondern vor allem auch ein sehr ansprechendes Programm trugen zur durchweg positiven Resonanz im gut gefüllten Saal der "Alten Turnhalle" bei.

Nachdem der Sängerbund im September erfolgreich einen Jugend-Chor-Workshop veranstaltete, stand am Butzbacher Marktsonntag eine andere Altersgruppe der Mitgliedsvereine im Mittelpunkt. Man hatte die Generation 60 plus eingeladen. Dass diese Altergruppe zumeist noch sehr aktiv und agil ist, zeigte sich sowohl im Saal, als auch teilweise auf der Bühne. Aber auch ehemalige Sänger und Sängerinnen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv am Chorgesang teilnehmen können, fanden zur Freude der Veranstalter in größerer Zahl den Weg in Butzbachs "gute Stube". So fand sich natürlich auch die Gelegenheit zu dem einen oder anderem Plausch.

Angetan war man seitens der Besucher von dem stimmigen und abwechslungsreichen Programm, dass von Sanges-, Tanz- und Wortvorträgen bis hin zur Gelegenheit der aktiven Teilnahme reichte. Zunächst hatte ein imposanter Chor auf der Bühne Aufstellung genommen: der Männerchor Butzbach in Unterstützung befreundeter Sänger der Harmonie Fauerbach - allesamt unter der Leitung von Helmut Haub. Nach dem Eröffnungsstück "Harmonie" und der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des HWS, Reinhard Bill, trug man "Des Handwerkers Abendgebet" (mit einem schönen Soloteil des ehemaligen Mainzer Hofsängers Hans Gievers) sowie "Pferde zu vieren traben" vor. Etwas für´s Auge und flotte Musik bot der 1. Auftritt der Tanzgruppe Butzbach (gegründet von Frau Dransfeld, nun unter der Leitung von Frau Dosch) mit einem bunt-quirligen Square-Dance - eine Bereicherung für die Veranstaltung. Günter Werner, u.a. Chorleiter des Männerchores in Ober-Mörlen und seit diesem Jahr Mitglied des Musikausschusses des HWS, lud dann mit seiner "Quetschkommode" alle Anwesenden zum Mitsingen ein. Das wurde dankbar angenommen, so dass sich (auch dank ausgeteilter Textpassagen) ein toller großer Chor formierte und man sehr viel Spaß am gemeinsamen Gesang hatte.

Nach einer schmackhaften Kaffeepause - es wartete ein wahrlich verlockendes Angebot auf hungrige Abnehmer - ging es weiter im Programm. Mit der "kleinen Nachtmusik", "Memory" und "Kalinka" heimste der Freude ausstrahlende Frauenchor Butzbach unter der Leitung von Svetlana Laubach viel Applaus und gute Kritiken für die musikalische Leistung ein. Der Bürgermeister der Stadt Butzbach, Michael Merle, hatte sich - trotz sicherlich vollen Terminkalenders - die Zeit genommen, die Veranstaltung der HWS zu besuchen und zeigte sich nicht nur beim gemeinsamen Singen vollauf integriert in die Schar der Musikbegeisterten, sondern brachte dies auch bei seinem Grußwort so zum Ausdruck.

Begeistert waren die Zuhörer vom Auftritt der Sängerin Maria Hahn aus Steinfurth, die mit Ihrer Gitarre unter dem Arm recht unglamourös die Bühne betrat und dann mit ihrer Stimme und den mit bedacht gewählten Liedermacher-Stücken alle Anwesenden mitriss. Es folgte ein zweiter Aufritt der Tanzgruppe. Diesmal drehten sich die Tänzerinnen virtuos mit selbstgeschneiderten Reifrock-Kleidern zu einem Menuett von Mozart und hatten wieder die Zuschauer auf ihrer Seite.

Mit viel Wehmut verfolgte man den nächsten Auftritt: Der Mundartchor Heimatland wird in diesem Jahr seine Singbetrieb einstellen und dem HWS nur noch als "ruhender Verein" angehören. Kaum glauben möchte man das, wenn man den Chor das "Butzbach Lied" (komponiert und getextet von den Herren Uhl und Bauer) intonieren hörte. HWS-Vizevorsitzende Heike Leander und Reinhard Bill ließen in einem Rückblick noch einmal Erinnerungen Revue passieren an einen außergewöhnlichen Chor und etwa die nette Aufnahme beim Singstundenbesuch durch HWS-Vorstandsmitglieder anlässlich von Ehrungen. Mit großem Dank wünschte man den Sängerinnen und Sängern persönlich weiterhin alles Gute und versprach eine gute Erinnerung. Dann folgten noch zwei weitere Gesangsvorträge durch den Chor.

Lustig wurde es dann noch einmal bei einem Vortrag von Heinz Klein und Regina Wolf, bei dem man mit einem großen Augenzwinkern "Die Chorprobe" unter die Lupe nahm. Ein versöhnlicher Ausklang zu einer gut angenommenen Veranstaltung.

Ein großer Dank gebührt schließlich all den Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben - sei es beim Aufbau, durch Kuchenspende, hinter der Bühne, beim Servieren der Getränke, beim Abräumen oder beim Sauber machen. Mit solchen Erfahrungen sieht der Vorstand des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes auch weiteren Herausforderungen z.B. im Jubiläumsjahr 2011 positiv entgegen. Wer sich näher über den HWS informieren möchte, kann dies gerne über die Homepage tun.

 

 

Steinfurth, 19.09.2009

Gospel heisst Veränderung
Viel Freude und hohes Niveau beim Jugend-Workshop des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes

Begeistert aufgenommen wurde der Workshop "Gospel Alive" mit Jörg Welker sowohl von den jugendlichen Teilnehmern, als auch vom Publikum des Abschlusskonzertes in der evangelischen Kirche von Steinfurth. Lebhaftes Mitklatschen und lautstarke Zugabeforderungen der Zuhörer waren die logische Folge und der verdiente Lohn für einen Tag intensives Proben, an dem man sich 9 (!) neue Stücke erarbeitete - wobei wohlgemerkt weder die Qualität noch der Spaß auf der Strecke blieben.

Um 10.00 Uhr vormittags begann der Workshop im Vereinstreff Steinfurth. Fleißige Helfer hatten bereits Kaffee und Getränke bereitgestellt, Stühle zurecht gerückt und alles vorbereitet - später sollten Salate, Würstchen und Kuchen folgen. Auch Jörg Welker kam bestens gerüstet, mit E-Klavier, ausreichend Notenmaterial und einigen Demo-Tapes - zur Entlastung der eigenen Stimme.

Dann hieß es sich erst einmal beschnuppern, kamen doch die jungen Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Chören oder waren auch zum ersten Mal in einer Chorprobe gelandet. Doch das Eis schmolz dank der unkonventionellen Art des Workshopleiters schnell und auch in den Pausen ließ es sich gut Kontakte knüpfen. Auch fand manche zu ihrer eigenen Überraschung eine gute Freundin unverhofft ebenfalls am Workshop teilnehmend.

Was das von der Wand leuchtende Plakat "Gospel heißt Veränderung" bedeuten sollte erfuhren die Anwesenden bald. Im Gegensatz zu streng an der Notierung anknüpfenden Chorliteratur ist Gospelmusik eine lebhafte, sich an die jeweiligen Stimmungslagen und Situationen orientierende Musik. So kann es durchaus passieren, dass ein und dasselbe Stück in zwei verschiedenen Aufführungen ganz anders klingt. Daher heißt es sich einlassen, und nicht an den Noten zu kleben. Das gelang den Workshopteilnehmern sehr gut. Sie wuchsen über sich selbst hinaus und es wurde so manches schlummernde Talent entdeckt. Auch die beiden Jungs (unterstützt von Routinier Joachim Leander, der ursprünglich nur zum Helfen gekommen war) schlugen sich gut und werden hoffentlich zum nächsten ´mal noch einige Mitstreiter dazugewinnen können.

Von dem tollen Resultat zeigte sich selbst Jörg Welker beeindruckt. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, innerhalb von wenigen Stunden eine solche Menge für die Sängerinnen und Sänger völlig neue Literatur in guter Qualität einzustudieren. Aber das Engagement war da. Teilnehmer, die aus zeitlichen Gründen bei der Aufführung gar nicht mehr anwesend sein konnten, kosteten jede Minute des Einstudierens aus, andere kamen von der Arbeit nach, um noch irgendwie teilnehmen zu können. Das erarbeitete Repertoire reichte von besinnlich bis mitreisend fröhlich - alles in englisch, was aber bei dem Thema "Gospel Alive" niemanden wundern dürfte. Folgende Stücke wurden einstudiert: Power Of Your Love; Open The Eyes Of My Heart; I Give You My Heart; Come, Now Is The Time To Worship; Fahter; We Lift Our Hands; You Are Holy; Speak To My Heart und Come, Let Us Sing.

Mit diesem Programm im Gepäck ging man dann zur evangelischen Kirche hinüber, wo man zunächst einen kurzen Probedurchlauf machte. Um 18.00 Uhr konnte der 1. Vorsitzende des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, Reinhard Bill, dann guten Mutes das Publikum begrüßen, dass - wie bereits berichtet - restlos begeistert von den Darbietungen war. Zufrieden sind ebenfalls die Organisatoren, da man neue Sängerinnen gewinnen konnte, und in der Hoffnung, dass sich herumspricht, wie viel Freude die Veranstaltung gemacht hat. Dann ist eine baldige Wiederholung - vielleicht mit noch mehr als 25 Teilnehmern - durchaus möglich. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an Norbert Kartmann, der - wie bereits zuvor schon bei verschiedenen anderen Veranstaltungen - einen Obolus für die Sängerjugend beisteuerte.

Neue Projekte des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes stehen an, und dies nicht erst zum großen Jubiläum des Bundes im Jahr 2011.

 

 

Butzbach, 07.03.2009

Helmut Haub - ein vorbildlicher Chorleiter am Puls der Zeit....
Große Gratulantenschar lobte Lebenswerk beim Frühlingsliederabend

Mit einem bunten Strauß herrlicher Melodien und feinstem Chorgesang begeisterte am Samstagabend im Butzbacher Bürgerhaus ein Frühlingsliederabend, der zu Ehren des Nieder Weiseler Chorleiters Helmut Haub im Rahmen des kulturellen Faselmarkt-Programms stattfand. Die dreistündige Veranstaltung unter der perfekten Organisation des Butzbacher Gesangsvereines von 1838 e.V. (Frauen- und Männerchor) huldigte dem verdienstvollen musikalischen Leiter, der es zusammengerechnet derzeit auf äußerst bemerkenswerte 280 Jahre Dirigenten- und Chorleitertätigkeit in den von ihm betreuten mittelhessischen Chören bringt.

Und neben den zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürgern hatten sich seine einst von ihm geleiteten und die aktuell betreuten Gesangsvereine gerne eingefunden, um nach Jahren wieder ein Treffen der Haub`schen Chöre" nach Noten mit Sang und Klang zu feiern. Eine große Schar von Gratulanten hatte sich zudem aus der Politik, dem Vereinsleben und dem Sängerbund eingefunden - galt es doch, dem beliebten wie humorvollen Ausnahmedirigenten verdientermaßen seine persönliche Aufwartung zu machen und gleichzeitig einen schönen wie unterhaltsamen musikalischen Abend zu erleben.Helmut Haub selber blieb von dem Trubel um ihn herum scheinbar unbeeindruckt. Wie von ihm gewohnt dirigierte er seine Sänger vor dem Auftritt auf die besten Bühnenpositionen, ließ den Flügel ei ums andere Mal verschieben und sorgte für Ruhe unter den Aktiven - eben ein musikalischer Leiter wie er sein soll. Dabei hatte er seine musikalische Karriere als Posaunist begonnen und keinen Gedanken an eine Karriere als Dirigent vergeudet. Ganze zehn Jahre spielte er zunächst beim Musikverein Nieder Weisel, bei den Feuerwehrkapellen in Butzbach und Bad Nauheim, bei den Jägern in Marburg und sogar in der großen Bigband-Besetzung der Kapelle Hensel aus Friedberg - dem Tanzorchester seiner Zeit. Doch Mitte der sechziger Jahre dann die überraschende Bitte eines Chores um seine Unterstützung - von dem Augenblick an gab es für ihn nur noch die Chorarbeit, wobei er sich nie habe vorstellen können, dies über vier Jahrzehnte derart intensiv zu tun. Aber er hatte und hat auch weiter immer noch viel Freude daran und sein Wahlspruch: "Eine Singstunde wahr umsonst, wenn man dort nicht mindestens einmal herzhaft gelacht hat", der gilt damals wie heute noch. Nur mit dem nötigen Humor sollte man durchs Leben gehen, sagt er sichtlich zufrieden und schaut, wo die nächste Sängergruppe bleibt - ein Dirigent wie er leibt und lebt und das aus Berufung. Heinz Gatz (Männerchor von 1838 e.V. Butzbach) begrüßte das Publikum, die Chöre und natürlich den Jubilar namens des die Veranstaltung ausrichtenden Gesangsvereines. "Wir wollen Helmut Haubs wohl einmaliges Lebenswerk unabhängig von allen bereits erfolgten offiziellen Ehrungen und Auszeichnungen nochmals in Erinnerung bringen, in dem er über lange Jahre bis zu acht Chöre gleichzeitig betreute".

Heinz Gatz sichtlich stolz über die weiteren Ehrengäste: "Es ist schön, im Saal auch den 1. Butzbacher Stadtrat Mark Kannieß wie auch Altbürgermeister Klaus-Jürgen Fricke zu begrüßen und mit Robert Werner, Walter Gödel und Hans Möller die Führungsspitze des heimischen Vereinsringes. Die große Abordnung des "Hausberg-Wettertal-Sängerbundes" mit Ehrenpräsident Helmut Volk an der Spitze trage dem bedeutsamen Anlaß gebührend Rechnung und der Vizepräsident des Hessischen Sängerbundes, Claus-Peter Blaschke, hatte sich diesen Abend sogar extra frei gehalten, um mitten unter den Sangesfreunden in Butzbach sein zu können. Der Eintritt zum Liederabend sei frei, so Gatz weiter, aber für Spenden zugunsten des Butzbacher Ballhaus-Kinderhortes und der Butzbacher Tafel wäre man dankbar - und gespendet wurde tüchtig. Claus-Peter Blaschke richtete im Namen des Hessischen Sängerbundes überaus dankenswerte Worte an den honorigen Jubilar, der derzeit mit dem Gemischten Chor "Eintracht" Ober Mörlen (seit 1965), dem Gesangsverein "Harmonie" Butzbach-Fauerbach (seit 1966), dem Gemischten Chor "Frohsinn" Nieder Mörlen (seit 1968) und dem Gesangsverein 1838 e.V. Butzbach (seit 1982 - Männerchor) vier hiesige Chöre weiterhin aktiv betreut. Hinzu kommen der GV "Germania" Großen Linden und der Kirchenchor Großen Linden - beide waren a Samstagabend jedoch durch eine anderweitige Jubiläumsveranstaltung zur Teilnahme am Liederabend verhindert. Den Gesangsverein "Germania" aus Butzbach Ostheim hatte Helmut Haub ebenso harmonisch in jüngere Dirigentenhänden vor wenigen Jahren übergeben wie sei "Aushängeschild", den großartigen Gemischten Chor "Liederkranz" Pohl Göns, den er zwischen 1967 und 2002 leitete und zu dessen Ehrendirigent er ernannt worden war. Seit 1980 ist Helmut Haub Bundeschorleiter und nach vielen Vorstandsjahren im Hausberg-Wettertal-Sängerbund dort nun Ehrenchorleiter.

Blaschke ging auf die vorzügliche persönliche Einstellung Helmut Haubs ein, die sein Wirken, seine Erfolge und seine Beliebtheit bei den unterschiedlichsten Sängerinnen und Sängern erkläre: "Selten genug danke der Sängerbund seinen Funktionären, obwohl es ohne diesen Personenkreis keine Chöre mehr gebe. Drei Stützen brauche es zum Erfolg und die seien ein funktionierender Vorstand im Verein, Aktive, die mit Freude bei der Sache sind und drittens einen musikalischen Leiter. Letzterer habe eine große Verantwortung, wenn es gilt, Jahr um Jahr die Chöre immer weiter zu entwickeln und nicht auf einem Niveau stehen zu bleiben. Helmut Haub sei da erfolgreich seit Jahrzehnten eine ideale Besetzung, ein Chorleiter am Puls der Zeit!" Blaschke: "Ich habe aufmerksam bei Ihrem ersten Auftritt heute Abend "mit Augen und Ohren" zugeschaut und bemerkt, mit wie wenig Gesten sie ihren Chor steuern. Sie, lieber Herr Haub, überzeugen die Sänger mit ihrem Können und Ihrer Ausstrahlung. Hätten wir viele Chorleiter wie Herrn Haub, dann hätten wir viel mehr Chöre in Hessen, die beim Vortrag auch freundlich dreinschauen, denn für den Zuschauer ist neben dem Gesang wichtig, wie der Chor auf der Bühne steht, wie schaut der Chor und welchen Eindruck vermittelt der Chor. Ihre Chöre, Herr Haub, vermitteln den puren Spaß am Singen!" Heike Leander vom HWS (Hausberg-Wettertal-Sängerbund) lobte Helmut Haub für seine Menschlichkeit, denn ob in Zeiten des Leidens oder der Freude war und ist er immer für seine Sänger da und nicht nur in den Übungsstunden oder bei den Auftritten. HWS-Vorsitzender Reinhard Bill gab einen Überblick über Helmut Haubs einmalige Chorleiterkarriere - zu seinem 70. Geburtstag vor zwei Jahren habe man ihn deshalb mit der sehr selten verliehenen Hugo-Lotz-Plakette ausgezeichnet und sei ihm dankbar, dass er im Vorstand des HWS seit 1980 nie viel Federlesen um seine eigene Person, sondern immer nur im Interesse der gemeinsamen Sache engagiert war. Kreischorleiter Alexander Launsbach dankte seinem Amtsvorgänger für sein "stets offenes Ohr" und all die Hilfe bei der Bewältigung der Aufgaben.

Helmut Haub seinerseits dankte für die Urkunde des HWS, die Präsente und lieben Worte und nannte speziell den weiteren Ehrenvorsitzenden des HWS, Helmut Hoffmann, dem er selber viel zu verdanken habe auf seinem langen Weg als Chorleiter und Funktionsträger im Verband und er sei erfreut, ihn persönlich im Saal begrüßen zu dürfen. Ein Präsentkorb vom Männerchor Butzbach aus den Händen von Heinz Gatz und seinem 2. Vorsitzenden Norbert Waschkowitz und leckere Wurstspezialitäten von Elke Binzer (GV "Liederkranz" Pohl Göns), deren gemischter Chor in diesem Jahr selber Jubiläum feiert und bereits am kommenden Wochenende die erste Veranstaltung dazu ausrichtet. Helmut Haub: "Pohl Göns ist mein ewiger Vorzeigechor - alleine 25 erste Plätze bei großen Wertungssingen haben wir geholt, dass war eine sehr erfolgreiche Zeit mit dem Liederkranz, der auch heute noch über eine erfreulich stattlich große Zahl guter motivierter aktiver Sängerinnen und Sänger verfügt. Mark Kannieß beendete in seiner Funktion als amtierender 1. Stadtrat den Reigen der Grußwortadressen an den Jubilar und merkte voll ehrlicher Bewunderung und Wertschätzung an, dass Helmut Haub wie kein anderer die heimische Gesangslandschaft positiv geprägt habe. Ehre wem Ehre gebührt und auch ein Lob dafür, diesen ehrenvollen Abend mit dem Faselmarkt zu verbinden - eine sehr gute Idee sei dies aus städtischer Sicht von Heinz Gatz im Einvernehmen mit den Butzbacher Sängern und in Abstimmung mit dem HWS-Vorstand gewesen. Das bei soviel verdientermaßen lobenden Worten und Ehrungen die Musik und der Gesang keineswegs zu kurz kamen, dafür sorgte der Jubilar und seine "Haub`schen Chöre" mit ihrem gelungenen Frühlingsliederabend (siehe gesonderter Bericht in der BZ).

 

 

Gambach, 07.03.2009

Jubiläum des Hausberg - Wettertal - Sängerbundes steht bevor
2009 noch Jugendchorworkshop und Seniorennachmittag auf dem Programm -
Vorsitzender wurde durch Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt

(pg) - Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus: In zwei Jahren begeht der Hausberg-Wettertal-Sängerbund sein 150-jähriges Jubiläum. Der HWS, der einer der ersten deutschen Sängerbünde überhaupt ist, und damit zu Recht diesem Datum gebührende Beachtung verschaffen will, wird das Jubiläumsjahr nutzen, um die Lebendigkeit und Vielfalt der hiesigen Chorlandschaft zu präsentieren. Ein entsprechendes Konzept wurde den Vertretern der Mitgliedsvereine in der letzten Jahreshauptversammlung im Gambacher Bürgerhaus vorgestellt und fand dort auch die Anerkennung der Versammlung. Aber auch 2009 wird es noch Aktivitäten geben, nämlich ein Jugendchorworkshop mit Jörg Welker am 19. September sowie einen Senioren-Nachmittag am 25. Oktober in Butzbach.

Gastgeber der HWS - Mitgliedsversammlung war in diesem Jahr mit der "Harmonie Gambach" ein Verein der selbst auf ein 150 jähriges Jubiläum zurückblicken kann und mit Recht von sich behaupten darf, gekonnt Tradition und Moderne zu verbinden. Mit den wunderbar vorgetragenen Stücken "Ave verum" (in der Version von Camile Saint-Saens) und "I can´t help fallin´ in love with you" (nach Elvis Presley) unterstrich der Gastgeberchor unter der musikalischen Leitung von Daniel Sans gleich zu Beginn der Veranstaltung, dass man das Publikum auch musikalisch anspruchsvoll in seinen Bann ziehen kann. Zuvor hatte der 1. Vorsitzende des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, Reinhard Bill, die Gäste und hier insbesondere den Landtagspräsidenten Norbert Kartmann, den Ehrenvorsitzenden des HWS Helmut Volk, den Bürgermeister der Stadt Münzenberg Hans Jürgen Zeiss, den gastgebenden Verein, vertreten durch den Vorstand sowie auch die übrigen Jubiläumsvereine begrüßen können. Ehrenchorleiter Helmut Haub war wegen einer anderen Veranstaltung verhindert. In diesem Zusammenhang vergaß Reinhard Bill jedoch nicht auf den Liederabend im Butzbacher Bürgerhaus hinzuweisen, der dem beliebten Chorleiter gewidmet war.Im Anschluss an die folgende Ehrerbietung an die verstorbenen Mitglieder hieß auch Bürgermeister Zeiss die Anwesenden willkommen. Nach einem kurzen Streifzug über die Bedeutung des Laiensingens, der Gambacher Chor- und Vereinslandschaft sowie die touristischen Reize der Gemeinde Münzenberg - Gambach, wünschte er der Veranstaltung einen guten Verlauf. Kurz und prägnant dann die Grußworte des 1. Vorsitzenden der Harmonie Gambach, Bernd Neumann, der alle Anwesenden im Namen seines Vereines auch zu leckerem Kuchen und Kaffee einlud.

Nach der Verlesung des Programms erfolgten ein Rückblick des ersten Vorsitzenden auf das vergangene Sängerjahr: Von der Schaffung der Homepage (die mit viel Geschick von Joachim Leander gepflegt wird), über der Mitorganisation des oberhessichen Kinder-und Jugendchorfestivals in Bad Salzhausen (allen Helfern und Teilnehmern galt ein großer Dank), dem (gutbesuchten) Kritiksingen in Butzbachs "Alter Turnhalle" und dem Alltag der Vorstandsarbeit ("ein gutes Team") sowie den Versuchen, auch hier und dort Anstöße zu geben.
Es folgten der Geschäfts- und Kassenbericht von Geschäftsführer Heinz Klein, der den Delegierten im Wesentlichen ja bereits schriftlich vorlag. Den positiven Zahlen folgte eine Erläuterung Heinz Kleins, dass man trotz aller Aktivitäten momentan einen Überschuss anspare, um hinsichtlich des bevorstehenden Jubiläums 2011 gut gerüstet zu sein und wirtschaftlich sinnvoll vorgehen zu können.

Im Bericht des Kreischorleiters Alexander Launspach, dem dieser ebenfalls eine schriftliche Ausarbeitung für die Anwesenden beifügte, ging es im wesentlichen um drei Punkte: zum einen den Ausblick auf das nächste Kritiksingen am 13. März 2010 in Butzbach (mit dem Juroren Uwe Henkhaus) sowie der erneuten Aufforderung, Vorstellungen der Chöre bezüglich dieser Veranstaltungen durchaus zu äußern. Weiterhin bat er um Rückmeldung bezüglich gewünschter Fortbildungen und rief schließlich seine Chorleiterkollegen zur durchaus willkommenen Kontaktaufnahme und auch Mitarbeit im Musikausschuss auf. Dann ließ Jugendreferentin Regina Wolf in Ihrem Bericht noch einmal kurz die monatelange Vorbereitung des Kinder- und Jugendchorfestivals in Bad Salzhausen mit allerlei Ungewissheiten und unkonventionellen Lösungen Revue passieren, sowie das Ergebnis, bei dem alle Beteiligten - ob groß, klein, behindert oder gesund - und auch trotz des Regens viel Spaß hatten und auch viel gelernt haben. In diesem Jahr, so kündigte sie den Delegierten an, sei vom HWS für den 19. September unter der Leitung von Jörg Welker ein Jugendworkshop (für junge Leute von 14 - 27 Jahren) mit anschließendem Konzert in einer Kirche geplant.

Da Revisorin Silvia Fenchel dem Geschäftsführer Heinz Klein eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte, stand der Entlastung des Vorstandes dann nichts mehr im Wege. Unter Führung des Wahlleiters Norbert Kartmann wurde dann in geheimer Wahl der 1. Vorsitzende gewählt. Ohne Gegenstimmen oder Stimmenthaltungen wurde hier Reinhard Bill in seinem Amt bestätigt. Ebenso wurde Heinz Gatz als Beisitzer wiedergewählt. Vor kurzem hatte Regina Müller dem Vorstand bekannt gegeben, dass sie aus persönlichen Gründen nicht mehr für das Amt der Beisitzerin kandidieren könne, was dort sehr bedauert wurde. Vakant blieb diese Position jedoch nicht. Die Lücke wurde durch eine jüngere Sängerin, nämlich Corina Dein vom Frohsinn Nieder-Weisel gefüllt. Auch Kreischorleiter Alexander Launspach erhielt diesmal neue Unterstützung im Musikausschuss: Günter Werner (seines Zeichens Leiter einer Musikschule und u.a. neuer Chorleiter in Ober Mörlen) erklärte sich bereit als Mitglied des Musikausschusses an der Vorstandsarbeit teilzunehmen. Ihn interessiere insbesondere die Jugendarbeit, so gab er bekannt. Die neuen Revisoren für das Jahr 2010 heißen Hermann Heinstadt und Arnold Marx.

Nach der leckeren Kaffee-Pause galt das Augenmerk der Versammlung dem Ausblick auf kommende Aktivitäten, etwa dem Senioren-Nachmittag am 25.10.2009 in der "Alten Turnhalle", Butzbach, über dessen Vorplanung Helmut Volk berichtete. Hier soll es ein buntes Programm, gemeinsames Singen sowie Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch für Aktive und Passive ab 60 Jahre geben. Ein Anschreiben hierzu wird noch erfolgen, allerdings wurde gebeten, die Veranstaltung auch jetzt schon in den Vereinen publik zu machen. Über den bevorstehenden Hessischen "Tag der Frauenstimmen" am 27. Februar in Büdigen informierte Gabriele Waßmuth. Näheres über die zahlreichen Angebote kann man auch unter der Internet-Adresse www.hessischer-saengerbund.de oder unter der Telefonnummer 06171/704972 erfahren. Auch an der Landesgartenschau 2010 in Bad Nauheim wird es für die Chöre des Sängerbundes wahrscheinlich die Möglichkeit der Beteiligung geben (mutmaßlicher Termin: 26./27. Juni).

Hauptthema war jedoch das bevorstehende 150 jährige Jubiläum des HWS im Jahre 2011. Für den Vorstand des Sängerbundes stand schnell fest, dass man dieses Jubiläum nicht einfach nur durch akademische Feier abhaken wollte, sondern von Kindern bis Senioren, von jungen bis traditionellen Chören - mit geistlichem, modernem oder Volksliedgut - alle in das Geschehen einbeziehen möchte. Daher machte man sich - und hierbei ist als besonderer Aktivposten wieder einmal das Haus Leander zu erwähnen - Gedanken zur Umsetzung. So konnte man der Versammlung schon ein recht konkretes Programm vorstellen, dass sich durchaus sehen lassen kann. Es soll Konzerte und Begegnungen geben, Workshops, ein Jugendchortreffen, einen überregionalen Kindertag im Butzbacher Schlosshof, bei dem auch die Schulen eingebunden werden können... - und vieles mehr, so dass man - je nach Vorliebe - Musik entweder als Zuhörer genießen oder auch selbst aktiv teilnehmen kann. Eigens für dieses Jubiläum wird, so die Idee, auch ein Projektchor ins Leben gerufen, der sich gegen Ende des Jahres mit Konzerten in verschiedenen Kirchen präsentieren soll. Um eventuellen Terminüberschneidungen vorzubeugen wurde den Mitgliedsvereinen sogar schon ein konkreter Terminplan ausgehändigt, so dass dieser in der Programmplanung der Vereine und ihrer Chorleiter berücksichtigt werden kann. Natürlich wird es wieder eine Festschrift geben, auch hierfür laufen bereits die ersten Vorbereitungen.

 

Bad Salzhausen, 13.-15.06.2008

Erstes Oberhessisches Kinder- und Jugendchorfestival

BAD SALZHAUSEN : "Und eins und zwei und drei und vier, ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm...", die 8-10-Jährigen zogen schon singend in den Kurpark Bad Salzhausen ein, musikalisch bestens gerüstet für das von Niddatal-, Hausberg-Wettertal-, Chattia-, sowie Schwalm-Antrift-Feldatal-Sängerbund und dem Sängerkreis Friedberg-Wetterau ausgerichtete "Erste Oberhessische Kinder- und Jugendchorfestival" unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Norbert Kartmann.

Die Mini-Trollys im Schlepptau, das Schmusetier unterm Arm, voller Freude auf ein Wochenende voller Musik und Action bezogen die jungen Sängerinnen und Sänger ihre Zelte samt Feldbetten, absolvierten den erste Workshop und postierten sich anschließend in langer Schlange vor dem Spaghettitopf an der Essensausgabe.

Gut 24 Stunden später überraschten mehr als 200 Kinder und Jugendliche ihre Eltern mit einer opulenten Präsentation von der Bühne der Trinkkuranlage herunter: Während die jüngsten "Bambinis", begleitet von einer begeisternden Isabel Krämer, zum Singen und Mitmachen in ihren Kreis einluden, brachten die Jugendlichen unter der kompetenten Leitung von Sabine Spahn mit Hilfe einiger erwachsener Sänger bereits einen gemischten Chor auf die Beine und verzauberten durch ein außergewöhnliches internationales Folklore-Repertoire. Neben dem Gospelsong "I sing holy" erklang das indianische "Evening Rise", das schwedsche "Limu, limu, lima" sowie "Un poquito cantas" und das beliebte, mit Kastagnetten und Schellenring begleitete "Guantanamera". Das Gros der Kids - von der "Rotkehlchen"- bis zur "Adler"-Gruppe - faszinierte unter Gerhart Roth mit dem "Urwaldsong". Das hitverdächtige szenische Kultlied, das sich von der geheimnisvollen nächtlichen Klang- und Geräuschkulisse über den akustisch dargestellten Sonnenaufgang hin zu einer mitreißenden Schlusssequenz entwickelte, musste gleich zweimal präsentiert werden. Ein didaktisches Kunststück, wie Gerhart Roth, einst Kinderchorleiter beim Hessischen Rundfunk, den aus mehr als200 jungen Sängern bestehenden Mammutchor im Zaum hielt - und dennoch Feuereifer in die Kindergesichter zauberte! Beim Einüben waren die anwesenden Kinderchorbetreuer und -leiter im Rahmen eines IQ-zertifizierten Fortbildungslehrgangs mit einbezogen worden.

Sorgfältige stimmbildnerische Vorarbeit für die Kinder hatte in eigenen Workshops Anica Pfeiffer geleistet, denn ohne Arbeitsteilung ging an diesem Wochenende gar nichts. Und die klappte bestens, sowohl zwischen den Dozenten als auch innerhalb der Organiationsspitze , angeführt von Heike Leander, und den vieler Helferinnen und Betreuern im Zelt und am Grill, hinter der Theke, an der Anmeldung und an der Spülmaschine, am Lagerfeuer und am Spieleparcour des Kreissportverbands des Wetteraukreises, beim Anfeuern der Engagierten, beim Trösten der (wenigen) Schüchternen und Heimwehkranken und beim abendlichen Transport ins Ausweichquartier, die Sporthalle Geiß-Nidda, als es einigen Kleinen doch ein wenig zu kalt wurde.

Selbst vom etwas launischen Wettergott ließen sich Groß und Klein das Singen nicht verbieten: Der professionell agierende Mädchenchor "Mückenschwarm" vom Gesangverein Liederkranz Mücke-Flensungen wechselte nach den ersten Güssen am Samstagabend in den Kursaal und setzte sein Konzert dort gutgelaunt fort. In einem einstündigen Reigen servierte man unter anderem Folksongs und Folklore von "Scarborough Fair" bis "Kalinka", sanftes und rockiges geistliches Liedgut, eine Prise klassische Literatur vor "Can You Feel The Love Tonight" und dem Oldie "Barbara Ann". All dies mit glockenklaren, vielfältig kombinierten Stimmen, mit jugendlich-frischer Ausstrahlung und eigenen Ansagen, in anspruchsvollen Gesangssätzen, kaum merklich unterstützt von ihrer Leiterin Heike Kratz-Gunkel an der Gitarre. Und weil es inzwischen aufgehört hatte zu regnen, stand auch der versprochenen Karaokeshow für alle Teilnehmer nichts mehr im Wege.

Positiv ist auch anzumerken, wie freundlich und kulant Leitung und Personal des Kurhotels auf den Ansturm jungen Sänger und ihre Betreuer reagierten. Das Ganze konnte der Vorsitzende des Niddatal-Sängerbundes, Günther Herzberger, bei der Präsentation am Sonntagnachmittag nur noch als "wahrlich gelungenes Experiment" bezeichnen, das eine Neuauflage verdiene. Herzlich bedankte er sich bei den mit ausrichtenden Sängerbünden Hausberg-Wettertal, Chattia, Friedberg-Wetterau und Schwalm-Antrift-Feldatal, bei allen Helfern und den Sponsoren, angeführt von der OVAG, der Sparkasse Wetterau und der Volksbank Mittelhessen sowie bei den Teilnehmern der abwechslungsreichen morgendlichen Matinee, dem Männerchor Liederkranz Mardorf und dem Jugendchor Mardorf (Leitung: Sabine Spahn), dem Männerchor Eichelsdorf unter Elena Rahouskaya, dem Quartett Vocapella aus Ober-Schmitten (Leitung: Martin Schubert), und dem Vokalensemble "Junge Vocalisten" aus Altenburg. Das Ziel, Kindern und Jugendlichen den Spaß am gemeinsamen Singen näher zubringen und die Ausbildungsgrundlage ihrer Betreuer zu erweitern, sei dank gemeinsamer Anstrengungen erreicht worden. "Lasst uns als Erwachsene und erst recht als Funktionäre eines Verbandes nicht lange reden - lasst uns einfach singen: Bühne frei für die Kinder!", hatte der stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Sängerbundes Claus Peter Blaschke zu Beginn der Präsentation empfohlen. Ein Ruf, der in Bad Salzhausen sicher nicht zum letzen Mal ertönte.

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Butzbach, 12.4.2008

Kritiksingen 2008 - Eine Nachbetrachtung

(pg) - Eines vorweg: Die Chöre des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes haben beim Kritiksingen am 15. März in der Butzbacher "Alten Turnhalle" gezeigt, dass sie sich nicht verstecken brauchen. Und das gilt nicht nur für die Vereine, die ohnehin als "Aushängeschilder" des Kreises gelten. Es gab Bemerkenswertes zu entdecken - ob großer oder kleiner Chor, "jung" oder traditionell. Ja, die ganze Bandbreite war vertreten: von swingenden jungen Leuten bis hin zu stimmgewaltigen gutgelaunten Senioren, humorvolle Vorträge, traditionelles deutsches Liedgut, moderne englische Musik, russische Literatur, anspruchsvolle lateinische Choräle...

Letztlich ein guter Griff wohl auch die Verlegung der Veranstaltung vom Bürgerhaus in Butzbachs "Alte Turnhalle", dem schön hergerichteten kleinen Konzertsaal der Stadt. Reger Besuch, zumindest in den früheren Nachmittagsstunden, zeugte vom Interesse an der etwa 5 - stündigen Veranstaltung. Aufmerksam und diszipliniert lauschten die Besucher und Sänger den Vorträgen und Bewertungen der Chöre - mit Ausnahme einer kurzen unruhigen Phase, die von Aufbruchstimmung geprägt war. Unsportlich würde man das wohl in anderem Zusammenhang nennen, sollte es Absicht gewesen sein.

Als Juroren hatte man in diesem Jahr, wie bereits im Vorbericht beschrieben, den Musikdirektoren Jens Röth gewonnen. Dieser zeigte Fingerspitzengefühl, legte ohne falsche Lobhudelei zwar den Finger auch das eine oder andere Mal auf eine Wunde, jedoch stets mit Humor und vergaß auch das anerkennende Wort nicht. Ihm vorbereitend zur Seite standen seitens des HWS Heike Leander und Alexander Launspach. Begrüßt bzw. durch das Programm geführt wurden die Zuhörer von Reinhard Bill, Petra Gatz und Heinz Klein, der übrigens auch eine außerplanmäßige Ehrung vornahm: Der Fehlerteufel hatte sich in einen Ockstädter Terminkalender geschlichen und so kam es, dass die Ehrung eines verdienten Fauerbacher Sängers verschwitzt wurde. Diese wurde jetzt in angemessenem Rahmen gebührend nachgeholt. Erfrischen konnte man sich im räumlich getrennten Vorbereich u.a. bei Kaffee und Kuchen. Ein Dank gilt hier den Helfern Waltraud Bill, Regina Müller, Eva Becker, Andrea Schwarz und Joachim Leander. Auf- und Abbau von Bühne, Technik und Bestuhlung geht überwiegend auf das Konto von Heinz, Martin u. Gertrud Gatz, Erwin Hobler, Reinhard Bill und weiteren Sängern des Butzbacher Männerchores.

Kritiksingen - Wohin geht der Weg?

Wie soll es in den kommenden Jahren mit dem traditionellen Kritiksingen weitergehen? Möchte man es in gewohnter Form aufrecht erhalten oder etwa neue Wege ausprobieren? Wenn Änderungen gewünscht sind, in welche Richtung soll die Reise gehen? Diese Fragen hatte der Kreischorleiter des Hausberg - Wettertal - Sängerbundes in der letzten Jahreshauptversammlung aufgeworfen und um eine Rückmeldung durch die Mitgliedsvereine gebeten.

Die Antworten auf die Frage sind wahrscheinlich so vielfältig, wie die Gruppen, die am diesjährigen Kritiksingen teilgenommen (oder aber auch nicht teilgenommen) haben. So kann man das Kritiksingen, wie es lange Zeit viele Chöre gemacht haben, als Vorbereitung für Wertungssingen sehen - als Möglichkeit, Stücke, die noch nicht eingeschliffen sind, einem kompetenten Juroren vorzustellen, um dann Änderungen vorzunehmen, die Erfolg versprechen könnten. Aber inzwischen haben viele Chöre sich von der Teilnahme an Wettstreiten ganz verabschiedet. So ist es nur konsequent, dass für einige Vereine ein Kritiksingen grundsätzlich keine Bereicherung mehr darstellt. Andere kommen weiterhin - vielleicht aus Pflichtbewusstsein, um Präsenz zu zeigen oder sich gegenüber den anderen Vereinen gut darzustellen.

Doch auch in diesem Jahr haben sich einige Chöre gewagt, neue und schwierige Lieder zu singen, die noch formbar sind. Mancher Chorleiter hat auch bewusst Vorträge ausgewählt, an denen es hakt, von denen er durchaus weiß, dass bestimmte Stellen nicht klappen, aber in der Hoffnung auf professionelle Tipps. Dieser mag sich dann gewünscht haben, der Kritiker käme zur Bühne, greife dort aktiv ein. Bei anderen Gruppen wiederum wäre gerade dies wahrscheinlich ein unerwünschter Eingriff. Und schließlich gab es beim letzten Kritiksingen offensichtlich auch eine ganze Reihe Chöre, denen man - im durchweg besten Sinne - anmerkte, dass es einfach nur die Freude ist, die sie dazu brachte, teilzunehmen. Ja, singen bewegt noch immer. Man muss nur offen dafür sein.

Aber wie geht man nun mit all diesen verschiedenen Vorstellungen um? Die Organisatoren des Hausberg - Wettertal - Sängerbundes sind für Änderungen offen. Auch Änderungen gehören zum Gesang. Wer das leugnen möchte, braucht nur eine kleine Zeitreise vorzunehmen. Wäre es den Gründungsvätern der meisten unserer Gesangvereine nicht mindestens absonderlich vorgekommen, Frauen in die Vereine zu lassen? Eine verschworene Gemeinschaft damals, Singen eine Bürgerpflicht. Werbung durch Internetpräsenz? Schon rein faktisch undenkbar. Viele weitere Beispiele sind denkbar. Änderung darf also schon sein. Sie muss es aber nicht um jeden Preis. Letztlich können nur die Mitgliedsvereine gemeinsam entscheiden, von dort müssen die Impulse kommen. Deshalb hiermit der Aufruf an alle Sängerinnen und Sänger: Gebt Eure Meinung an die Verantwortlichen weiter. Nur dann kann sie berücksichtigt werden. Dies gilt natürlich nicht nur für das Kritiksingen.

 

Vorbericht zum Kritiksingen vom 9.3.2008

Am Samstag Wertungssingen in der "Alten Turnhalle", Butzbach

(pg) - Wie kann ich Klang, Tonreinheit und Aussprache verbessern? Was denkt ein Wertungsrichter? Das sind Fragen, die Chormitglieder und Dirigenten gleichermaßen interessieren. Am Samstag, den 15. März, gibt es die Gelegenheit, einmal Mäuschen im Kopf eines Wertungsrichters zu sein. Beim sogenannten Kritiksingen gibt der Wertungsrichter im Anschluss an die Vorträge eine öffentliche Bewertung ohne Benotung ab. Im Vordergrund stehen fundierte Vorschläge, die - jeweils erst neu einstudierten Werke - weiter voran zu bringen.

Als Mentoren konnte man in diesem Jahr den Musikdirektoren Jens Röth aus Löhnberg engagieren. Röth ist Musikdirektor FDB. Nach dem Studium der Theologie und Musik für das Lehramt bildete sich Röth, zurzeit Lehrer an der H.- v. - Gagern - Schule in Weilburg, bei renomierten Fachleuten auf dem Gebiet der Chor- und Orchesterleitung fort. Als musikalischer Leiter wurde er Preisträger bei zahlreichen Chorwettbewerben, so wurde einer seiner Chöre 2005 mit einem 1. Preis und Golddiplom beim Internationalen Chorwettbewerb in Lindenholzhausen ausgezeichnet, beim 2. Internationalen Robert-Schumann-Chorwettbewerb in Zwickaus wurde sein gemischter Chor erster Preisträger. Für eigene Kompositionen wurde Röth beim 24. Grand Concours International der Académie International de Luctèce (Paris) mit dem "Coupe de Lutèce" bedacht. Jens Röth wird jeweils im Anschluss an die beiden Vorträge eines jeden Chores fachkundige Anregungen zum Gehörten unterbreiten, die sicher auch für Dritte noch so manche Erkenntnis bieten.

Zugleich bietet sich den Zuhörern die Möglichkeit, Chöre aus der näheren Umgebung mit Auszügen ihres vielfältigen Repertoires kennen zu lernen.19 Mitgliedschöre von insgesamt 14 Mitgliedsvereinen des HWS haben ihre Teilnahme angemeldet. Das diesjährige Wertungssingen erfolgt in gewohntem Modus, wenn auch an anderem Ausrichtungsort. Schon im letzten Jahr war geplant, das Wertungssingen in der "Alten Turnhalle" Butzbachs stattfinden zu lassen. Wegen Krankheit des Juroren musste sie jedoch damals ausfallen. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr mit der ersten Gruppe und wird voraussichtlich um 19.00 Uhr (Abschluss der Gruppe IV) enden. Gäste sind herzlich willkommen.

 

Rockenberg, 01.03.2008

Jahreshauptversammlung des HWS am 01.03.08

Hausberg - Wettertal - Sängerbund geht online / Am Samstag, 15. März, Wertungssingen in der "Alten Turnhalle", Butzbach

(pg) - Singen bewegt, singen kann mitreißen und bei aller Tradition nach wie vor auch innovativ sein. Von dieser Botschaft überzeugt, möchte der Hausberg - Wettertal - Sängerbund sie auch gerne nach außen weitertragen. So war es eine gute Fügung, dass die diesjährige Mitgliederversammlung des HWS der Einladung des Mitgliedsvereines "Concordia" Rockenberg anlässlich seines 155 jährigen Bestehens folgen konnte. Das neue, in Eigenleistung errichteten Sängerheim des Jubilars verkörpert diese Botschaft sehr eindrucksvoll.

Mitreißend war auch die Begrüßung der Teilnehmer durch den Kinderchor "Melody Kids", der, unter der Leitung von Martin Bauersfeld, musikalisch von Gummibären und der Freude am Swing erzählte, um dann mit einem pantomimisch untermalten Shalalalala noch eines darauf zu setzten. Zur Belohnung gab es dann auch Gummibärchen und Mohrenköpfe. Nach der offiziellen Eröffnung durch den neuen Hausberg-Wettertal-Sängebund-Vorsitzenden Reinhard Bill gedachte man der in diesem Jahr verstorbenen Sänger und Sängerinnen. Stellvertretend nannte Bill die beiden Vereinsvorsitzenden Katharina Hess (Ockstadt) und Waltraud Althen (Maibach).

Da man durch entsprechende Handzeichen auf die Benennung von Wahlleiter und Mandatsprüfern verzichtete, konnte man sodann gleich mit dem Geschäfts- und Kassenbericht fortfahren. Geschäftsführer Heinz Klein informierte über die vielfältigen Tätigkeiten des HWS - Vorstandes. Das Geschäftsjahr 2007/8 beinhaltete für den Vorstand weit über 50 Termine: Bundes-Beiratssitzung, Vorbereitung und Organisation der Beteiligung am Hessentag in Butzbach, Ausrichtung des HWS - Kindertages, Mitorganisation des kommenden Kinder- u. Jugendchorfestivals Oberhessen, Vorbereitung des Kritiksingens, allgemeine Vorstandsarbeit, Ehrungen, Gratulationen und Trauerbesuche. Finanziell gab es in diesem Jahr eine ungewöhnlich positive Bilanz zu vermelden. Allerdings konnte Heinz Klein möglicher Kritik, zu Lasten der Mitgliedsvereine zu wirtschaften, gleich vorgreifen. Die Mehreinnahmen, so erläuterte er, ergaben sich zum einen aufgrund des auf dieses Jahr verschobenen Kritiksingens, zum anderen aufgrund von privaten und staatlichen (sachgebundenen) Spenden.

Das am kommenden Samstag in der "Alten Turnhalle" von Butzbach stattfindende "Kritiksingen" war eines der Themen über die Kreischorleiter Alexander Launspach berichtete. Das diesjährige Wertungssingen erfolgt in gewohntem Modus, wenn auch an anderem Ausrichtungsort. Als Mentoren konnte man in diesem Jahr den Musikdirektoren Jens Röth aus Löhnberg engagieren. Er wird jeweils im Anschluss an die beiden Vorträge eines jeden Chores fachkundige Tipps und Anregungen zum Gehörten unterbreiten. 19 Mitgliedschöre von insgesamt 14 Mitgliedsvereinen des HWS haben ihre Teilnahme angemeldet. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr mit der ersten Gruppe und wird voraussichtlich um 19.00 Uhr (Abschluss der Gruppe IV) enden. Zuhörer sind herzlich willkommen. Für die kommenden Jahre könnte man sich seitens des Kreischorleiters auch vorstellen, an Stelle des bisherigen "Kritiksingens" einmal andere Wege zu gehen. So stellte er verschiedene Varianten vor (etwa die Arbeit des Wertungsrichters direkt mit den Chören oder auch in Form eines allgemeinen Workshops), um diese Vorschläge als Diskussionsgrundlage in die Vereine zu tragen und mit Bitte um entsprechende Rückmeldung. Bei entsprechendem Interesse würde der Hausberg - Wettertal - Sängerbund auch gerne wieder einen Vizechorleiter - Lehrgang oder etwa Stimmbildungsworkshops anbieten. Fest steht schon jetzt, dass es auch im Kinder- und Jugendbereich weiterhin Aktivitäten geben wird.

Von der im vergangenen Jahr geleisteten Arbeit im Jugendbereich erzählte die Jugendbeisitzerin Regina Wolf. Am 5. Juni stellten sich die Kinder- und Jugendchöre des HWS im HTV - Zelt dem Hessentagspublikum vor. Dass da ein Funke war, der sicher auch auf das Publikum würde überspringen, zeichnete sich schon beim Einsingen auf dem Schulhof der Stadtschule ab, wo zum ersten Mal all die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung zu einem großen Chor formiert wurden. Mit einem gemeinsam vorgetragenen "Auf los geht´s los" begann dann eine gelungene Veranstaltung. Als Dankeschön für das Engagement wurden am 22. September in Oppershofen ein Kinder- und Jugendfest gefeiert. Neben einem musikalischem Teil, der von Rita Bayer - Groß geleitet wurde, gab es einen großen Spieleparcours, Basteln, Toben, Karaoke, Spaghetti - Essen und vieles mehr. Selbst Petrus hatte es gut gemeint und so wurde es eine tolles Fest für alle.

Als Revisorin dankte Elke Binzer dem Geschäftsführer Heinz Klein für seine Arbeit und sein besonderes Engagement. Er habe für die Mitgliedsvereine immer ein offenes Ohr und auch im Auftreiben von Spenden sei er unschlagbar. Dem Antrag auf Entlastung wurde einstimmig stattgegeben, so dass den turnusmäßig bevorstehenden Neuwahlen nichts mehr im Wege stand. Sollte es jemanden gegeben haben, der für das Amt des Geschäftsführers hatte kandidieren wollen, so war er spätestens nach dem gerade abgegebenen Lob umgestimmt worden. Die Wiederwahl von Heinz Klein war jedenfalls eine klare Sache. Ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt wurden auch die Beisitzerin Magdalena Kartmann und die Pressewartin Petra Gatz. Als neue Beisitzerin rückt noch Gabriele Waßmuth, die gleich in drei Chören des HWS aktiv singt, mit in das Vorstandsteam des HWS. Kassenprüfer für das nächste Jahr wurden Silvia Fenchel (Harmonie Gambach) und Torsten Düringer (Ober Hörgern).

Nach einer leckeren Kaffeepause informierte die 2. Vorsitzende Heike Leander über das geplante "Kinder- und Jugendchorfestival Oberhessen", dass am 13. - 15. Juni 2008 in Bad Salzhausen stattfinden wird. Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Niddatal-Sängerbundes, des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, des Chattia Sängerbundes, des Sängerkreises Friedberg-Wetterau und des Schwalm-Antrift-Feldatal-Sängerbundes. Angeboten wird ein 3-Tage-Workshop für Kinder ab 10 Jahre bzw. ein 2-Tage-Workshop für Kinder ab 6 Jahre, jeweils mit Zeltlager, sowie ein Bambini-Tag am Sonntag für Kinder ab 4 Jahre. Für Betreuer und Lehrer gibt es dort gleichzeitig die Möglichkeit, an einer zertifizierten IQ - Weiterbildung teilzunehmen. Als Lehrgangsleiter konnte man nicht irgendjemanden gewinnen, sondern Gerhart Roth, unter anderem bekannt als ehemaliger Leiter der Kinderchores des Hessischen Rundfunks, als sehr erfolgreicher Seminarleiter und internationaler Juror. Die Workshops finden im Kurhaus Bad Salzhausen statt. Es gibt Workshoparbeit und natürlich auch gesellige Veranstaltungen. Für Essen und Trinken der Teilnehmer ist selbstverständlich gesorgt. Übernachtet werden kann optional auch im Kurhaus. Einem sicherlich großen Publikum präsentiert werden soll das Erarbeitete dann am Sonntag um 15.00 Uhr auf der Bühne des Kurparks Bad Salzhausen (bzw. bei schlechtem Wetter im großen Kursaal des Kurhauses). Weitere Informationen hierzu gibt es bei Heike Leander, Tel. 06033 / 74368 bzw. unter der E-Mail - Adresse: joachim.leander@gmx.de.

Informationen verschiedenster Art, rund um den Hauberg-Wettertal-Sängerbund, gibt es demnächst auch im Internet unter der neu geschaffenen Homepage, die den Delegierten anlässlich der Jahreshauptversammlung in einem Probelauf vorgestellt wurde. Die Homepage wird u. a. die Rubriken "Wir über uns", "Der Vorstand", eine Kurzdarstellung und gegebenenfalls Verlinkung auf die jeweilige Homepage der Mitgliedsvereine sowie weitere Links und verschiedene Downloads zum Thema Versicherung, Anmeldung etc. enthalten. Webmaster / Beauftragter für den Bereich neue Medien ist nunmehr Joachim Leander. Der Vorschlag, ihn in diese Funktion zu berufen erhielt - nach einer kurzen Diskussion über die richtige rechtliche Vorgehensweise - die einmütige Unterstützung der Versammlung. Die Adresse der neuen Homepage, unter der man auch den Vorstand des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes demnächst erreicht, lautet: www.hws1861.de.

Unter dem Punkt Verschiedenes gab es noch Hinweise auf die im kommenden Jahr stattfindenden Jubiläen der Mitgliedsvereine "Harmonie" Gambach (150 Jahre - und Gastgeber der am 7. März 2009 im Bürgerhaus Gambach stattfindenden nächsten HWS - Mitgliedsversammlung), "Liederkranz" Pohl-Göns (130 Jahre) und Germania Ober-Hörgern (100 Jahre).

 

Oppershofen, 22.09.2007

Kinder- und Jugendchorworkshop des HWS

(pg) Singe, spiele, habe eine Menge Spaß - so könnte man umschreiben, was die Teilnehmer am Kinder- und Jugendfest des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes am Samstag in und vor dem Bürgerhaus Oppershofen erwartete. Bei tollem Wetter und ebensolcher Atmosphäre hatten selbst die Betreuer gut lachen, so bunt, friedlich und fröhlich ging es zu.

Gut 60 Kinder und Jugendliche aus Rockenberg, Steinfurth, Ockstadt, Nieder-Weisel ... waren zu dem Fest gekommen, mit dem man sich auch für das Engagement des Sängernachwuchses am Hessentag in Butzbach bedanken wollte. Als Leiterin des musikalischen Teiles hatte man seitens des HWS diesmal Rita Bayer-Groß engagiert, die in zwei Altersgruppen mit den jungen Sängerinnen und Sängern verschiedene neue Lieder einstudierte. Nach einem gemeinsamen "warm up" ging es zunächst mit den Jüngeren los. Derweil die erste Gruppe im Bürgerhaus das Lied von den Detektiven probte, wurden draußen eifrig mit Sand und Luftballons Knautsch- und Jonglierbälle hergestellt. Das kam ebenso an, wie später bei den Jüngeren das Kreieren von ganz aparten Papphüten und weitere Basteleien. Die Großen studierten nach dem Tausch altersgerecht sowohl vom Text als auch von der Melodie her schwierigere Stücke ein. Dann wurden erst einmal der Hunger gestillt, und zwar mit einer Riesenportion Spaghetti und zweierlei Soßen, Freigetränke sowieso inklusive.

Inzwischen hatte sich als Gast der Landtagspräsident Norbert Kartmann unter die bunte Menge gemischt. Sein Besuch war sowohl persönlicher als auch amtlicher Natur, denn das Land Hessen unterstützte die Veranstaltung und damit die Jugendarbeit durch eine finanzielle Zuwendung. Das folgende Ständchen mit dem Vortrag von "Moni Makkaroni" nahm Herr Kartmann zum Anlass, mit den Kindern locker über Soßenflecken und einiges mehr zu plaudern.

Der Nachmittag war dann zunächst dem freien Toben und Basteln gewidmet. Der Renner bei den Großen war der Karaoke-Wettbewerb, bei dem es so allerlei Gesangstalente zu entdecken gab. Bei den Jüngeren in der Beliebtheitsskala ganz oben waren auch die "Bewegungsbaustellen" mit Pedalos, Tonnenrennen, Bobbycars, Hüpfbällen, Kriechtunnel, Büchsenwerfen uvm.. Sogar eine Rollrutschbahn war am Nachmittag aufgebaut. Für die Eltern, Großeltern und Freunde gab es, nach dem man sich bei Kaffee und Kuchen gestärkt hatte, zu guter Letzt noch eine kleine Abschluss-Vorführung. Hier zeigten die jungen Sängerinnen und Sänger noch einmal, was sie am Vormittag gelernt hatten. Dann durften sich alle noch kleine Geschenke abholen, ehe man sich - zum überwiegenden Teil wohl müde aber zufrieden - auf den Nach-Hause-Weg machte. Für die Organisation des Tages waren verantwortlich: Regina Wolf, Heike Leander, Petra Gatz und Heinz Klein. Ein Dank gilt aber vor allem auch den Helfern und Helferinnen in der Küche, beim Auf- und Abbau, beim Basteln, den Betreuerinnen und Betreuern sowie Kuchenspender(inne)n.

 

Hoch Weisel, 07.06.2007

70. Geburtstag von unserem Ehrenchorleiter Helmut Haub

Ostheim (PG) Helmut Haub prägt als Chorleiter und Mensch den Chorgesang im Hausberg-Wettertal-Sängerbund, wie kaum ein anderer. Musikalisch führt er schon jahrzehntelang viele heimische Chöre durch die Gefilde des Chorgesanges, ehrenamtlich betätigte er sich über lange Jahre sehr engagiert als Kreischorleiter und ist auch nun als Ehrenchorleiter nach wie vor aktiv in die Vorstandstätigkeit des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes eingebunden. Mit seiner ruhigen, humorvollen Art, versteht es Haub nicht nur Freude am Singen zu vermitteln, sondern strahlt auch zugleich positiv auf die ihn umgebene Gemeinschaft aus.

Als es nun seinen 70. Geburtstag zu feiern galt, war es deshalb klar, dass sich seine Sängerinnen und Sänger, Vorstandskollegen und Freunde nicht von einer solchen "Kleinigkeit" wie dem Hessentag würden abhalten lassen, diesen Anlass mit ihm zusammen gebührend zu feiern. So kamen fünf "seiner" Chöre und ein Musikverein, um ihm und seinen Geburtstagsgästen ein Ständchen zu bringen und den Jubilar hochleben zu lassen. Im Gegenzug wurden diese im eigens beim Gasthaus "Zur Haltestelle" errichteten Zelt zu einem Umtrunk und einem reichhaltigen Nachmittags-Büffet eingeladen. Gerne der Einladung gefolgt waren auch die Vorstandskollegen des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes. Neben einem Geburtstagsgeschenk brachten diese noch eine Überraschung für den Jubilar mit. Der 1. Vorsitzende Reinhard Bill und die 2. Vorsitzende Heike Leander übereichten dem verdutzten Helmut Haub nach einer entsprechenden Laudatio die Hugo-Lotz-Ehrenplakette für besondere Verdienste um den Chorgesang. Damit hatte der nicht gerechnet, sind doch Chorleiter eigentlich für eine solche Ehrung nicht vorgesehen. Haub jedoch sollte die Auszeichnung ja auch nicht (nur) für seine Chorleitertätigkeit, sondern für sein besonderes ehrenamtliches Engagement im Hausberg-Wettertal-Sängerbund erhalten. In seiner Vorstandsfunktion hat er - ohne jegliche Kostenerstattung - Vizechorleiterausbildungen geleitet, war an der Ausrichtung von Kritiksingen maßgeblich beteiligt und vieles mehr.

Keiner seiner Vorstandskollegen konnte sich entsinnen, dass Haub bisher in einer Sitzung gefehlt hätte. Hinzu kommt der schon oben genannte menschliche Faktor - oder wie die 2. Vorsitzende Heike Leander sagte: "Du bist unser Sonnenschein". So trat der gesamte Vorstand nach vorne, um Helmut Haub zu danken und zu gratulieren.

 

Butzbach, 05.06.2007

Kinder- und Jugendchöre beim Hessentag in Butzbach

Fröhlich zu ging es am Hessentags - Dienstag, den 5. Juni, im Festzelt an der Korngasse. Dort, wo am freien Platz hinter dem historischen Rathaus der HTV sein Hessentagszelt aufgeschlagen hatte, zeigten ab 17.00 Uhr acht Kinder- und Jugendgruppen des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, wie viel Freude selbstgemachte Musik bereiten kann. Schon bei vielen Auftritten der einzelnen Chöre, sowie auch bei den vom Hausberg-Wettertal-Sängerbund organisierten Konzerten und Kinder- und Jugendchor-Workshops, konnten die jungen Sängerinnen und Sänger des öfteren den Funken der Begeisterung auf das Publikum überfliegen lassen. So auch diesmal wieder. Gekommen waren nicht nur Muttis, Vatis, Omas und Opas. Auch zahlreiche unbeteiligte Neugierige hatten den Weg in´s Zelt gefunden - vielleicht wegen der bis in die letzten Minuten an Passanten verteilten Handzettel. Trotz des erfreulich vollen Zeltes und der vielen - natürlich auch mal ungeduldigen - Kinder, spürte man die freudige Aufmerksamkeit und echtes Interesse an dem Geschehen auf der Bühne. Das Spektrum der einzelnen Gruppen war weit gefächert und reichte von lustigen Mitmachliedern bis hin zu anspruchsvoller Chormusik. Gerade hier, bei den jungen Sängerinnen und Sängern, wird deutlich, dass sich purer Spaß am Singen und anspruchsvolle Qualität nicht ausschließen, sondern sich vielmehr ergänzen zu einem großen Ganzen.

Begonnen hatte die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Auftritt aller Mitwirkenden und dem beim letzten Workshop mit Helmut Vorschütz einstudierten "Auf los geht´s los". In dieser personellen Zusammensetzung handelte es sich bei der Aufführung jedoch um eine Premiere. Zusammen geübt hatte man erstmals kurz vor dem Auftritt, auf einem Schulhof. Kein Problem jedoch für Martin Bauersfeld, dem die Kinder gerne ihre Aufmerksamkeit gaben. So gelang der Einstieg in das Konzert schon einmal prima. Begrüßt wurden die Anwesenden von den HWS - Vorstandsmitgliedern Heike Leander und Petra Gatz, die auch mit einigen Hintergrundinformationen und kleineren Geschichten durch das Programm führten. Als erstes nahm auf der Bühne der Kinderchor "Immergrün" Rockenberg Aufstellung und erfreute das Publikum mit "It´s a me, oh Lord" und "Engel". Auch die "Klaviermaus" hatte man mitgebracht. Was ein "Fff - Tsch - krr - kll -wumm - Apparat" ist, erklärte dann der Kinderchor der "Concordia" Rockenberg ebenso wie, was es mit dem Auto von Lucio auf sich hat. Auch der Flohtango gehörte noch zum Repertoire der Concordia. "Dubadap - da", "Ich bin ein Pinguin" und das "Meisenlied" sang der Kinderkreis des GV "Frohsinn" Ockstadt, gefolgt vom Kinderchor "Voice Paradise" des "Frohsinn" Nieder-Weisel und "Shala lala la", "Das ist Swing" sowie "Das Fahrrad". Es wurde aber nicht nur gesungen, an diesem Kinder- und Jugenchorkonzert. Eine schöne Abwechslung war auch der Auftritt der Tanzgruppe Concordia Rockenberg, die mit ihrer Tanzeinlage in schottischen Kostümen einen Augenschmaus bot. Aus dem Film - Musical "König der Löwen" waren die drei Stücke "Mut tut gut", "Can You Feel The Love Tonight" und "Sia hamba", die der Kinderchor "Mörler Spatzen" und der Jugendchor "Upper Voices" für ihren gemeinsamen Auftritt gewählt hatten. Auch der Jugendchor der Concordia Rockenberg blieb im Bereich Film / Musical mit "What a feeling", "Staying alive" und "How deep is your love". Gemeinsam sangen schließlich die Jugendchöre des "Frohsinn" Steinfurth und der "Immergrün" Rockenberg "Make a difference" sowie "Mamma mia" und luden zu einem musikalisch - sonnigen Spaziergang ein: "I´m walking on sunshine". Zum guten Abschluss sangen alle Chöre noch einmal gemeinsam mit der Chorleiterin Rita Bayer-Groß "Afrika". Die Sängerinnen und Sänger stampften, klatschten und warfen die Arme in die Luft - und natürlich forderte das Publikum eine Zugabe...

Sowohl die Kinder und Chorleiter, als auch die Organisatoren freuen sich über den tollen Verlauf der Veranstaltung. Denn gerade die rege Jugendarbeit ist dem Hausberg-Wettertal-Sängerbund, mit seiner rührigen Jugendleiterin Regina Wolf, ein wichtiges Anliegen. Deshalb hatte man auf Einladung des HTV auch gerne die Gelegenheit wahrgenommen, den eigenen Kinder- und Jugendchören auf dem Hessentag eine Plattform zu bieten. Alle beteiligten Chöre sind als Dankeschön für ihr Mitwirken am 22. September in Oppershofen zu einem "HWS-Kindertag" mit Gesang und "Spiel ohne Grenzen" eingeladen, bei dem es sicher wieder lustig zugehen wird.

 

Butzbach, 28.04.2006

Empfang des Hessischen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann im Gewölbesaal des Butzbacher Landgrafenschlosses anlässlich der Hauptversammlung des Hessischen Sängerbundes

Butzbach (PG). Nicht nach Wiesbaden, sondern in das Landgrafenschloss Butzbach, hatte der Präsident des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann, am vergangenen Freitag zu einem Empfang gebeten, an dem Vertreter des Sängerbundes und seiner Mitglieder, Politiker und weitere Gäste teilnahmen. Anlass dieser ungewöhnlichen Einladung war die am Folgetag ebenfalls in Butzbach stattfindende Bundesbeiratssitzung des Hessischen Sängerbundes. In diesem Zusammenhang waren die Verant-wortlichen des Hausberg - Wettertal - Sängerbundes mit dem Präsidium des Hessischen Sängerbun-des übereingekommen, für die Auftaktveranstaltung einmal neue Wege zu begehen.

So konnte man den in Butzbach / Nieder - Weisel wohnenden Landtagspräsidenten in das gemeinsame Boot holen. Zum Glück der Sänger war dafür nicht viel Überzeugungsarbeit notwendig, zumal im Hause Kartmann der Chorgesang bekanntlich ohnehin zu Hause ist: Tochter Magdalena ist selbst 1. Vorsitzende eines Gesangvereines.

Zur Frage der Bedeutung dieser Veranstaltung ("Das haben wir ja noch nie gemacht...") führte Herr Kartmann aus, dass Begegnungen von Politikern und denen "die außen sind" für beide Seiten von Wichtigkeit seien. Neben neuen Denkanstößen sei vor allem ein Austausch darüber sinnvoll, was machbar ist und was nicht.

Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Gemischten Chor Frohsinn Oppershofen, unter der Leitung von Axel Pfeifer. Mit den Stücken "Sommerlied" von Max Bruch, dem "Russischen Marienlob" von Rachmaninov und "Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen" bewies der Chor, dass er nicht ohne Grund zu den Spitzenchören des hiesigen Bereiches gehört. Es war eine tolle Darbietung, die sich in ihrem Klangerlebnis wunderbar einfügte in das schöne historische Gemäuer des Großen Gewölbesaales.

Es folgte das Grußwort des Gastgebers, des Landtagspräsidenten Norbert Kartmann, der alle Anwesenden herzlich Willkommen hieß. Als Gäste konnte er insbesondere Herrn Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, den Präsidenten des Hessischen Sängerbundes, Gerd Jürgen Raach, sowie das Präsidium des HSB, Vorstandsmitglieder des Mitteldeutschen Sängerbundes, den 1. Vorsitzenden des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, Helmut Volk, sowie den Bürgermeister der Stadt Butzbach, Oswin Veith, begrüßen.

In der Rede des Präsidenten des Hessischen Sängerbundes, Gerd Jürgen Raach, berichtete dieser aus der Arbeit des Chorverbandes. Er verwies auf die Vielfältigkeit der Chorlandschaft und nannte exemplarisch den soeben gehörten Oppershofener Chor. "Hätte dieser weiter gesungen", so Raach, "dann hätte ich mir die Rede sparen können.". Der Chorgesang bestehe auch aus Tradition und Jubiläen. Dennoch: der Gegenwart und Zukunft gehöre die Aufmerksamkeit und das Engagement - internationale Konzertformen, innovative Zusammenstellungen, Zukunftsfähigkeit des Chorgesanges nannte er als Schlagworte. Nach wie vor fänden in Hessen Chorneugründungen statt. Der Chorgesang sei ein Botschafter für Deutschland als Kulturnation. Auch als sozialer Faktor sei der gemeinschaftliche Gesang von Wichtigkeit, gerade in Zeiten des abnehmende Einflußes von Kirche, Gewerkschaft und Familienzusammmenhalt. Bei der zunehmenden Zahl von Scheidungen und Single-Haushalten stehe den möglichen Vorteilen (etwa der freien Zeiteinteilung und Selbstbestimmung) der Verlust sozialer Kontakte gegenüber. Chorgesang dagegen stehe für eine Begegnungsstätte, den Umgang miteinander, das Einordnen in ein Ganzes, Wärme und Menschlichkeit. Musik mache Kinder intelligenter, offener und ausgeglichener.

Deshalb sei die Enttäuschung der singenden Menschen groß gewesen, dass die Förderung von Kunst und Kultur nicht in die Verfassungsreform aufgenommen wurde - hingegen der Sport über einen Bürgerentscheid 2002 Einzug in Artikel 62a der Hessischen Verfassung erhielt. Dies habe Auswirkungen z.B. auf die Ausschüttung von Zuschüssen aus Lotto/Toto udgl.. Die Arbeit der dem Hessischen Sängerbund angehörenden Vereine sei vergleichbar z.B. mit der der staatlich geförderten Musikschulen. Bei 73.000 aktiven Sängerinnen und Sängern und einem Vielfachen an passiven Unterstützenden gäbe es vielfältige Leistung. So unterhalte der HSB Chorleiterschulen in Frankfurt/M. und Marburg, richte Seminare (z.B. auch für Vereinsvorstände), Workshops und Chorwettbewerbe (u.a. in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk) aus. Kinderförderung sei groß geschrieben (wie bei dem "Felix-Gütesiegel" für Kindergärten), welche nicht als Vorbereitung für die eigenen Chöre zu verstehen sei, sondern als humanitäre Arbeit. Darum appellierte Gerd Jürgen Raach abschließend an die Politik, diese ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen.

Auf seinen Vorredner erwiderte der Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, aus seiner Sicht. Zunächst ging jedoch sein Dank an Norbert Kartmann ("Nicht jeder Landtagspräsident würde die Gelegenheit nutzen zu einer solchen Einladung"), dann lobte er den schön restaurierten Ort mit einem Kompliment an Herrn Bürgermeister Veith und die Stadt Butzbach.Bei dem Chorvortrag habe er in fröhliche Gesichter geblickt. Er selbst denke auch an seine Elterngeneration, die trotzdem sie damals sicher Grund genug gehabt hätten, nicht zum lamentieren neigten. Dann rechnete er vor: obwohl das Land Hessen wirtschaftlich mit vorne stehe, benötige man, wolle man die bestehenden Schulden ab sofort zurückzahlen, ca. 200 Jahre. Dennoch versuche sein Resort, das Niveau in Kunst und Kultur zu halten, ja der Kulturetat sei sogar gesteigert worden. Beispielhaft wurde die Unterstützung von Theatern und Musikschulen genannt. Weiterhin sei eingeführt worden, dass es bei Ehrung eines Vereines mit der Zelterplakette je ein Geldgeschenk des Lande gäbe - und dies solle auch in Zukunft so bleiben. Neben dem politischen Statement erfuhr man aber auch etwas über den Mensch Udo Corts. So etwa, dass er, als Sohn einer Opernsängerin, selbst gerne singe, aber leider nicht die Stimme für einen Chorsänger habe. Oder dass er in Australien erlebt habe, wie deutsche Sänger zu Botschaftern würden. Als eine guten Anregung wertete er den im Tischgespräch vom Vorsitzenden des Hausberg - Wettertal - Sängerbundes, Helmut Volk, vorgebrachten Vorschlag, Schulen zu animieren, dem Gesang wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Er wolle dies an seine Kollegin, die Hessische Kulturministerin Karin Wolff, weitergeben. Vielleicht ein kleiner Stein, der an diesem Abend zum Anstoss gebracht wurde.

Der soeben genannte 1. Vorsitzende des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes, Helmut Volk, brachte zunächst die Freude zum Ausdruck, dass die Bundesbeiratssitzung des Hessischen Sängerbundes in Butzbach stattfinden konnte. Noch mehr aber freue er sich (als Mitinitiator), dass man das Gespräch gesucht und gefunden habe, denn es sei wichtig, dass ehrenamtlich Tätige und Politiker miteinander redeten. So brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass es noch viele solcher Abende geben möge. Auch von seiner Seite aus ging ein Dank an Herrn Kartmann, ohne den die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Ein weiteres Dankeschön ging an die Adresse von Herrn Bürgermeister Veith, bei dem er bezüglich der Vorbereitungen stets auf offene Ohren gestoßen sei und der alles möglich gemacht habe, was möglich ist. Mit Hinblick auf den kommenden Tag wies er darauf hin, dass es z.B. nicht selbstverständlich sei, dass zur Bundesbeiratssitzung der Bürgermeister persönlich sein Grußwort entrichte. Mit dem erneuten Wunsch, dass ähnliche Veranstaltungen folgen und alle Beteiligten lange positiv an diesen Abend zurück denken mögen, schloß er seine Rede.

Im Anschluss folgte ein Grußwort des amtierenden Bürgermeisters der Stadt Butzbach, Oswin Veith. Dies begann er mit einem Glückwunsch an Herrn Kartmann zu einem weiteren Amt. Für die noch nicht eingeweihten Zuhörer teilte er mit, dass der Landtagspräsident am Vorabend in geheimer Wahl zum Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Butzbach gewählt worden war. Sodann hieß er alle Anwesenden im Gewölbesaal des Landgrafenschlosses willkommen. Das Butzbacher Schloß stehe für eine Blütezeit. Seinerzeit habe der Landgraf Philipp in Verbindung zu den größten Kulturträgern und auch Wissenschaftlern der damaligen Zeit gestanden. Für die Organisation des Abends ("ein lohnendes Werk") bedankte er sich stellvertretend bei Helmut Volk, der die treibende Kraft dieser Veranstaltung gewesen war. Die Organisatoren könnten stolz sein, es sei Ihnen gelungen, nicht irgendwen für die Veranstaltung zu gewonnen zu haben, sondern eben den Resortchef des Landes für Wissenschaft und Kunst, den Präsidenten des Landtages, den Präsidenten der Hessischen Sängerbundes usw.. Dann kündigte er eine längere Rede für die Eröffnung der Bundesbeiratssitzung im Bürgerhaus an - dies Versprechen sollte er am darauffolgenden Tag auch einhalten. Aber auch die Gäste des Empfanges erhielten eine kurzen Überblick: "damit sie wissen, wo sie sind". Nach Frankfurt befinde sich hier der größter Wirtschaftverbund - in Fläche gemessen -, ein großes Diensleistungszentrum und vieles mehr. Musik und Kultur habe in der Stadt Butzbach einen besonde-ren Stellenwert. So stehe eine halbe städtische Stelle nur für Vereinsarbeit zur Verfügung. Mit 200 Vereinen führe Butzbach ein pralles kulturelles Leben. Deshalb sei er dankbar: "Was hier an Ehrenamt geleistet wird, ist mehr als vorbildlich."

Auch Historisches ließ er Revue passieren: Zur Veranschaulichung, welche außerordentliche Tat eine Vereinsgründung zu Zeiten war, als sich die ersten Vereine (so etwa auch Butzbacher Gesangvereine) konstituierten, brachte er die Situation des Vormärz und des Hambacher Festes in Erinnerung. Auch deshalb seinen zwei Gesangvereine Kulturpreisträger der Stadt Butzbach geworden. Schließlich lud Bürgermeister Veith alle Anwesenden herzlich nach Butzbach, in die Hessentagsstadt 2007, ein. Zu diesem Ereignis erwarte man etwa 1 Mio. Besucher und zeige sich zuversichtlich, gut gewappnet zu sein. Die Abschlussworte fielen wieder dem Gastgeber, Norbert Kartmann, zu. Diese nutzte er dazu, noch einmal das Verständnis zwischen Politik und Ehrenamt zu schüren. Mit großer Selbstverständlichkeit werde oft hingenommen, dass Vereine etwas für die Gesellschaft tun. Das Motto sollte dann sein: Tue Gutes und rede darüber. Aber auch die Politiker seien nur Menschen, die versuchen, ihr Bestes zu geben. Nach seiner Erfahrung vernachlässige keiner mit Absicht eine bestimmte Gruppe. So erzählte er eine Anekdote aus seinem Wirken am Landtag, in der ein zufälliges Treffen auf dem Flur dazu führte, dass Joschka Fischer mit ihm an einer Debatte über Gesang teilnahm. Deshalb stehe er selbst hier stellvertretend für Politiker aller Parteien.

Den musikalischer Abschluss übernahm der Chor "Cantico Verde" vom GV "Immergrün" Rockenberg, unter der Leitung von Monika Böckling, in Vertretung von Martin Winkler. Aus ihrem vielfältigen Repertoire brachten sie die Stücke "Musica aeterna" von Lorenz Maierhofer, "Il est bel et bon" (Passereau) und "Don´t it make my brown eyes blue" zum Besten. Auch dieser Chor wußte mit seinen gekonnten und lockeren Beiträgen zu begeistern. Dann folgte der informelle Teil des Abends, mit Gelegenheit zu allerlei Gesprächen am leckeren Buffet und in lockerer Runde.